Ratgeber

Begehrter Kartoffelsnack Was taugen Tiefkühl-Pommes?

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Mitunter enthalten die Kartoffelstäbchen doch unschöne Zutaten.

(Foto: imago/CTK Photo)

Pommes Frites erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Doch nicht immer bleibt die Zeit zum Selbermachen oder für den Gang an die Imbissbude. Gut, dass es dann die gelben Stäbchen aus der Tiefkühltruhe gibt. Oder doch nicht? "Öko-Test" kennt die Antwort.

Pommes Frites sind als Snack oder Beilage der Renner. Und sie sind fast überall erhältlich - etwa in Restaurant oder Imbissbuden. Geduldige und mit einer Friteuse ausgestattete Schlemmer machen sie sogar selber. Waschen, schälen, schneiden, frittieren. Und fertig. Wer aber nicht noch mal vor die Tür möchte oder eben selbst Hand anlegen will, kann auch einfach ins entsprechend bestückte Kühlregal greifen und die dort gelagerten Tiefkühl-Pommes in den Backofen stecken. "Öko-Test" hat sich des Themas angenommen und geschaut, was die bequeme Alternative kostet.

Eines vorneweg: Für die perfekten Pommes ist die richtige Kartoffelsorte entscheidend. Diese sollte viel Stärke und wenig Zucker enthalten. Auch eine gute Lagerfähigkeit ist wichtig. Kenner nutzen deshalb die Sorten Agria, Lady Amarilla und Fontane. Vermutlich ist das dem Fertigpommes-Esser aber egal. Wichtig ist, dass die Kartoffelstäbchen schmecken und nach Möglichkeit nicht allzu ungesund sind. Und immerhin von 19 getesteten Produkten erhielten 8 das Testurteil "sehr gut" oder "gut".

Hauptsache lecker?

Weniger erfreulich ist, dass in einigen Tiefkühl-Pommes erhöhte Werte des Schadstoffes Acrylamid nachgewiesen wurden. Mit Ausnahme von drei Marken enthielten alle Tiefkühlpommes im Test diesen Stoff. Acrylamid entsteht, wenn kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Kartoffeln gebacken, gebraten, frittiert oder geröstet werden. Der Schadstoff löst in Tierversuchen Krebs aus und ist erbgutschädigend.

In einigen Packungen konnte zudem Chlorpropham nachgewiesen werden. Konventionelle Landwirte greifen oft zu diesem Keimhemmer, der ebenfalls vermutlich krebserregend ist. Frei davon sind nur die vier Bio-Produkte im Test. Die Öko-Bauern versuchen, die Keimbildung durch eine temperaturgesteuerte Lagerung zu verhindern.

Unverständlich für die Tester ist zudem, dass zwei Hersteller den Fritten Glukose beziehungsweise Dextrose zusetzen. Der zusätzliche Zucker ist demnach vollkommen unnötig.

Dass es auch anders geht, zeigt der Testsieger "Natural Cool Pommes Frites" von Demeter. Auch wenn das Produkt Spuren von Acrylamid enthält, gab es dennoch ein "sehr gut". Genauso wie für die Fritten von "Real Quality Pommes Frites" von Real. Das Kilo ist für durchschnittlich 3,32 Euro beziehungsweise nur 1,49 Euro zu haben. Für "gut" befunden wurden unter anderem die "Alnatura Pommes Frites" von Bioland und die "Dennree Pommes Frites" von Naturland (beide 2,82 Euro pro Kilo).

Ausgerechnet das vielleicht bekannteste Produkt im Test wurde als einziges mit "mangelhaft" bewertet: so konnten die "McCain 1-2-3 Frites Original" vor allem wegen zu hoher Schadstoffwerte nicht punkten.

Quelle: ntv.de, awi