Reise

Neues Wahrzeichen für Hamburg Ist die Elbphilharmonie ein Touristenmagnet?

Sie ist ein Bau der Superlative - die Elbphilharmonie ist aber auch extrem teuer geworden. Nun soll sie Hamburgs neue Attraktion werden. Ob's klappt? Zumindest in den ersten Tagen nach der Fertigstellung strömen die Besucher zum neuen Wahrzeichen.

Nach vielen Jahren Bauzeit und mit einer gehörigen Kostenexplosion ist die Elbphilharmonie fertiggestellt - und nun können sich Besucher das Ganze auch genau angucken. Die Hamburger Elbphilharmonie galt, neben dem Flughafen Berlin Brandenburg, jahrelang als Synonym für Missmanagement und Steuerverschwendung in Deutschland. Der erste Spatenstich für das Mega-Projekt erfolgte am 2. April 2007, die Fertigstellung der "Musikkathedrale" wurde für das Jahr 2010 angesetzt. Heute, mehr als neun Jahre nach Baubeginn, kann man über den ursprünglichen Zeitplan nur müde lächeln.

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Die Akustik der Elbphilharmonie soll besonders gut sein.

(Foto: REUTERS)

Anfang November 2016 öffneten die Plaza und das Hotel zum ersten Mal ihre Pforten. Das NDR Elbphilharmonieorchester wird am 11. Januar 2017 den großen Konzertsaal einweihen.

Über die Kosten wird immer noch viel geredet: Stattliche 789 Millionen Euro. Weil das Projekt so viel Geld verschlungen hat, soll es zumindest auch möglichst viele Besucher der Hansestadt anlocken.

Besucher erobern Aussichtsplattform

Hübsch anzusehen ist der Bau in der Hamburger "HafenCity", da sind sich Politiker, Verantwortliche und Besucher einig. Apropos Besucher: Die Plaza, eine Aussichtsplattform in 37 Meter Höhe über der Elbe, konnte sich bislang nicht über zu wenige Interessierte beklagen. Das obligatorische Selfie darf dabei nur bei den wenigsten fehlen - die Elbphilharmonie hat sich binnen weniger Tage zu einem der meistfotografierten Orte der Hansestadt gemausert. Immerhin zwei Euro kostet ein einstündiger Aufenthalt. Umgerechnet wäre der Prunkbau also mit dem 433-millionsten Besucher abbezahlt. Zugegeben, ein wenig tröstender Fakt.

Natürlich wird es einer kulturellen Einrichtung nicht gerecht, sie allein an ihren Kosten zu messen. Konzertsäle, Plaza, Restaurants: Die Elbphilharmonie besitzt durchaus das Zeug, sich zum Hamburger Wahrzeichen aufzuschwingen und das "Tor zur Welt", wie die Hamburger ihren Hafen nennen, ist fraglos um eine Perle reicher geworden. Wie lange es dauert, bis der fade Beigeschmack verschwindet, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.

Quelle: ntv.de, sgu/spot

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