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Toilettengang ist privat Sturz auf Firmen-WC ist kein Arbeitsunfall

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Der Besuch auf der Toilette der Arbeitsstelle ist privat und daher nicht über die Berufsgenossenschaft versichert.

(Foto: dpa)

Wer während seiner Arbeitszeit auf dem Klo verunglückt, ist nicht durch die Berufsgenossenschaft versichert. Das entscheidet das Sozialgericht Heilbronn. Der Kläger will das nicht akzeptieren.

Bei Verletzungen auf der Toilette der Arbeitsstelle greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Diese Entscheidung hat das Sozialgericht Heilbronn getroffen.

Geklagt hatte ein Mechaniker. Er war im Januar 2017 im Toilettenraum seiner Arbeitsstelle auf seifigem Boden ausgerutscht und mit dem Kopf gegen das Waschbecken gefallen. Dabei erlitt er eine Gehirnerschütterung und musste in der Folge vier Tage im Krankenhaus verbringen. Eine Anerkennung als Arbeitsunfall lehnte die Berufsgenossenschaft Holz und Metall ab. Der Besuch der Toilette sei privater Natur.

Das Sozialgericht bestätigte diese Auffassung. Der Mann hatte argumentiert, der seifige Boden liege in der Verantwortung der Firma. Das Gericht führte in seiner Begründung jedoch aus, dass auch in öffentlichen und privaten Toilettenräumen die Fliesen nass und seifig sein könnten und daher keine besondere betriebliche Gefahr vorliege. Der Mann hat gegen das Urteil bereits Berufung vor dem Landessozialgericht eingelegt.

Das Gericht in Heilbronn hatte bereits 2012 die Klage eines Daimler-Mitarbeiters zurückgewiesen, der in der Kantine auf Salatsoße ausgerutscht war und sich den Arm gebrochen hatte. Auch diesen Fall wertete die Berufsgenossenschaft nicht als Arbeitsunfall und erhielt Rückendeckung vom Gericht. Die Nahrungsaufnahme sei dem privaten und damit nicht versicherten Lebensbereich zuzurechnen, hieß es damals.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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