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Die Handball-EM im RE-LIVE Deutsches Team schlägt sich böse selbst

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Eine Ohrfeige - auch für Keeper Andreas Wolff. Die Deutschen sind raus aus dem EM-Turnier.

(Foto: dpa)

Der Traum von der EM-Titelverteidigung ist geplatzt: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft verpasst aufgrund einer schwachen Spielhälfte gegen Spanien den Einzug ins Halbfinale. Eine krachende Niederlage für Team und Fans. Die Handball-EM im n-tv.de Liveticker.

SCHLUSS: Alles-oder-Nichts - das war die Ausgangslage. Und das Ergebnis ist eindeutig: Nichts. Mit diesem bitteren Fazit verabschiede ich mich - und hoffe, dass Sie dennoch einigermaßen schlafen können. Danke fürs Mitlesen!

Wer noch nicht genug gelesen hat: Hier geht's zum Spielbericht.

Die Statistik zum Spiel:

Deutschland - Spanien 27:31 (13:14)

Deutschland: Wolff (Kiel), Heinevetter (Berlin) - Häfner (Hannover/5), Reichmann (Melsungen/4), Weber (Leipzig/4), Kühn (Melsungen/4), Groetzki (Rhein-Neckar Löwen/2), Pekeler (Rhein-Neckar Löwen/2), Wiencek (Kiel/2), Kohlbacher (Wetzlar/2), Gensheimer (Paris/2/1), Weinhold (Kiel), Dahmke (Kiel), Fäth (Berlin), Janke (Leipzig), Lemke (Melsungen)

Spanien: Perez de Vargas, Corrales - Balaguer (6), Duschebajew (5), Sole (5/5), Aguinagalde (4), Gurbindo (4), Entrerrios (4), Sarmiento (2), Arino (1), Figueras, Rivera, Canellas, Guardiola, Goni Leoz, Morros.

Schiedsrichter: Pichon/Reveret (Frankreich)

Zeitstrafen: 2:1

Siebenmeter: 2/1:6/5

SCHLUSS: Andreas Wolff ist ein fairer Teamplayer. "Wir haben alle genauso Schuld", erklärt er im Interview. "Wir spielen eine insgesamt enttäuschende Europameisterschaft", zieht er ein deutliches Fazit. "Wir haben wie eine Schülermannschaft die Bälle nebens Tor geschmissen." Da ist einer mächtig bedient.

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Verzweiflung pur bei Christian Prokop.

(Foto: dpa)

SCHLUSS: "Wir schenken das Spiel innerhalb von fünf Minuten ab. Das ist sehr bitter, weil wir genug Zeit hätten, dass disziplinierter zu Ende zu spielen", sagt Christian Prokop im ZDF. "Wir hatten zu viele Sachen, die nicht am Optimum laufen. Aber heute muss man klar sagen, dass Spanien verdient gewonnen hat, weil wir uns selbst schlagen." Was nimmt er selbst mit? "Das Turnier wird mir helfen", sagt Prokop.

SCHLUSS: "In der zweiten Halbzeit haben wir es einfach nicht gut gemacht. Wir haben uns da nicht gut angestellt und einfach Bälle weggeworfen", sagt ein sichtlich bedienter Julius Kühn. Ihm fehlen die Worte - und er hat sichtlich mit sich und seiner Fassung zu kämpfen.

SCHLUSS: Die Spanier feiern - und stehen, letztlich völlig verdient, im Halbfinale. Als zweiter Halbfinalist aus der deutschen Gruppe stand Dänemark bereits fest.

SCHLUSS: "In der Tat war das, was wir gemacht haben, einfach nicht würdig ins Halbfinale einzuziehen", sagt Bob Hanning im ZDF. "Wir haben das Spiel binnen fünf Minuten aus der Hand gegeben." Und weiter: "Ich bin sehr enttäuscht. Wir wollten die Möglichkeit haben, um eine Medaille zu spielen."

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Bitter - die Deutschen schlagen sich selbst.

(Foto: REUTERS)

SCHLUSS: Da werden einige Fragen beantwortet werden müssen. Was bitte ist in der Kabine passiert?! Die erste Halbzeit war wirklich ordentlich - und dann das. Unfassbar.

60. Minute, 27:31: Die letzte Szene passt zur zweiten Halbzeit: Keeper Corrales hält mit breiter Brust. Und aus.

60. Minute, 27:30: Das ist nur noch Ergebniskosmetik: Gensheimer trifft mal - aber auch weil die Spanier bereits jubilieren.

59. Minute, 26:30: Kühn trifft jetzt wieder. Aber das hilft nichts mehr. Hängende Köpfe, die deutschen Fans starren bedröppelt. Das ist sehr schade.

