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Drama und Durants "big ass foot" Eine Schuhgröße schaltet das Superteam aus

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Kevin Durant (links) und Giannis Antetokounmpo lieferten sich ein extrem eng umkämpftes Duell.

(Foto: USA TODAY Sports)

Drama pur: Giannis Antetokounmpo und seine Milwaukee Bucks werfen das Superteam von Kevin Durant und Co. aus den Playoffs. Die Brooklyn Nets treffen den finalen Wurf, aber Durant berührt mit seinen Zehen die Dreierlinie. Es reicht nicht zum Sieg.

Es sind die Zehen am linken Fuß. Sie machen den Unterschied. Kevin Durant trifft beim Stand von 107:109 in den Schlusssekunden einen unglaublich schweren Distanzwurf nach einer Drehung um die eigene Achse für seine Brooklyn Nets gegen die Milwaukee Bucks. Doch weil sein Schuh knapp die Dreierlinie berührt, bekommt der NBA-Superstar nur zwei Zähler anstatt drei Punkten zugesprochen. Das entscheidende siebte Spiel (es steht 3:3 im Halbfinale der Eastern Conference) geht mit 109:109 in die Verlängerung.

Eine Schuhgröße kleiner - und Durant hätte einen Dreier getroffen und Brooklyn die Bucks nach Hause geschickt. So aber schlug Milwaukee um den griechischen Superstar Giannis Antetokounmpo in der Verlängerung zurück. Beide Teams waren stehend K.o., Durant stand alle 53 Minuten der Partie auf dem Parkett. Am Ende wurde noch mal ein Wurf des Superstars so gut verteidigt, dass er einen Airball warf - und Antetokounmpo besiegten die Nets auf dramatische Art und Weise mit 115:111. Im Finale des Ostens treffen die Bucks nun entweder auf die Philadelphia 76ers oder die Atlanta Hawks.

Verletzungen und Formkrise

"My big ass foot stepped on the line", fluchte Durant nach der Partie. "Mein verdammt großer Fuß ist auf die Linie getreten", wollte er damit in etwa sagen. Schuhgröße 53 trägt der etwa 2,11 Meter große Durant in der Freizeit. Auf dem Parkett spielt er aber sogar mit Schuhen in Größe 55. Eine Entscheidung, die ihm und seinem Team nun vielleicht die Teilnahme am Finale der Eastern Conference gekostet hat. So zumindest diskutieren die entscheidenden Minuten dieses siebten Spiels viele Fans in den sozialen Medien.

Eigentliche Gründe für das Aus der Nets waren aber eher die Verletzungen im Team, das innerhalb von zwei Jahren zu einem Superteam aufgebaut wurde: Spielmacher Kyrie Irving fiel mit einem kaputten Knöchel für die letzten drei Partien gegen die Bucks aus. Vorher hatte Teamkollege James Harden verletzt gefehlt. Nach seiner Rückkehr fand "The Beard" noch nicht zu alter Form zurück, ihm war anzusehen, dass der Muskel im Oberschenkel zwar hielt, aber keinesfalls voll belastbar war. Auch die schlechte Wurfform von Dreier-Spezialist Joe Harris fügte Brooklyn den Dämpfer in der finalen Partie zu: Seine zehn Punkte bei nur drei von neun getroffenen Würfen von hinter der Dreipunktlinie waren zu wenig.

Durant hatte dagegen mit einer unglaublich starken Serie überzeugt. Im siebten Spiel war er mit 48 Punkten (Rekord für die meisten Zähler jemals in einem Game 7) wieder bester Werfer aller Akteure. Der ehemalige Warriors-Forward war in dieser Saison erst von einem Achillessehnenriss zurückgekehrt, der ihn eine komplette Saison außer Gefecht gesetzt hatte, und hatte in den Playoffs wieder zu alter Dominanz zurückgefunden. Kommentatoren und Experten nannten Durant den derzeit besten Basketballer auf Erden - mit für diesen großen Moment etwas zu großen Füßen.

Quelle: ntv.de

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