Ratgeber

Mehr Geld durch Erfahrung Wo dranbleiben lohnt

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In akademischen Berufen erleben Arbeitnehmer deutlich stärkere Gehaltsanstiege als in Jobs, die eine Lehre erfordern.

Jobeinsteiger fangen zunächst mit einem meist geringen Gehalt an, welches dann aber mit zunehmender Erfahrung kontinuierlich ansteigt. Bei welchen Berufen dies zutrifft, zeigt eine Untersuchung, die zwischen Akademikern und Beschäftigten in Ausbildungsberufen unterscheidet.

Für jene, die nicht nur aus Spaß an der Freude täglich zur Arbeit gehen, heißt es: Augen auf bei der Berufswahl. Zumindest dann, wenn sich das Malochen wenigstens mittelfristig auch finanziell lohnen soll. Denn meist steigen Berufsanfänger ja mit einem vergleichbar niedrigen Lohn ein, der sich dann im Laufe der Jahre kontinuierlich steigert. Hoffentlich.

In welchen Berufen diese Hoffnung nicht enttäuscht wird, zeigt eine Untersuchung des Vergleichsportals Gehalt.de, bei der Gehaltsdaten von 22.795 langjährigen Beschäftigten ausgewertet wurden. Ergebnis:  Akademiker können als Patentingenieure ihr Einstiegsgehalt von 50.100 Euro nach neun Jahren im Beruf fast verdoppeln (97.100 Euro). Beschäftigte im Business Development (+84 Prozent) und Justitiare (+75 Prozent) dürfen sich ebenfalls über einen starken Gehaltsanstieg freuen. Rechtsanwälte verdienen anfangs 51.300 Euro und nach neun Jahren rund 71.600 Euro im Jahr - der Zuwachs von 25 Prozent ist damit verhältnismäßig schwach.

Unter den Beschäftigten ohne Studienabschluss liegt der höchste Anstieg bei den Firmenkundenbetreuern im Bankenwesen mit 27.700 Euro (+63 Prozent). Auf dem zweiten Rang liegt das Gehaltsplus von Versicherungsberatern (+49 Prozent). Hier stieg das Jahreseinkommen innerhalb von neun Jahren von 33.700 auf 50.200 Euro.

Kellner und Friseure können nach derselben Zeit im Beruf nur einen Gehaltsanstieg zwischen 5 und 7 Prozent verzeichnen. Die Einstiegsgehälter in beiden Berufsgruppen liegen unter 23.000 Euro und steigen nach neun Jahren um circa 1000 Euro an. Das Einkommen von Berufskraftfahrern (27.700 Euro) nimmt mit 9 Prozent ebenfalls verhältnismäßig schwach zu und liegt nach neun Jahren bei 29.600 Euro.

Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de, rät Beschäftigten, die ihr Einkommen deutlich steigern möchten, öfter die Stelle zu wechseln, sich weiterzubilden und so leitende Positionen anzustreben.

Quelle: n-tv.de, awi

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