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Auftakt von neuer Elektro-Rallye Deutsche Pilotin überschlägt sich mehrfach

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Da war das Auto noch ganz.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Mit großen Zielen startet die Extreme E in ihr erstes Rennen. Für Schlagzeilen sorgt bei der vollelektrischen Serie aber nicht der Antrieb, sondern ein spektakulärer Unfall. Die deutsche Pilotin Claudia Hürtgen crasht heftig, aber offenbar glimpflich.

Mit einem gewaltigen Schreckmoment hat für Claudia Hürtgen die neue Rennserie Extreme E in der saudi-arabischen Wüste von Al-Ula begonnen. Die in vielen Rennserien erprobte Aachenerin überstand einen spektakulären Überschlag mit ihrem Abt Cupra XE bis auf einen schmerzhaften Biss in die eigene Zunge unverletzt. "Claudia geht es gut", teilte das Abt-Team mit: "Sie war die ganze Zeit ansprechbar, konnte aber nicht antworten, weil der Funk ausgefallen war."

Hürtgens Auto hatte in einem langgezogenen Rechtsknick die Bodenhaftung verloren und sich mehrfach überschlagen. "Ich bin vielleicht auf einen Stein gefahren", sagte Hürtgen, die sich aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien konnte. Von ihrem Auto war da nur noch wenig so, wie noch wenige Sekunden zuvor. Als die Staubwolke sich verzogen hatte, lag der Abt-Rennwagen halb auf dem Dach und halb auf der Seite. Das zweite Qualifying konnte sie allerdings nur als Zuschauerin verfolgen. Das Auto sei "ziemlich Schrott", teilte Abt-Pressesprecher Mark Schneider mit: "Heute wird das nichts mehr."

In der Extreme E gehen die Teams mit SUVs mit Elektromotor an den Start. Das selbst erklärte Ziel der Rennserie ist es, an Orten zu fahren, an denen bereits heute die Folgen des Klimawandels sichtbar sind und veranschaulicht werden können. Auch die Gleichstellung soll vorangetrieben werden, deshalb besteht ein Team jeweils aus einem Piloten und einer Pilotin.

Neun Teams sind am Start, dabei kommt es zum Duell der einstigen Mercedes-Stallgefährten und Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg und Lewis Hamilton, die jeweils einen eigenen Rennstall unterhalten. Mit Jenson Button ist auch ein dritter Ex-Champion aus der Königsklasse des Motorsports dabei - der Brite tritt aber nicht nur als Teambesitzer an, sondern auch als Fahrer. Als Namensgeber und Pilot dabei ist auch Carlos Sainz, vierfacher Sieger der traditionsreichen Rallye Dakar.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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