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Japaner "haben nicht den Körper" Angola gelingt bei Handball-WM Historisches

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Angola feierte bei seiner vierten WM-Teilnahme den erst zweiten Vorrundensieg. Und Rome Hebo war mit sieben Treffern der Matchwinner.

Am zweiten Tag nimmt die Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark Fahrt auf. Angola gelingt die erste Turnier-Überraschung. Russland und Ungarn mühen sich. Auch die Kroaten müssen hart arbeiten, feiern am Ende aber zumindest einen Erfolg.

Gruppe A

Frankreich - Brasilien 24:22: Die hoch gehandelten Franzosen besiegten in der deutschen Gruppe A Brasilien in Berlin nach einer schwachen Angriffsleistung mühevoll mit 24:22. Dika Mem und Michael Guigou erzielten gegen die Brasilianer jeweils sechs Treffer. Entscheidend für den Arbeitssieg war aber der starke Torhüter Vincent Gerard. José Toledo war vor 10.529 Zuschauern mit acht Treffern bester Werfer der Südamerikaner.

Russland - Serbien 30:30: Russland hat einen Sieg zum Auftakt verpasst. Der Ex-Weltmeister musste sich gegen den ehemaligen Vize-Europameister Serbien in der deutschen Gruppe A in Berlin mit einem 30:30 (16:16) begnügen. Überragender russischer Spieler war Linksaußen Timur Dibirow mit 12 Toren bei 13 Versuchen. Bei den Serben erzielte Nemanja Ilic sechs Treffer.

Gruppe B

Spanien - Bahrain 33:23: Ex-Weltmeister Spanien setzte sich gegen Außenseiter Bahrain in der  Gruppe B in München erwartungsgemäß mit 33:23 (16:11) durch. Erfolgreichster Werfer der Partie war Spaniens Ferran Sole mit sieben Toren.

Kroatien - Island 31:27: Medaillenanwärter Kroatien hat seinen ersten Härtetest bei der Handball-WM mit etwas Mühe bestanden. Der Ex-Weltmeister besiegte Island in einem teils hochklassigen Duell in München nach einer starken Schlussphase mit 31:27 (16:14) und hat damit den ersten Schritt Richtung Hauptrunde gemacht. Dort könnte der zweimalige Olympiasieger unter anderem auf Co-Gastgeber Deutschland treffen. Bester Werfer der vom Kieler Domagoj Duvnjak angeführten Kroaten vor 12.000 Zuschauern in der Olympiahalle war Luka Stepancic mit acht Toren. Für den EM-13. Island erzielte der Ex-Kieler Aron Palmarsson vor den Augen von Bayern-Trainer Niko Kovac sieben Treffer.

Japan - Mazedonien 29:38: Ex-Bundestrainer Sigurdsson musste mit Japan beim 29:38 (13:18) gegen Mazedonien in München trotz einer insgesamt ordentlichen Leistung eine Auftaktpleite hinnehmen. "Wir waren mutig und haben Spaß gehabt. Wir hatten aber nicht die Größe und den Körper. Phasenweise haben wir es gut gemacht", sagte der Isländer, der die deutschen Handballer 2016 sensationell zum EM-Titel geführt hatte. Bester Werfer beim Sieger vor 7500 Zuschauern war der 38-jährige Kiril Lazarov mit acht Toren.

Gruppe C

Österreich - Saudi-Arabien 29:22: Die Österreicher besiegten im dänischen Endspielort Herning Saudi-Arabien mit 29:22 (15:9).

Norwegen - Tunesien 34:24: In der Gruppe C starteten die viel beachteten Norweger im dänischen Herning mit einem 34:24 gegen Tunesien ins  Turnier. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte der Flensburger Magnus Jondal mit neun Treffern.

Gruppe D

Angola - Katar 24:23: Kleine Sensation durch Angola: Das Team bezwang den ehemaligen Vize-Weltmeister Katar in Kopenhagen völlig überraschend durch ein Tor in letzter Sekunde mit 24:23 (12:8) und feierte bei seiner vierten WM-Teilnahme den erst zweiten Vorrundensieg. Zuletzt war dies vor 14 Jahren gegen Kanada gelungen. Angolas Matchwinner war Rome Hebo mit sieben Toren. Vor zwei Jahren bei der WM in Frankreich hatte der Dritte der Afrikameisterschaft nach sieben Niederlagen in sieben Spielen noch den letzten Platz belegt. Dagegen steht Katar nach zwei Gegentoren in der dramatischen  Schlussphase bereits gehörig unter Druck.

Argentinien - Ungarn 25:25: Ungarn kam derweil gegen Argentinien überraschend nicht über ein 25:25 (13:10) hinaus.

Schweden - Ägypten 27:24: In einem weiteren Spiel der Gruppe D hatte Vize-Europameister Schweden beim 27:24 gegen Ägypten keine Mühe. Erfolgreichste Schweden waren die beiden Bundesliga-Profis Jim Gottfridsson (SG Flensburg-Handewitt) und Lukas Nilsson (THW Kiel) mit je fünf Toren.

Quelle: n-tv.de, jwu/sid/dpa

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