56. Minute, 23:30: Erst trifft er spanische Angriff, dann baut Julius Kühn den nächsten Bock. Und dann geht gleich der nächste Versuch der Spanier viel zu locker wieder rein.

55. Minute, 23:28: "Kopf hoch halten", fordert Prokop in der Auszeit. Das sieht nicht nach allzu viel Glauben aus - aber wen wundert's.

54. Minute, 23:28: Jetzt Treffer am laufenden Band. Die deutsche Abwehr ist nicht mehr so konsequent, man hilft sich nicht mehr gut aus. Prima, dass Heinevetter einen Ball hält. Nur - dann schenkt er ihn im weiten Wurf kläglich wieder ab.

53. Minute, 22:27: Ich wollte schon schreiben für sechs Tore, da waren es wieder "nur" noch fünf. Weil Kohlbacher trifft.

52. Minute, 21:26: Heinevetter hält, schneller Ball auf Reichmann, der macht's. Aber nur noch acht Minuten - für fünf Tore ...

51. Minute, 20:26: Prokop wirft jetzt alle rein. Wilde Wechsel - und Jannick Kohlbacher trifft. Bleibt dann gleich in der Abwehr.

50. Minute, 19:26: Daniel Sarmiento macht es wieder stattlich: Sieben Tore vor.

49. Minute, 19:25: Aber wenn das Zeitspiel für Spanien angesetzt ist und Alex Dujshebaev so durchkommt - oh weh. Und auf der anderen Seite wird nicht verwertet.

49. Minute, 19:24: Beide Seiten treffen - für Deutschland geht's endlich über außen. Reichmann ist dran.

48. Minute, 18:23: Gensheimer täuscht einen Wurf an, zieht die Abwehr auf sich und passt geschickt zu Häfner - der macht's.

47. Minute, 17:23: Die Bank hat offenbar aufgegeben. Nur noch hängende Köpfe. Mutmacher: Heinevetter hält und im Gegenzug knallt Häfner das 17. Tor rein.

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Kai Häfner trifft endlich.

(Foto: dpa)

45. Minute, 16:23: Die Deutschen sind von der Rolle. Kopflos, ideenlos, sie machen technische Fehler und dann patzen sie auch noch im Abschluss. Was ist da in der Halbzeit passiert?! Und dann endlich mal wieder ein Tor für Deutschland - Häfner trifft.

44. Minute, 15:23: Und dann auch noch ein Siebenmeter gegen Deutschland - der ist natürlich drin. Klar doch.

44. Minute, 15:22: Unfassbar, wie die das gerade herschenken. Die Spanier sind gerade wacher, die Deutschen zweifeln, die Fehler häufen sich. Schon wieder ein Fehlpass nach Außen, wo längst niemand mehr steht.

43. Minute, 15:22: Gleich die nächste Prokop-Auszeit. Der ist jetzt sauer: "Keiner übernimmt die Verantwortung. Das ist schwach!" Ist das schon die Aufgabe? "Lasst uns das mit Respekt beenden", bestimmt er.

43. Minute, 15:22: Und sechs. Das Tor ist jeweils leer, damit im Angriff eine Überzahl entsteht. Hilft halt nix, wenn man sich permanent den Ball klauen lässt. Völlig irre.

42. Minute, 15:21: Und schon wieder. Die Deutschen bestrafen sich mit ihrer Unaufmerksamkeit böse selbst.

41. Minute, 15:20: Ich muss es Ihnen ja mitteilen: Fünf Tore Rückstand. Die Deutschen verlieren gerade viel zu oft unnötig den Ball.

41. Minute, 15:19: Ich schreibe es nur ungern: Vier ... Prokop zieht die grüne Karte - Auszeit.

40. Minute, 15:18: Der war wichtig. Mit Steffen Fäth auf der Platte versucht sich Deutschland zu sortieren. Weil der den Torwart im Gesicht trifft, springt die ganze spanische Bank empört auf. Konsequenz: Gelb gegen Trainer Jordi Ribera.

39. Minute, 15:18: Jetzt sind es schon drei ... Aufpassen, "Bad Boys"! So wird es mit dem Halbfinale ganz knifflig. Sie schenken den Ball jetzt gleich mehrfach zu leicht ab.

36. Minute, 15:17: Silvio Heinevetter kommt für den nächsten Siebenmeter - aber Ferran Sole ist mit allen Wassern gewaschen. Pfiffiger Heber über Heinevetter hinweg ins Tor.

