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Tennis-Legende hat hohe Schulden Gericht erklärt Boris Becker für bankrott

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Boris Becker hat offenbar hohe Schulden - und muss dafür jetzt die Konsequenzen tragen.

(Foto: imago/BPI)

Schwerer Schlag für Boris Becker: Ein englisches Gericht erklärt die Tennis-Legende für pleite. Seine Anwälte versuchen noch, eine Frist zur Zahlung zu erwirken. Doch die Richterin ist nicht davon überzeugt, dass Becker seine Schulden tilgen kann.

Tennis-Legende Boris Becker ist von einem englischen Gericht für pleite erklärt worden. In dem Prozess, bei dem Becker selbst nicht anwesend war, ging es um eine seit zwei Jahren ausstehende Zahlung an die privaten Bankiers Arbuthnot Latham & Co. Die Privatbank hatte aufgrund ausstehender Zahlungen den Konkurs Beckers beantragt. Um wie viel Geld es genau geht, wurde nicht erklärt. Die Richterin sprach von Schulden in "substantieller" Höhe.

Zuvor hatten Beckers Anwälte im nur 30 Minuten dauernden Prozess englischen Medien zufolge darum gebeten, die Bankrotterklärung hinauszuzögern. Ein "letzter Aufschub" von 28 Tagen sei ausreichend, um die Schulden zu tilgen. Mit einer Hypothek auf eine Immobilie in Spanien hätte er sechs Millionen Euro zur Verfügung, begründeten seine Anwälte dem "Guardian" zufolge. "Wenn es um Geld geht, ist er leider nicht sehr clever", sagte sein Verteidiger John Briggs.

"Mann, der mit dem Kopf im Sand steckt"

Doch der Bitte folgte Richterin Christine Derrett nicht. "Man hat den Eindruck von einem Mann, der mit dem Kopf im Sand steckt." Es sei nicht glaubhaft, dass die erheblichen Schulden bald beglichen werden könnten. Denn trotz seiner Arbeit als Kommentator und Trainer gebe es "keinen Nachweis über persönliche Vermögenswerte, die es Becker möglich machen, die Schulden zurückzuzahlen", zitiert die "Daily Mail" Derrett.

Auch um das Ansehen des dreimaligen Wimbledon-Siegers machen sich Becker und seine Anwälte offenbar Sorgen. Bei jemandem in seiner Position sei eine Bankrotterklärung nicht förderlich für sein Ansehen, so Beckers Anwalt. Doch das lässt die Richterin kalt: "Darüber hätte er sich vor langer Zeit Gedanken machen sollen", zitiert der englische "Guardian". "Es ist nicht häufig, dass eine prominente Person seit Oktober 2015 Schulden hat."

Trotz des Urteils wurde die Richterin auch persönlich. Sie bedauere das Urteil, sagte Derrett. Sie habe Becker persönlich in Wimbledon spielen sehen. "Das zeigt vielleicht mein Alter." In Deutschland kann man übrigens nicht für pleite erklärt werden, sondern muss eine Privatinsolvenz selbst beantragen.

Quelle: n-tv.de, ara

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