Donnerstag, 02. April 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Torben Siemer
23:55 Uhr

McLaren-Piloten verzichten auf Teil ihres Gehalts

Die McLaren-Piloten Carlos Sainz (25) und Lando Norris (20) sind zwar nicht zwangsbeurlaubt, wie viele andere Mitarbeiter des Traditionsrennstalls. Trotzdem verzichten sie im Zuge der Corona-Krise auf einen Teil ihres Gehalts. Die Maßnahme ist Teil eines  Sparpaketes von McLaren. Aus Solidarität mit den Mitarbeitern lässt sich auch Firmenchef Zak Brown zustehende Gelder nicht auszahlen.

Sainz und Norris sind die ersten Formel-1-Piloten, die freiwillig auf Gelder verzichten – womöglich aber nicht die letzten. Die Teams Mercedes, Renault, Williams und Racing Point prüfen momentan ebenfalls mögliche Sparmaßnahmen. "Wir versuchen, mit diesen Schritten Jobs zu schützen", teilte  McLaren mit: "Das Ziel besteht darin, dass alle Angestellten in  Vollzeitarbeit zurückkehren können, sobald sich die Wirtschaft zu erholen beginnt."

22:29 Uhr

Stendel sorgt sich um Existenz des schottischen Ligafußballs

Daniel Stendel, ehemaliger Trainer von Hannover 96, vor dem Spiel in der Arena. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

(Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild)

Daniel Stendel, Teammanager des schottischen Traditionsklubs Heart of Midlothian aus Edinburgh, macht sich Sorgen um den schottischen Ligafußball. "Den kleinen Klubs wird es schwerfallen, die Ausgaben ohne Einnahmen finanzieren zu können", sagte er angesichts der Corona-Pandemie auch in Schottland bei t-online.de.

Dass der Spielbetrieb fortgeführt wird, hält Stendel für nahezu ausgeschlossen: "Aus meiner Sicht ist es in Schottland schwierig, die Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu beenden. Die TV-Einnahmen sind im Gegensatz zu der deutschen 1. und 2. Liga so minimal, dass diese den Fußball in Schottland nicht retten würden." In Schottland lebten die Klubs von den Zuschauereinnahmen. Stendel selbst hatte reagiert und verzichtete zum 1. April komplett auf sein Salär bei den Hearts. "Bei uns geht es darum, dass wir nach der Krise überhaupt weiter Fußball spielen können. Ich will meinen Teil zum Überleben des Klubs beitragen", betonte der 45-Jährige, "durch unseren Job im Profifußball sind wir privilegiert. Nun ist es Zeit, etwas zurückzugeben."

21:41 Uhr

Radsport-Idol Schur: "Schlimmer war nur der Krieg"

Das Radsport-Idol Täve Schur peilt trotz der Corona-Krise seinen hundertsten Geburtstag an. Auch wenn der 89-Jährige seit einem Schwächeanfall nur noch selten auf dem Rennrad sitzt, fühle sich der zweimaligen Weltmeister und Friedensfahrtsieger bei Gartenarbeit und Gymnastikübungen immer noch agil. "Ich fühle mich aber weit jünger als 89 - und ich möchte nach wie vor hundert werden", sagte Schur der "Thüringer Allgemeine" und schob nach: "Auch in gefährlichen Zeiten."

Er bezeichnete die derzeitige Situation als furchtbar. "Schlimmer war nur der Krieg, den ich als Junge miterlebt habe", sagte Schur und erwarte nach der Pandemie viele Antworten auf entscheidende Fragen: "Warum wurden so viele Gesundheitssysteme, auch hier, dermaßen heruntergespart? Wer soll das nun alles bezahlen?" Der in Heyrothsberge bei Magdeburg wohnende DDR-Sportstar und einstige Volkskammer-Abgeordnete, der später für die PDS im Bundestag saß, wünsche sich 2021 Olympische Spiele "im Sinne der Sportler".