35. Minute, 15:16: Etwas Hektik im Spiel. Erst vergibt Spanien, weil Pekeler noch rechzeitig stört und dann sich Wolff dann ganz breit macht. Dann aber reagiert Weber zu kopflos - und schon ist der Ball wieder weg.

35. Minute, 15:16: Aber die Spanier legen immer wieder vor. Deutschland kann nur reagieren.

34. Minute, 15:15: Gut für Deutschland, gut für Kai Häfner: Bislang war es nicht sein Spiel, jetzt sitzt sein Versuch zum Ausgleich.

33. Minute, 14:15: Balaguer kommt irgendwie an den Kreis - da hat Deutschland einen Moment nicht aufgepasst.

32. Minute, 14:14: Mist! Rune Dahmke vergibt im Tempogegenstoß - ein Manko der Deutschen ist die Chancenverwertung. Aber Wolff steht ja hinten - und das sicher. Er hält den nächsten Angriff fest.

31. Minute, 14:14: Gensheimer kommt für den Siebenmeter zurück - und trifft.

31. Minute, 13:14: Und weiter geht's. Glück für Deutschland - der Wurf von Aguinagalde bleibt hängen.

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Julen Aguinagalde - ein Problem für die "Bad Boys".

(Foto: REUTERS)

HALBZEIT: "Wir müssen noch besser zuschieben. Die Außen müssen außen bleiben, damit wir die ganze Fläche nutzen können", sagt Bob Hanning unmittelbar vor dem Wiederanpfiff im ZDF.

HALBZEIT: Die Außen sind noch nicht gut ins Angriffsspiel eingebunden, ein paar wenige Angriffe laufen zu hektisch und bei den Spaniern ist vor allem Aguinalgalde verdammt abgezockt. Aber: Ordentliche Leistung der "Bad Boys".

HALBZEIT: Minimaler Rückstand. Es ist verdammt eng. "Ich glaube, dass wir noch viel mehr unser Tempospiel nutzen können", sagt Uwe Gensheimer im ZDF. "Denn da sind die Spanier natürlich anfällig mit ihren zwei Abwehrspezialisten." Was er meint: Die Iberer wechseln Abwehr-Angriff - und müssen damit zunächst zur Bank, während die Deutschen in der Zeit nach vorn spielen können.

30. Minute, 13:14: Nach ein bisschen Verwirrung gibt's Freiwurf für die Deutschen. Die Uhr war schon abgelaufen. Aber Kühn bleibt mit seinem Wurf in der Mauer hängen.

30. Minute, 13:14: "Unser Schwerpunkt ist die Kreisabwehr", sagt Prokop in der Auszeit. Dahmke fordert mehr Körper.

29. Minute, 13:14: Weber fasst sich erneut ein Herz. Er täuscht an, dann tut sich eine Lücke auf - und er ist durch.

28. Minute: 12:14: Sch...ade! Tobias Reichmann kommt für einen Siebenmeter erstmals aufs Feld - und nutzt diese Chance zum Ausgleich nicht. Im Gegenzug gehen die Iberer mit zwei in Führung. Entrerrios und Aguinagalde spielen einfach saugut zusammen.

27. Minute, 12:13: Kühn scheitert an Keeper Rodrigo Corrales, der Ball prallt aber ins Feld ab - und Pekeler macht's.

26. Minute, 11:13: Weiter geht's. David Balaguer trifft. Die Spanier spielen beweglich.

26. Minute, 11:12: Adrian Figueras fällt ungünstig auf den Fuß des für Gensheimer eingewechselten Rune Dahmke. Da kommt auf seinen Rücken erstmal ne ordentliche Portion Eisspray. Kurzer Moment Behandlungspause, in der sich Dahmke sofort nach Figueras Befinden erkundigt.

26. Minute, 11:12: Willenswurf von Weber - eine Minilücke ist offen, die er knallhart nutzt.

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Die "Bad Boys" hauen sich in jeden Ball.

(Foto: imago/Agentur 54 Grad)

25. Minute, 10:12: Leichte Beute: Deutschland spielt ohne Torwart, der Abschluss von Häfner aber ist überhastet, geht vorbei und schon ist das Tor für Spanien leer. Den zu vergeben, wäre doof - und das sind die Spanier - in Person von Dujshebaev - nicht ...

24. Minute, 10:11: Kapitän Uwe Gensheimer muss zwei Minuten auf die Bank. Er schiebt außen die Schulter raus - der Siebenmeter ist fällig. Und Sole weiß jetzt, wie's geht.

23. Minute, 10:10: Statt eigener Führung, klaut Spanien den Ball und trifft, aber hey, sofort ist Deutschland wieder am Zug - und gleicht aus.

