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Raubüberfall-Urteil in London Özil-Angreifer muss zehn Jahre ins Gefängnis

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(Foto: dpa)

Die Täter sind bewaffnet, und sie haben es auf die Luxusuhren weltbekannter Fußballer abgesehen: Am helllichten Tag überfallen zwei Männer mitten in London Özil und Kolasinac. Für einen der beiden Räuber steht nun das Urteil fest.

Wegen des bewaffneten Raubüberfalls auf die Fußballer Mesut Özil und Sead Kolasinac im Juli in London ist einer der Täter zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die Angreifer seien "bewaffnet und gefährlich" gewesen, sagte der Richter zur Urteilsbegründung.

Die beiden Räuber wollten dem Spielerduo vom FC Arsenal Luxusuhren im Wert von rund 231.000 Euro stehlen. Sie scheiterten, weil sich der bosnische Verteidiger Kolasinac zur Wehr setzte.

Wie der Richter feststellte, hatten die Täter, die mit einer Stricknadel und einem angespitzten Schraubendreher bewaffnet waren, nicht mit dem "Mut" von Kolasinac gerechnet. Der Bosnier wehrte die beiden Angreifer ab und konnte sich in das Auto retten, das der ehemalige deutsche Nationalspieler Özil fuhr.

Verfolgungsjagd durch London

Wie die Täter vorgingen, ist gut dokumentiert: Auf Bildern einer Überwachungskamera ist unter anderem zu sehen, dass einer der beiden Angreifer mehrfach versuchte, auf Kolasinac einzustechen. Als dieser sich wenig beeindruckt zeigt, verlieren die Täter offenbar die Nerven. Kolasinac kann sich in Özils Wagen zurückziehen.

Die beiden Räuber ließen jedoch nicht ab, sondern verfolgten das Fahrzeug mit ihrem Motorroller kilometerweit durch den Norden Londons. Özil und Kolasinac konnten sie schließlich jedoch abschütteln: Özil hielt kurzerhand vor einem Lokal, der Wirt alarmierte die Polizei. Den britischen Ermittlern gelang wenige Tage nach der Tat die Festnahme der Angreifer.

Das Strafmaß begründete der Richter auch mit der Vorgeschichte des Täters. Der Verurteilte habe "ein schockierendes kriminelles Vorstrafenregister" von 20 Verurteilungen aus 38 Straftaten, hieß es. Das Urteil für den zweiten Räuber wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Ob er mit einer milderen Strafe rechnen kann, ist unklar.

Quelle: n-tv.de, mmo/AFP

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