20:21 Uhr

Bericht: Ex-F1-Boss Ecclestone wird mit 89 nochmal Vater

Bernie Ecclestone ist 89 Jahre alt, hat drei Kinder und fünf Enkel. Und wie Sport1 berichtet, ist nun wieder Nachwuchs unterwegs. So soll der langjährige Chef der Formel 1 im Juli dieses Jahres zum vierten Mal Vater werden. Mutter des Kindes ist seine 41 Jahre alte Ehefrau Fabiana, mit der er zurzeit gemeinsam in Brasilien lebt. Sport1 beruft sich darauf, "regelmäßig" mit Ecclestone zu telefonieren und die Info "aus erster Hand" erhalten zu haben. Aus vorherigen Ehen hat Ecclestone drei Töchter im Alter von 65, 35 und 31 Jahren.

19:19 Uhr

Klopp erhält Unterstützung aus Liechtenstein

Liechtensteins Nationaltrainer Helgi Kolvidsson war auf die Coronakrise indirekt vorbereitet. "Unsere Spieler sind nicht alle Vollprofis, sie bekommen von uns ohnehin zusätzliche Hausarbeit mit. Das haben wir jetzt intensiviert", sagte der Isländer: "Wir waren zufälligerweise recht gut vorbereitet, weil wir den Jungs für zu Hause ein fertiges Programm mitgeben konnten." Kolvidsson, der in Deutschland lebt und für den FSV Mainz 05 und den SSV Ulm gespielt hat, will nach dem Ende der Pandemie mit dem 38.000-Einwohner-Land Liechtenstein wieder die Großen ärgern.

Für seinen ehemaligen Mitspieler Jürgen Klopp hofft Kolvidsson, dass die Saison in der englischen Premier League noch zu Ende gespielt wird. "Ihn kenne ich aus meiner Mainzer Zeit. Er hat eine absolute Top-Saison gespielt. Wenn es jetzt nicht mehr weitergeht, dann wird er dafür nicht belohnt", sagte Kolvidsson. Ab und zu treffe er sich noch mit dem Liverpool-Teammanager, "dann ist es immer wie gestern".

18:19 Uhr

Ex-HSV Coach Doll spricht über neues Chaos in Hamburg

Für Ex-Trainer Thomas Doll ist der jüngste Streit im Vorstand beim Fußball-Zweitligisten Hamburger SV inmitten der Coronakrise inklusive der Freistellung des ehemaligen Klubchefs Bernd Hoffmann "schon ein echter Hammer. Unruhe ist in Hamburg nichts Neues, aber dass es so ausgeartet ist, das ist schon ziemlich hart", sagte Doll. Im Sommer habe es an der Elbe noch nach Einigkeit ausgesehen, "da habe ich mich so drüber gefreut. Und jetzt explodiert es dermaßen, das kann ich überhaupt nicht verstehen", sagte Doll, der insgesamt vier Jahre für den HSV gespielt hat und den Traditionsklub zwischen 2004 und 2007 trainierte.

Dass Hoffmann im Streit mit den anderen beiden Vorständen Frank Wettstein und Jonas Boldt gehen musste, hat Doll überrascht. "Ich kenne Bernd Hoffmann als jemanden, der gerade ist und seinen Weg geht", sagte er: "Da müssen die Gräben im Vorstand sehr tief gewesen sein, dass es kein Miteinander mehr geben konnte."

17:44 Uhr

Draisaitl denkt mit 24 schon ans Ende der Karriere

Deutschlands Eishockey-Star Leon Draisaitl liebäugelt mit einem Karriereende in seiner Heimatstadt Köln. "Mein Wunsch war es schon immer, am Ende meiner Karriere noch mal so spät wie möglich in Köln zu spielen", sagte der deutsche Nationalspieler im Interview mit Sport1. Derzeit spielt der Center bei den Edmonton Oilers in der nordamerikanischen Profiliga NHL, wo er die Scorerliste anführte, bevor die Liga wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde.

