Ratgeber

Gesund knabbern Studentenfutter? Besser Bio!

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Stimmt die Qualität, sollte man zugreifen.

(Foto: imago/Westend61)

Der Mix aus Nüssen und Rosinen gilt als gesunder Snack. Schließlich sorgt er mit Vitaminen, Proteinen und Fetten für reichlich Energie und taugt als Nervennahrung. Blöd nur, wenn sich auch Pestizide, Mineralöl oder anderes in der Tüte befinden, wie Öko-Test feststellt.

Ja, auch die Mischung aus Nüssen und Rosinen taugt als "Superfood". Auch wenn sie nach wie vor unter dem schnöden Begriff Studentenfutter zu haben ist. Dabei können nicht nur junge, lernwillige Menschen eine Handvoll Gesundheit gebrauchen. Denn als Alternative zur gemeinen Schokolade kann der Verzehr der Mischung auch gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. Beispielsweise sollen die Fette der Früchte der Herzgesundheit zuträglich sein. Zudem gelten Nüsse als ausgezeichnete Quelle von Proteinen sowie Vitamin E und B. Rosinen sorgen für Süße und damit auch für den umstrittenen Zuckerkick. Damit sich Studentenfutter nicht als Kalorienbombe auf den Hüften auswirkt, sollte es denn auch nicht mehr als eine gute Handvoll am Tag sein.

Und zudem sollte die Qualität der Ware stimmen. Was aber leider nicht immer so ist, wie eine Untersuchung von Öko-Test von 20 Produkten zeigt. Demnach enthalten einige der Nuss-Rosinen-Mischungen zusätzlich zu gesunden Fettsäuren, Proteinen und Vitaminen auch Rückstände von Mineralölen und Pestiziden. Nur vier der Studentenfutter waren gänzlich frei von Pestizidrückständen. In 16 der 20 Produkte stolperte Öko-Test über das Vorkommen mindestens eines Pestizids in den Rosinen. 

Ökotest bemängelt besonders den Pestizid-Mix in den Produkten: "Die Wechselwirkungen mehrerer Pestizidrückstände sind medizinisch so gut wie gar nicht untersucht. Es könnte sogar sein, dass ihre negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sich gegenseitig verstärken." Da es Höchstmengen lediglich für einzelne Wirkstoffe und nicht für die Summe aller verwendeten Gifte gibt, könnten die Hersteller insgesamt zu viele Pestizide einsetzen.   

Dennoch erhielten immerhin 10 Produkte die Bewertung "gut" oder "sehr gut", unter anderem das Bio-Studentenfutter von Alnatura, Gepa und Dennree. Bei den konventionellen Produkten haben die Studentenfutter von Edeka und Kaufland die Nase vorn. "Gut" sind hier aber auch die Mischungen von Lidl, Lorenz, Penny und Netto.

Die Finger lassen sollten Verbraucher besser von der Rewe "Ja! Nuss-Frucht-Mischung", der "Party Nuts Studentenfutter" von Pittjes, der "Trader Joe's Nuss-Frucht Mischung" von Aldi Nord sowie dem "Ardilla Studentenfutter Traube-Nuss" von Norma. Denn die wurden im Test mit "mangelhaft" wegen der Gesamtzahl der Schadstoffbelastung bewertet.

Quelle: n-tv.de, awi

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