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Wada-Report zu Sotschi fast fertig Sport steht vor nächstem Dopingbeben

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Die Glaubwürdigkeit der Dopingkontrollen in Sotschi ist massiv in Frage gestellt.

(Foto: dpa)

Bei den Winterspielen 2014 in Sotschi sollen Dopingproben russischer Medaillengewinner mit Hilfe des Geheimdienstes manipuliert worden sein. Es sind gravierende Vorwürfe. Die Frage ist: Sind sie belegbar? Antworten darauf gibt es kommende Woche.

Exakt 18 Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro droht der Sportwelt womöglich weitere große Erschütterungen. Am 18. Juli will der kanadische Chefermittler Richard McLaren seinen Untersuchungsbericht zu den Vorwürfen um manipulierte Dopingproben russischer Sportler bei den Winterspielen 2014 in Sotschi vorlegen. Das teilte McLarens Sprecherin mit. Der kanadische Jurist war von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) am 18. Mai für die Untersuchung der Sotschi-Anschuldigungen beauftragt worden.

McLaren untersucht, ob es tatsächlich ein vom Staat gesteuertes Doping-System in Russland gab und gibt. Zudem werden Vorwürfe untersucht, wonach bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 mit Hilfe des russischen Geheimdienstes Dopingproben manipuliert wurden.

Grigori Rodschenkow, der ehemalige Chef des russischen Doping-Kontrolllabors hatte behauptet, dass er in Sotschi positive Dopingproben russischer Athleten zusammen mit der Anti-Doping-Agentur Rusada sowie dem Geheimdienst auf Anordnung vom Staat vertuscht habe. 15 der russischen Medaillengewinner in Sotschi seien gedopt gewesen. Russland hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

IOC-Präsident Thomas Bach erwartet aber keine unmittelbaren Auswirkungen für Olympia in Rio, da sich der Untersuchungsauftrag auf die Winterspiele in Sotschi bezogen habe. Ein Komplettausschluss Russlands war für Thomas Bach bislang allerdings kein Thema. Bereits vor der Terminankündigung hatte Bach aber der "Welt" gesagt: "Ich kann nicht spekulieren, was der Report beinhaltet. Klar ist, wenn es einen institutionellen Eingriff gegeben hätte, dann würde das IOC auch institutionell reagieren und wird dabei nicht zögern."

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa/sid

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