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"Zeit effektiv nutzen" Handballer ziehen für Titelverteidigung durch

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Clemens Prokop möchte mit seinem Team den EM-Titel verteidigen.

(Foto: dpa)

Am Dienstag noch Bundesliga, am Donnerstag bereits Nationalmannschaft: Von einer Winterpause können die deutschen Handballer nur träumen. Das Projekt Titelverteidigung bei der Europameisterschaft hat Vorrang.

Den Blick auf die Tabelle genießt Patrick Groetzki in vollen Zügen. "Es tut einfach gut, da oben zu stehen", sagt der Nationalspieler angesichts der "Wintermeisterschaft" seiner Rhein-Neckar Löwen. Viel Zeit für Träumereien vom angestrebten Titel-Hattrick bleibt jedoch nicht: Schon am Donnerstag startet Groetzki mit den deutschen Handballern in die EM-Vorbereitung.

Mit einem zweitägigen Kurzlehrgang beginnt für die deutsche Nationalmannschaft in Kamen-Kaiserau das Projekt Titelverteidigung. Während sich viele Bundesliga-Profis in die sechswöchige EM-Pause verabschieden, will Bundestrainer Christian Prokop mit Blick auf die EM in Kroatien (12. bis 28. Januar) keine Zeit verlieren. "Unser Ziel muss es sein, die uns zur Verfügung stehende Zeit effektiv und optimal zu nutzen, um eingespielt und gut vorbereitet nach Kroatien zu reisen", sagt Prokop.

Generalprobe gegen Island

20 Spieler, darunter zwölf Europameister von Polen 2016, erwartet der Nachfolger von Dagur Sigurdsson zum Auftakt der heißen Trainingsphase in der altehrwürdigen Sportstätte. Eineinhalb Wochen haben die Akteure dann Zeit, um sich bei Prokop für den maximal 16 Spieler umfassenden EM-Kader zu empfehlen. Höhepunkt und zugleich Abschluss der Vorbereitung ist die doppelte Generalprobe gegen Island (5. und 7. Januar), bevor am 13. Januar in Zagreb der deutsche EM-Auftakt gegen Montenegro steigt. Weitere Vorrundengegner werden Slowenien (15. Januar) und Mazedonien (17. Januar) sein.

"Wir wollen eine erfolgreiche EM spielen, aber eine Titelverteidigung darf nicht als selbstverständlich angesehen werden", sagt Prokop in einem Interview mit t-online.de: "Wir haben eine harte Vorrundengruppe. Da werden maximaler Einsatz und positive Körpersprache neben der Umsetzung der Taktik entscheidend sein."

Mit "echt gutem Gefühl" zur EM

Groetzki und sein Löwen-Teamkollege Hendrik Pekeler kommen jedenfalls mit reichlich Rückenwind zur Nationalmannschaft. Nach sechs Siegen in der Liga thronen die Mannheimer an der Spitze, der 29:23-Erfolg am zweiten Weihnachtstag beim TVB Stuttgart war der Schlusspunkt eines perfekten Monats. "Wir haben einen echt starken Dezember gespielt", sagt Pekeler dem "Mannheimer Morgen". Er fahre nun mit einem "echt guten Gefühl" zur DHB-Auswahl. Die dritte Löwen-Meisterschaft nacheinander nimmt allmählich Konturen an.

Mit einem ähnlich guten Gefühl dürften auch die vier Nationalspieler der Füchse Berlin zur Nationalmannschaft anreisen. Allen voran Keeper Silvio Heinevetter. Mit etlichen Paraden und einem gehalten Siebenmeter in der Schlusssekunde sicherte er nach zwischenzeitlichem Sechs-Tore-Rückstand das 23:23 gegen den SC Magdeburg. Damit überwintert der Hauptstadt-Klub auf Platz zwei und liegt zwei Zähler hinter den Löwen in Lauerstellung.

Quelle: ntv.de, Christoph Stukenbrock, sid

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