22. Minute, 9:9: Spanien deckt weiter offen, aber die "Bad Boys" haben den Schlüssel gefunden - schneller, mit dem Nebenmann, ausspielen, auf Lücken warten - und dann verwandeln. Pekeler macht's.

21. Minute, 8:9: Zeitspiel ist schon angezeigt, aber Spanien macht's trotzdem. Aber: Die Deckung steht. Finn Lemke ist on fire.

20. Minute, 8:8: Sehenswerter Ausgleich! Wolff hält einen Angriff, passt gedankenschnell auf Patrick Groetzki, der bekommt die Hand ran und rumms.

19. Minute, 7:8: Spanien probiert's mit einer 5-1-Deckung - und ist erfolgreich. Zwar spielt sich Hendrik Pekeler frei, vergibt dann aber trotzdem.

18. Minute, 7:8: Arbeitsnachweis von Andi Wolff - der ist wach. Seine vierte Parade im Spiel.

17. Minute, 7:8: Technischer Fehler der Spanier, Groetzki schaltet schnell, passt auf Wiencek, der ist auf und davon und verwandelt.

17. Minute, 6:8: Die Spanier decken jetzt zunehmend offensiver. Groetzki findet keinen freien Mann, probiert es dann von der Mitte aus selbst - vergibt aber.

16. Minute, 6:8: Entrerrios kommt aufs Feld - und macht gleich mal sein erstes Tor. Schlecht für Deutschland.

15. Minute, 6:7: Eine Viertelstunde ist rum und es ist das erwartet enge Spiel.

15. Minute, 6:7: Kai Häfner bringt Aguinagalde zu Fall, bekommt zwei Minuten und Sole verwandelt den fälligen Siebenmeter.

13. Minute, 5:6: Das Zeitspiel setzt die Deutschen zu sehr unter Druck - Weinhold vergibt - und im Anschluss ist der Ball in Wolffs Tor. Erste Führung für Spanien.

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Andreas Wolff ist der Angstgegner der Spanier.

(Foto: dpa)

12. Minute, 5:5: Da hat sich Julen Aguinagalde richtig schön freigespielt - Ausgleich der Spanier.

11. Minute, 5:3: Und schon wieder Julius Kühn. Die Spanier haben den heute vor Selbstbewusstsein strotzenden Melsunger nicht im Griff.

10. Minute, 4:3: Höchststrafe von Wolff - er fängt den Torversuch der Spanier. 

9. Minute, 4:3: Wiencek wird im Tempogegenstoß zu Fall gebracht, zwei Minuten für Eduardo gurbindo - aber trotzdem Angriff der Spanier.

9. Minute, 4:3: Die spanische Abwehr steht weit draußen, das ist Kühn aber vollkommen egal. Er hämmert den nächsten rein.

8. Minute, 3:3: Diesmal läuft es besser für Spanien. Ferran Sole verwandelt den nächsten Siebenmeter.

7. Minute, 3:2: Philipp Weber ballt die Faust - sein erster Versuch ist gleich drin! Das Abklatschen mit der Bank bestärkt ihn.

6. Minute, 2:1: Aber gleich wieder die Führung. Schnell gespielt von Patrick Wiencek.

5. Minute, 1:1: Julen Aguinagalde bekommt eine gelbe Karte - und trifft anschließend.

5. Minute, 1:0: Julius Kühn nimmt sich ein Herz - und knallt den Gegenstoß kompromisslos ins Tor.

3. Minute, 0:0: Und wie der gleich da ist! Wolff hält den ersten Siebenmeter des Spiels von Valero Rivera und lenkt ihn am Tor vorbei. Das ist doch mal ein guter Start - und wird bei den Spaniern böse Erinnerungen an 2016 wecken.

2. Minute, 0:0: Das kann aber auch Andi Wolff, der den Versuch von Joan Canellas festhält.

1. Minute, 0:0: Spaniens Keeper Gonzalo Perez de Vargas hat die Finger am Ball.

1. Minute, 0:0: Und Anpfiff. Deutschland mit dem ersten Angriff. Auf der Platte stehen Wolff, Gensheimer, Weber, Wiencek, Kühn, Weinhold, Groetzki.

20:28 Uhr: Kurz vor Anpfiff sagt Teammanager Oliver Roggisch: "Die deutsche Mannschaft hat immer gezeigt, dass sie da sind, wenn es um alles geht. Und das wird sie auch heute." Da strotzt jemand vor Positivität.

20:25 Uhr: So, bitte aufstehen und lautstark mitsingen - die Hymnen.

