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"Biegler-Ladys" in EM-Hauptrunde Deutsche Handballerinnen besiegen Polen

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Clara Woltering (r.) fehlt nur noch ein Spiel - dann zieht sie mit Rekordhalterin Grit Jurack gleich.

(Foto: imago/Newspix)

Mit einem knappen Sieg gegen den WM-Vierten Polen erreichen die deutschen Handball-Damen die Hauptrunde der EM in Schweden. Zu verdanken ist das nach einem nervösen Start vor allem der erfahrenen Torhüterin Clara Woltering.

Die "Biegler-Ladys" haben bei der Handball-EM in Schweden ihr Zwischenziel erreicht: Im abschließenden Vorrundenspiel besiegte das deutsche Team den WM-Vierten Polen 23:22 (12:10) und steht damit sicher in der Hauptrunde. Svenja Huber war mit sieben Toren erneut die beste Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die nun in Göteborg auf Schweden, Serbien und Spanien trifft.

Wie in den Spielen zuvor schaffte es die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler vor 1875 Zuschauern in Kristianstad trotz des Sieges nicht, ihre sehr hohe Qualität über weite Strecken abzurufen, immer wieder gab es Phasen, in denen es nicht wie gewünscht lief. Teils wirkte das Team im Hinblick auf das wichtige Weiterkommen etwas nervös. Doch auch Polen konnte zum dritten Mal nicht überzeugen.

Deutschland kam nur schleppend in die Partie, Huber traf erst nach 3:30 Minuten per Siebenmeter. Zuvor hatten Kim Naidziniavicius und Anne Hubinger gegen die zwischenzeitliche 5:1-Deckung der Polinnen drei gute Chancen ausgelassen. Auch auf den Rängen waren die Fans aus Polen optisch und akustisch überlegen. Nach gut fünf Minuten wurde Deutschland in der Offensive besser, übernahm die Initiative und baute die Führung sogar in Unterzahl auf 6:3 aus.

Woltering kratzt am Rekord

Dank eines variablen Angriffsspiels und stets mehrerer Wurfoptionen spielten sich Spielführerin Anna Loerper und Co. deutlich mehr Möglichkeiten heraus als zu Beginn. Hinten ließen die "Biegler-Ladies", wie sich das Team selbst nennt, in manchen Phasen zu viele Würfe zu und konnten sich einmal mehr bei Torhüterin Clara Woltering bedanken, die erneut überragend hielt. Die 33-Jährige machte ihr 36. EM-Spiel, damit fehlt ihr nur noch eine Partie auf die deutsche Rekordhalterin Grit Jurack.

Gegen Ende der ersten Hälfte schlichen sich jedoch erneut viele kleine Fehler ein, sodass die DHB-Auswahl nach zuvor komfortablem Polster nur mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine ging. Auch nach dem Seitenwechsel ging es zunächst so weiter - und weil Deutschland die Führung von drei bis vier Toren nicht halten konnte, kam Polen knapp sieben Minuten vor dem Ende sogar zum Ausgleich. In einer äußerst spannenden Schlussphase hatte Deutschland dann das bessere Ende für sich.

Quelle: ntv.de, jug/sid