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15 neue Frontlader Waschmaschinen mit Bullaugen im Test

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Die Tester merken kritisch an, dass bei niedrigen Temperaturen manche Keime den Waschgang überleben.

(Foto: picture alliance / Armin Weigel/)

Was haben Autos und Waschmaschinen gemeinsam? Richtig, sie werden immer größer. Ob das sinnvoll ist, sei dahingestellt. Warentest hat sich dennoch neue Geräte angeschaut. Waschen können alle gut - einigen fehlt jedoch der Schutz vor Wasserschäden.

Um die Kleidung sauber zu bekommen, ist die Größe der Waschmaschine erst mal nicht entscheidend. Ungeachtet dessen wird das Fassungsvermögen der Geräte immer größer, denn Hersteller können so ein besseres Energielabel erreichen. Und das, obwohl in 40 Prozent aller deutschen Haushalte nur eine Person lebt und schmutzige Wäsche ja zunehmend in der Kloake des Internets gewaschen wird. Was allerdings Ärger bringen kann. Aber abgesehen davon konnte die durchschnittliche Wäschetrommel 1970 nur 4,5 Kilo fassen, mittlerweile liegt der Schnitt bei 7 Kilo. Aber auch bis zu 12 Kilo sind keine Seltenheit.

Und trotzdem fallen bei einer Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern durchschnittlich fünf Maschinen Wäsche pro Woche an. Manchmal auch noch mehr. Paare und Singles müssen die Geräte nicht ganz so oft beladen. Aber ist die Trommel nicht voll, erhöht das unnötig den Wasser- und Energieverbrauch.

Ein gutes Energielabel ist deshalb bei Verbrauchern besonders begehrt. Allerdings gilt die versprochene Sparleistung nur dann, wenn auch tatsächlich im Sparprogramm gewaschen wird. Doch das Waschverhalten der Deutschen weicht zum Teil deutlich von den Idealbedingungen beim Energieverbrauch ab. Unter anderem, wenn die Maschinen nicht voll beladen werden. Darüber hinaus nutzen nur die wenigsten Haushalte das Sparprogramm. Mit den zumeist verwendeten Normalprogrammen steigt der Energieverbrauch auf das Zwei- bis Dreifache.

15 neue Frontlader im Test

Die Stiftung Warentest hat 15 neue Frontlader - die Waschmaschinen mit dem Bullauge - in seinen regelmäßigen Gerätetest mit aufgenommen. Die meisten Wasch­maschinen sind frei stehende Standgeräte. Sie werden von vorn bestückt und heißen deshalb Frontlader und kosten ­­­­je nach Fassungsvermögen und Hersteller zwischen 299 und 1040 Euro. 

Ergebnis: Im Dauer­test gibt es keine großen Ausfälle - die Wäsche wird sauber. ­11 Geräte bekamen denn auch in der Gesamtbewertung ein "gut". Allerdings schwächeln vier Waschmaschinen beim Schutz vor Wasser­schäden (Bauknecht WAK 91, Candy BWM149PH7/1-S und Koenic KWM71412A3; Gesamtergebnis bei allen "befriedigend"). Bei einer davon ist das Warn­system sogar mangelhaft (Privileg PWFM643/"ausreichend").

Davon abgesehen sind die Tester mit den untersuchten Geräten zufrieden. Am besten waschen, spülen und schleudern unter anderen die Bosch WAG28491 ("gut"/1,6/690 Euro, 8 Kilo) sowie die günstige Beko WYAW714831LS ("gut"/1,8/395 Euro, 7 Kilo). Wer es eine Nummer kleiner mag, ist mit der 6-Kilo-Maschine von Bosch gut bedient (WAN280H1/"gut"/1,8/495 Euro).

Quelle: n-tv.de, awi

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