20:22 Uhr: Wieder mit dabei ist Kurzurlauber Maximilian Janke. Der war nach dem Spiel gegen Tschechien aus dem Kader geflogen, weil der Bundestrainer Rune Dahmke nachnominierte. Dann aber verletzte sich Rückraumspieler Paul Drux - und schon ist Janke wieder im Kader.

20:21 Uhr: Noch sind ja ein paar Minuten Zeit. Sollten Sie sich also noch umfassend informieren wollen bitte hier entlang. Und hier und hier auch.

20:19 Uhr: Zurück zum Fieberspiel: Auf wen müssen die Deutschen neben Abwehrkante Guardiola achten? Mhm…doof - auf alle. Zwar ist Rechtsaußen Victor Tomas nicht mehr im Kader und auch ihr Super-Torwart Arpad Sterbik nicht in Kroatien dabei, aber dafür viele hochtalentierte Junge. Etwa Dani Dujshebaev, der kleine Bruder von Alex. Die beiden kommen aus einer wahren Handball-Familie: Alex spielt in Kielce, wo Vater Talant Trainer ist. Schon lange absolute Weltklasse: Spaniens EM-Rekordspieler Raul Entrerrios, der schon 225 Länderspiele auf dem Buckel hat. Und Kreisläufer Julen Aguinagalde, der schon beim WM-Titel 2013 dabei war.

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20:16 Uhr: Kurzer Exkurs: Sowohl Slowenien als auch Tschechien haben ihre Restchance aufs Halbfinale nicht genutzt. beide Teams trennten sich 26:26 (11:12) und können so Platz zwei in der deutschen Gruppe nicht mehr erreichen.

20:10 Uhr: Die Iberer wurden ihrer Rolle als Mitfavorit im Turnier bislang gerecht - mal abgesehen von der Niederlage gegen Slowenien gestern. Dabei setzen sie vor allem auf ihre megastabile Defensive: erst 65 Gegentreffer kassierten sie im Turnier, das sind im Schnitt lediglich 23,2 Tore. Dafür hauptverantwortlich ist Abwehrchef Gedeon Guardiola. Und ausgerechnet der ist auch der einzige Bundesliga-Legionär. Er spielt bei den Rhein-Neckar Löwen - und kennt damit vermeintlich viele Angriffsvarianten der Deutschen, gegen die er regelmäßig in der Bundesliga auf der Platte steht.

20:07 Uhr: Das Spiel ist megabrisant: Es ist kein Geringeres als die Wiederholung des EM-Finales von 2016. Das ging bekanntlich zugunsten der Deutschen aus - die "Bad Boys" krönten sich auch dank einer bärenstarken Leistung ihres Torhüters Andreas Wolff mit einem 24:17-Sieg zu Europameistern. Doch dieses Ergebnis verfälscht die Bilanz der beiden Gegner. Bislang hat Spanien im direkten Vergleich die Nase vorn - in 64 Partien gab es 26 deutsche Siege, 33 Niederlagen und 5 Remis. Allerdings hat Spanien eine rabenschwarze Bilanz, was EM-Titel betrifft - Null. Viermal standen sie im Finale, viermal wurden sie EM-Zweiter. Dafür allerdings zweimal Weltmeister: 2005 und 2013.

20:02 Uhr: Was erwartet uns? Vermutlich ein Handball-Krimi - schon allein, weil Spaniens Abwehrchef Gedeon Guardiola es so martialisch ausdrückt: "Wir werden den Sieg brauchen, Deutschland wird den Sieg brauchen. Es geht um Tod oder Leben." Nicht ganz so drastisch, dafür ziemlich optimistisch ist DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Der sagte über die letzte Chance Deutschlands: "Wenn wir sie bekommen, werden wir sie auch nutzen." Und auch Trainer Christian Prokop macht Mut: "Wir sind fit. An der Kraft wird es sicher nicht liegen."

20:00 Uhr: Tagelanges Rechenchaos, verknotete Hirnstränge ob der schwierigen Tabellensituation und jede Menge fest verankerte Daumen sind plötzlich hinfällig. Es ist alles ganz einfach: Deutschland muss gewinnen - dann stehen die "Bad Boys" im Halbfinale der Handball-EM. Das wissen wir Gott sei Dank schon seit gestern Abend. Alle Gegner spielten für Deutschland: Tschechien gewann gegen Mazedonien, Spanien verlor völlig überraschend gegen Slowenien. Und siehe da, Deutschland bekommt die Chance, es doch noch aus eigener Kraft in die Vorschlussrunde zu schaffen. Das sind doch mal die besten Nachrichten. Und damit hallo und herzlich willkommen zum Liveticker der Partie Deutschland gegen Spanien.

Quelle: n-tv.de, Von Anja Rau

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