Laut eigener Aussage wolle der gebürtige Kölner "so lange wie möglich" in Kanada bleiben "und dann irgendwann nach Hause nach Köln für ein paar Jahre". Der 24-Jährige hatte bis 2009 in der Jugend der Kölner Haie gespielt. 2014 war Draisaitl im NHL-Draft in der ersten Runde an dritter Stelle von den Oilers ausgewählt worden.

17:00 Uhr

Sportwetten-Betrüger bedrohen Amateursportler

Die Coronakrise hat mit der Sportwelt auch jene der Sportwetten weitgehend zum Erliegen gebracht. Doch die Not macht auch hier erfinderisch: Manche Anbieter haben neben der weißrussischen Fußball-Liga, die europaweit als einzige erstklassige Staffel noch spielt, auch Amateur-Kicks in ihr Portfolio aufgenommen. Und das hat ungeahnte Folgen. In Schweden etwa finden aktuell noch Testspiele unterer Klassen statt. Und diese ziehen auch die Schattenwelt an. Recherchen der Tageszeitungen Verdens Gang (Norwegen) und Politiken (Dänemark) zufolge stehen viele Spiele unter Manipulationsverdacht, einige Begegnungen wurden deshalb bereits abgesagt.

"Schweden ist eine Katastrophe. Die sind ohne Vorwarnung in einen Albtraum von organisierter Kriminalität, Korruption und Spielmanipulation geschlittert", sagte der renommierte Experte Declan Hill. So musste etwa das Duell der Sechstligisten Enhörna IF und Södertälje FF kurzfristig abgesagt werden. "Ich hatte von verschiedenen Klubs die Information erhalten, dass das Spiel verschoben werden sollte", sagte Enhörna-Chef Mikael Alfredsson. Ein anderer Klubboss berichtete von Morddrohungen. Um ähnliche Probleme zu vermeiden, kann bei zahlreichen Wettanbietern nicht auf Amateursport gesetzt werden. Viele halten auch in dieser schwierigen Lage an dieser Regelung fest.

16:41 Uhr

Lesetipp

Alle Folgen der Sportvideos für die Quarantäne

Der Livesport steht still, die Coronavirus-Krise stoppt die Ligen, Wettkämpfe sind abgesagt. Auf Sport aus dem TV muss trotzdem niemand verzichten, schließlich gibt es Aufzeichnungen von historischen Ereignissen. Wir schreiben die schönsten, traurigsten, eindrücklichsten Momente auf und erleben sie noch einmal.


Diese Liste wird mit jeder neuen Folge aktualisiert.

16:04 Uhr

Tottenham-Star meldet sich für Militärdienst

Bootcamp bei den Marines in der Corona-Zwangspause: Der ehemalige Bundesliga-Stürmer Heung-Min Son will offenbar noch in diesem Monat seine ausstehende Grundausbildung beim südkoreanischen Militär absolvieren. Dafür werde sich der 27 Jahre alte Starangreifer von Tottenham Hotspur ab dem 20. April in ein Marine-Camp auf der Insel Jeju begeben, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Allerdings ist Son weiterhin körperlich beeinträchtigt: Am 16. Februar hatte er sich den Arm gebrochen.

Am Wochenende war Son, der in der Bundesliga für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen spielte, mit der Erlaubnis der Spurs trotz der Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien wegen der Corona-Pandemie aus "persönlichen Gründen" in seine Heimat gereist. In Südkorea sind alle arbeitsfähigen Männer dazu verpflichtet, fast zwei Jahre lang Militärdienst zu leisten. Son war davon befreit worden, nachdem er mit der Nationalmannschaft 2018 die Asienspiele gewonnen hatte. Die dreiwöchige Grundausbildung sowie rund 500 Stunden gemeinnützige Arbeit muss er dennoch absolvieren. Wie in der Bundesliga ruht auch in der englischen Premier League wegen der Coronakrise bis mindestens zum 30. April der Ball.

