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Warnung für Sri-Lanka-Touristen Tui und Lufthansa bieten Stornierung an

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Nach den Anschlägen warten Touristen vor einem Luxushotel in Colombo.

(Foto: dpa)

Nach der verheerenden Anschlagserie in Sri Lanka aktualisiert das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise. Reiseveranstalter wollen großzügig mit Stornierungen umgehen. Deutsche Urlauber, die gerade auf der Insel sind, müssen in ihren Hotels bleiben.

Große deutsche Reiseveranstalter bemühen sich, nach den Bombenanschlägen auf Sri Lanka zu klären, ob ihre Gäste in Sicherheit sind. Ausflüge über die Tropeninsel wurden sicherheitshalber abgesagt, die Reisegäste zurück in ihre Hotels gebracht.

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DER Touristik habe zwar einige Hotels im Angebot, die zum Anschlagsziel geworden seien, sagte eine Firmensprecherin. Es gebe bislang aber keine Hinweise, dass DER-Feriengäste betroffen seien. Das Reiseunternehmen habe eine knapp vierstellige Zahl von Touristen auf Sri Lanka. Ähnlich war die Lage bei TUI in Hannover. "Nach jetzigen Stand sind keine TUI-Gäste von den Explosionen betroffen", sagte eine Sprecherin. Man versuche, die etwa 150 Gäste landesweit auf dem Handy oder über die Reiseleitungen vor Ort zu kontaktieren. Das Reisebüro Thomas Cook habe keine Gäste in den betroffenen Hotels, sagte eine Sprecherin in Oberursel.

"Wir rechnen weiter mit erheblichen Einschränkungen." Die Touristen sollten in ihren Unterkünften bleiben und auch die Hauptstadt Colombo meiden. Man helfe Gästen, die vorzeitig abreisen wollten, mit der Organisation, sagte die DER-Sprecherin. Reisen aus Deutschland nach Sri Lanka mit Abflug bis zum kommenden Mittwoch (24.4.) könnten storniert werden.

Die Lufthansa-Gruppe erklärte laut dem Online-Portal der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Kunden könnten Tickets nach Sri Lanka im Rahmen einer Kulanzregel umbuchen. Das gelte für alle Tickets, die bis zum 21. April für Flüge bis zum 31. Mai ausgestellt worden seien.

Auswärtiges Amt: Anschlagsorte meiden

Das Auswärtige Amt aktualisierte kurz nach den Attacken seine Reisehinweise. "Reisende werden gebeten, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten", schrieb das Ministerium.

"Sollten Sie auf der Insel im Osterurlaub sein, melden Sie sich bitte bei Ihren Verwandten und Freunden", schrieb das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes auf Twitter. Die Telefon- und Internetverbindungen im Land seien überlastet. "Wenn Sie Ihre Angehörigen vor Ort erreichen wollen, versuchen Sie es mit einer SMS." Das Auswärtige Amt richtete einen Krisenstab ein. Besorgte Angehörige können sich unter 030-50000 melden. Die Lufthansa-Hotline ist unter der 069 / 86 799 799 zu erreichen.

Unter den mehr als 200 Toten der Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka sind nach Angaben der Tourismusbehörde 32 Ausländer aus acht Staaten. Dazu gehörten Bürger Indiens, der USA, Großbritanniens, Portugals, Chinas, der Niederlande, Belgiens und der Türkei.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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