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Radsportler holen achte Medaille Florian Wellbrock schwimmt zu Gold

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"Es tat hinten raus einfach nur höllisch weh", gestand Florian Wellbrock.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Erfolgswelle des deutschen Teams bei der EM in Glasgow scheint nicht abreißen zu wollen: Nach dem Sieg der Achter, holt sich Florian Wellbrock Schwimm-Gold. Und auch die Bahnradfahrer sind weiterhin nicht aufzuhalten. Nur die Turn-Weltmeisterin patzt.

Die deutsche Medaillenflut hat sich bei den European Championships in Glasgow am Wochenende fortgesetzt. Bahnrad-Champion Domenic Weinstein riss den Daumen nach oben, als er im Ziel der 4000-Meter-Einzelverfolgung vom britischen Publikum gefeiert wurde. Florian Wellbrock holte über 1500 Meter Freistil den zweiten EM-Titel der Schwimmer, und der Deutschland-Achter war von keinem Team zu schlagen.

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Der Deutschland-Achter holt sechstes EM-Gold in Folge.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Es tat hinten raus einfach nur höllisch weh", gestand Wellbrock, der erste deutsche Einzel-Europameister im Beckenschwimmen seit 2014. Im Becken hatte er nach seinen 14:36,15 Minuten euphorisch gejubelt, war auf die Leine geklettert und hatte seine Muskeln präsentiert. Es war die viertbeste je geschwommene Zeit auf dieser Strecke. Tags zuvor hatte die deutsche Mixed-Staffel überraschend Gold geholt.

Nach einer bis dahin enttäuschenden Vorstellung der Ruderer sorgte der Deutschland-Achter um Schlagmann Hannes Ocik mit dem deutlichen Sieg vor den den Niederlanden für einen umjubelten Schlussakkord. "Wir waren echt am Limit, aber das Resultat am Ende war gut", sagte der Schweriner Ocik. Der Achter ist nach dem sechsten EM-Triumph in Serie auch Favorit bei der WM vom 9. bis 16. September im bulgarischen Plowdiw.

Überraschungs-Silber für Anna Knauer

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Nach mehreren vergeblichen Anläufen hat der Bahnrad-Sportler aus Villingen-Schwennigen erstmals bei einer internationalen Meisterschaft die 4000-Meter-Einerverfolgung gewonnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zur deutschen Radsportlerin des Tages krönte sich Lisa Brennauer, die sich einen Tag nach dem EM-Titel in der 3000-Meter-Einerverfolgung auf der Bahn auch Bronze im Straßenrennen sicherte. Es war ihre dritte EM-Medaille, da sie auch im Verfolgungs-Vierer zu Bronze gefahren war.

Domenic Weinstein aus Villingen-Schwennigen holte nach mehreren vergeblichen Anläufen seinen ersten internationalen Titel. "Ich war die Stunde vor dem Rennen sehr angespannt. Dieses Ergebnis ist ein Befreiungsschlag", sagte Weinstein. Der 23-Jährige, 2016 schon Vize-Weltmeister und im Vorjahr EM-Dritter, bezwang in 4:13,363 Minuten im Finale den Portugiesen Ivo Oliveira. Im Vorlauf war Weinstein in 4:13,073 Minuten deutschen Rekord gefahren.

Die Medaillensause der Bahnradsportler hatte zuvor Anna Knauer mit Überraschungs-Silber im Ausscheidungsfahren fortgesetzt. Die Bayerin musste sich nur der vierfachen Olympiasiegerin Laura Kenny (vormals Trott) aus Großbritannien geschlagen geben. Zudem holte tags zuvor der Chemnitzer Joachim Eilers im 1000-Meter-Zeitfahren Silber. Damit haben die deutschen Radsportler in Glasgow schon achtmal Edelmetall (2/3/3) erkämpft.

Weltmeisterin Pauline Schäfer verpasste dagegen die erste EM-Medaille für deutsche Turnerinnen am Schwebebalken seit 31 Jahren. Die 21 Jahre alte Chemnitzerin stürzte bei dem von ihr kreierten Schäfer-Salto und wurde Sechste. Zuvor hatten die Stuttgarterin Kim Bui im Finale am Stufenbarren und Sarah Voss aus Köln beim Sprung jeweils als Vierte nur haarscharf die Podestplätze verfehlt.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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