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"Finanztest" prüft Krankenkassen Unterschiedliche Leistung bei Reiseimpfung

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Impfungen sind vor einer Fernreise besonders wichtig.

(Foto: imago/Christian Ohde)

Krankenkassen zahlen nicht immer alle Reiseimpfungen von Urlaubern. "Finanztest" hat 25 Kassen darauf geprüft. Wer viel reist, sollte sich in Sachen Impfschutz deshalb gut informieren und auch einen Impfzeitraum mit einplanen.

Wer eine Fernreise macht oder sich längere Zeit im Ausland aufhält, sollte sich unbedingt über Impfungen informieren. Die Ständige Impfkommisson (Stiko) empfiehlt die gegen Cholera, FSME, Gelbfieber, Hepatitis A/B, Influenza, Meningokokken, Tollwut und Typhus. Doch das ist auch ein Kostenfaktor. "Finanztest" hat 25 Krankenkassen bezüglich ihrer Impfleistungen geprüft. Wer übernimmt wie viele?

Die Hepatitis-Impfungen werden in drei Dosen gesetzt. Das kostet insgesamt 240 Euro. 13 von 25 untersuchten Krankenkassen zahlen alle Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission empfohlen werden. Aber: Reiseimpfungen sind bei Krankenkassen zusätzliche Leistungen. Die meisten zahlen zumindest einen Teil davon, es kann aber sein, dass der Kunde in Vorleistung gehen und sich das Geld erst später von der Kasse zurückholen muss. Große Kassen wie Barmer oder AOK Bayern zahlen weniger: Sie erstatten insgesamt zwischen 50 und 100 Euro für Reiseimpfungen.

Von Kasse zu Kasse unterschiedlich

Vor Malaria schützt eine spezielle Prophylaxe mit Medikamenten. Das empfiehlt auch das Auswärtige Amt. Diese Prophylaxe ist auch keine Regelleistung. Doch Kassen wie Audi BKK, Big direkt Gesund, HEK, Knappschaft, TK und Viactiv übernehmen diese Leistungen sowie auch die Impfung gegen die Japanische Enzephalitis.

Es gilt deshalb der Rat: Urlauber sollten sich vorab bei ihrer Kasse und auch den Tropeninstituten informieren, welche Impfungen notwendig sind. Bei den Krankenkassen gibt es dann auch direkte Hinweise über mögliche Kosten. Reisende sollten auch einen Impfzeitraum mit einplanen.

Die Kassen mit dem größten Leistungsumfang bei Reiseimpfungen: Audi BKK, Big Direkt Gesund, HEK, Knappschaft, TK, Viativ Krankenkassen. Sie zahlen die Stiko-Empfehlungen sowie beispielsweise die Malaria-Prophylaxe.

Quelle: n-tv.de, sgu

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