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Tipps gegen unangenehmen Geruch Was tun, wenn die Waschmaschine stinkt?

Sind Handtücher nach dem Waschen hart, kann das an der falschen Dosierung des Waschmittels liegen. Oder sie sind in einem Raum ohne Luftzug getrocknet. Foto: Andrea Warnecke

Müffelt die Maschine, überträgt sich das natürlich auf die Wäsche.

(Foto: dpa-tmn)

Nicht immer riecht frisch gewaschene Wäsche so, wie sie sollte. Nämlich frisch und sauber. Ganz im Gegenteil, mitunter müffeln die Maschine und Inhalt gewaltig. Höchste Zeit für Gegenmaßnahmen also - hier sind welche.

Frisch gewaschene Wäsche sollte sauber sein und angenehm duften. Doch durch die Nutzung von Sparprogrammen und Niedrigtemperaturwäschen kommt es häufiger vor, dass die Waschmaschine muffig riecht - und die Wäsche ebenso. Meist sind dafür Bakterien verantwortlich. Diese können sich auf die unterschiedlichste Art und Weise in der Maschine ausbreiten. Hier sind ein paar Tipps, wie man unangenehme Gerüche schnell und unkompliziert loswird. Los geht's:

Flusensieb reinigen

Zuallererst sollte das Flusensieb der Waschmaschine sauber gemacht werden. Das Sieb fängt Textilfasern, Haare, Federn und Papiertaschentuchreste auf. Wird es nicht regelmäßig mit einem Badreiniger oder Seife gereinigt, kann sich auf den nassen Fusseln Schimmel bilden. Der davon ausgehende modrige Geruch bleibt auch in der Wäsche hängen.

Türgummi sauber machen

Dann sollte sich - am besten nach jedem Waschgang - das Bullaugengummi vorgenommen werden. Denn in der Falte des Türgummis sammeln sich bei jedem Waschgang Feuchtigkeit und Waschrückstände - ein idealer Nährboden für Keime und Bakterien. Die Falte im Gummi muss für die Reinigung zurückgezogen und Schmutz mit einem Lappen entfernt werden.

Tipp: Damit der Belag erst gar nicht entsteht, ist es wichtig, die Tür nach dem Waschen immer offen stehen zu lassen. Dann kann die Restfeuchte entweichen und den Keimen wird die feuchte Umgebung entzogen, in der sie sich am wohlsten fühlen.

Ein Blick in die Einspülkammer

Aber auch die Waschmittelschublade sollte regelmäßig gereinigt werden. Denn sonst können sich mit der Zeit Pilze und Bakterien ausbreiten und schleimige oder schwarze Schichten bilden. Dazu muss die Verriegelung gelöst, und das Fach herausgezogen werden. Danach die Waschmittelschublade unter fließendem Wasser mit einem Badreiniger abwaschen, oder besser - die verschmutzte Einspülkammer erst im Waschbecken einweichen und die Beläge dann mit einer alten Zahnbürste abschrubben. Alternativ kann das Fach auch einfach in der Spülmaschine gesäubert werden. Hierfür sollte kein zu heißer Spülgang gewählt werden, denn ansonsten könnte sich das Plastik der Waschmittelschublade verformen.

In Gebieten mit kalkhaltigem Wasser sollten Sie auch die Einspritzdüsen säubern. Durch sie läuft das Wasser in die Waschmittelschublade. Wenn diese verkalken, kann das Waschmittel nicht mehr vollständig gelöst werden.

Tipp: Das Fach nach dem Waschen immer einen Spalt offen lassen, damit es trocknen kann.

Waschgang bei hohen Temperaturen

Wird die Wäsche ausschließlich bei niedrigen Temperaturen von 20, 30 oder 40 Grad gewaschen, kann sich im Innenraum der Maschine ein Film bilden, in dem sich Bakterien und Pilze wohlfühlen. Dann kann es aus der Maschine muffig und abgestanden riechen. Aus diesem Grund sollte die Wäsche ein- bis zweimal im Monat bei 60 Grad und mit Vollwaschmittel gereinigt werden. Das enthält Bleiche und sorgt gemeinsam mit den höheren Temperaturen dafür, dass sich der Film löst. Außerdem können Vorwäsche und ein weiterer Spülgang sinnvoll sein.

Waschmaschine regelmäßig entkalken

Keime und Bakterien lassen sich gerne auf Kalkablagerungen nieder. Deshalb ist es wichtig, die Waschmaschine regelmäßig zu entkalken. Außerdem erhöht eine verkalkte Maschine den Energieverbrauch und zusätzlich leidet die Wäsche: Weiße Stoffe werden mit der Zeit grau - bunte Textilien verlieren ihre Strahlkraft.

Tipp: Damit frische Wäsche nicht müffelt, sollte sie direkt nach dem Waschen aufgehängt werden.

Mit Hausmitteln reinigen und entkalken

Auch mit einigen herkömmlichen Hausmitteln lässt sich die Waschmaschine reinigen und entkalken.

  • Zitronensäure: Sie kann zum Entkalken und Reinigen der Waschmaschine verwendet werden. Sie benötigen 100 Gramm der Säure, diese in zwei Liter Wasser auflösen. Die Mischung ins Waschmittelfach geben und die unbefüllte Maschine bei 60 oder 90 Grad laufen lassen.
  • Essig: Neben Zitronensäure wird auch Essigessenz häufig zum Entkalken von Waschmaschinen vorgeschlagen. Allerdings besteht die Gefahr, dass Essig oder Essigessenz mit der Zeit Kunststoffschläuche oder andere Kleinteile beschädigen können.
  • Natron: Das Pulver ist ein gutes Hausmittel, um die Waschmaschine zu reinigen, denn es entfernt schlechte Gerüche. Die leere Waschmaschine einfach mit 50 Gramm Natron im Waschmittelfach bei mindestens 60 Grad laufen lassen.
  • Spülmaschinentabs: Sie helfen zwar beim Reinigen der Waschmaschine, sind aber nur bedingt gegen Verkalkungen zu empfehlen. Einfach einen Spülmaschinentab zur Reinigung in die leere Trommel legen und einen Waschgang bei 60 oder 90 Grad wählen.

Waschmaschinenreiniger nutzen

Vor der Anwendung eines Waschmaschinenreinigers sollten erst alle anderen Reinigungsmaßnahmen durchgeführt werden. Wenn das nicht geholfen hat, kann ein spezieller Reiniger Abhilfe schaffen. Dazu das Mittel, das es in flüssiger Form oder als Pulver gibt, in die Trommel oder das Waschmittelfach geben und den Waschgang starten. Je nach gewähltem Mittel wird nun der Schmutz sowie Bakterien oder der Kalk oder dank eines 3-1-Universalreinigers alles gleichzeitig beseitigt.

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Danach sollte immer ein leerer Waschgang durchgeführt werden. Zum einen werden dadurch angelöster Kalk und alte Seifenrückstände weggespült, bevor sie sich wieder festsetzen können, und zum anderen könnte in diesen Rückständen noch ein Rest von Chlor oder Aktivsauerstoff sitzen. Diese Rückstände würden die Wäsche beim nächsten Waschgang eventuell entfärben.

Tipp: Das Mittel sollte höchstens ein bis dreimal im Jahr angewendet werden, je nach Häufigkeit der Nutzung der Waschmaschine.

Quelle: ntv.de, awi