Sport

Sonnencreme enthielt Warnhinweis Dopingerklärung von Skistar Johaug wackelt

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Therese Johaug beteuert ihre Unschuld. Schlüssig erklären kann sie den positiven Dopingtest nicht.

(Foto: imago/Digitalsport)

Versehentliches Doping ohne Betrugsabsicht, so erklärt der norwegische Skilanglauf-Star Therese Johaug ihren positiven Dopingtest. Nur: Auf dem von ihr eingenommenen Medikament prangt unübersehbar eine Dopingwarnung.

Der Dopingfall der norwegischen Langlauf-Olympiasiegerin Therese Johaug wäre offenbar mit einem einfachen Blick auf eine Medikamentenverpackung zu verhindern gewesen. Die norwegische Tageszeitung "Dagbladet" veröffentlichte Bilder des Arzneimittels Trofodermin, die eine deutliche Doping-Warnung auf der Verpackung zeigen.

Am Donnerstag hatte der norwegische Skiverband den positiven Test der siebenmaligen Weltmeisterin und aktuellen Gesamtweltcup-Siegerin öffentlich gemacht. Grund für die positive Probe ist nach Angaben des Verbandes eine Sonnencreme, die Johaug während eines Trainingslagers in Italien zur Behandlung eines Sonnenbrands auf der Lippe erhalten hatte.

Der Mannschaftsarzt Fredrik S. Bendiksen habe Johaug die Creme gegeben. Demnach habe die Athletin die Creme zwischen dem 4. und 15. September im italienischen Livigno zur Wundversorgung verabreicht bekommen. Italienische Apotheker hätten versichert, dass in der Creme keine verbotenen Substanzen enthalten seien.

Dass diese das auf der Verbotsliste der Welt-Antidoping-Agentur Wada stehende Clostebol enthält, sei ihm nicht bekannt gewesen, hatte Bendiksen erklärt. Nach Angaben von "Dagbladet" habe die italienische Apothekerin, bei der Bendiksen die Creme gekauft haben will, hingegen bestätigt, dass alle Verpackungen diesen Warnhinweis trügen. Bendiksen ist inzwischen zurückgetreten.

Quelle: ntv.de, cwo/sid/dpa

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