14:53 Uhr

Boateng: "Dafür nehme ich jede Strafe in Kauf"

Nach einer Geldstrafe vom FC Bayern hat Jérôme Boateng sein Verhalten verteidigt. Der Weltmeister von 2014 wurde durch den Verein wegen Entfernens aus München ohne Genehmigung sanktioniert. "Ich akzeptiere jede Strafe der Welt, wenn sie berechtigt ist. Und ich weiß, dass es sicherlich ein Fehler war, den Verein nicht über meine Fahrt zu informieren, aber in dem Moment hatte ich nur meinen Sohn im Kopf. Ihm ging es gesundheitlich nicht gut. Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit!", sagte Boateng der "Bild". "Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig", erklärte der 31-Jährige.

14:00 Uhr

Handball-Rekordmeister geht in Kurzarbeit

THW Kiels Kapitän Domagoj Duvnjak. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild

(Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild)

Auch Handball-Rekordmeister THW Kiel hat sich angesichts der Coronakrise für einschneidende finanzielle Maßnahmen entschieden. Wie die Norddeutschen mitteilten, haben Spieler, Trainer und Mitarbeiter geschlossen in die Kurzarbeit eingewilligt und "zum Teil erheblichen Gehaltsverzichten" zugestimmt. "Als Familie steht man in guten und in schlechten Zeiten zusammen", sagte THW-Kapitän Domagoj Duvnjak.

In der Handball Bundesliga (HBL) ruht der Spielbetrieb seit dem 8. März und ist vorerst bis zum 23. April ausgesetzt. Bei einer Videokonferenz mit den Klubchefs am Freitag soll im ersten Schritt eine Verlängerung der Unterbrechung beschlossen werden, bevor über eine Wiederaufnahme mit Geisterspielen diskutiert wird. So könnten zumindest die TV-Einnahmen gerettet werden.

13:02 Uhr

Zwei F1-Piloten verzichten auf Gehalt

Carlos Sainz und Lando Norris verzichten als erste Formel-1-Piloten im Zuge der Coronakrise freiwillig auf Teile ihres Gehalts. Die Maßnahme ist Teil eines Sparpaketes beim Traditionsrennstall McLaren, der zahlreiche Mitarbeiter in den unbezahlten Zwangsurlaub schicken musste. Aus Solidarität mit den Mitarbeitern lassen sich Sainz und Norris sowie Firmenchef Zak Brown zustehende Gelder nicht auszahlen. "Wir versuchen, mit diesen Schritten Jobs zu schützen", teilte McLaren mit: "Das Ziel besteht darin, dass alle Angestellten in Vollzeitarbeit zurückkehren können, sobald sich die Wirtschaft zu erholen beginnt."

Wie groß der Anteil der beurlaubten Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft ist, gab das britische Team nicht bekannt. Neben dem Formel-1-Rennstall stellt McLaren auch Sportwagen her. Vom Zwangsurlaub nicht betroffen sind Fachkräfte, die wie Mitarbeiter von sechs weiteren in England beheimateten Teams wie Mercedes an der Herstellung von Beatmungsgeräten arbeiten.

10:59 Uhr

Zwangspause verhindert DFB-Debüt von Bergamo-Profi

Robin Gosens vom italienischen Fußball-Erstligisten Atalanta Bergamo stand vor seiner Premieren-Berufung in den Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Die Coronavirus-Pandemie, die die Wahlheimat des 25 Jahre alten Abwehrspielers besonders schwer getroffen hat, machte die Planungen von Bundestrainer Joachim Löw aber zunichte.

"Wir hatten die Überlegung, Robin Gosens im März zu den Länderspielen einzuladen", sagte Löw dem "Kicker". "Gerne hätten wir ihn persönlich kennengelernt. Schade, dass jetzt erst mal nichts daraus geworden ist, aber wir behalten ihn im Auge, sobald der Ball wieder rollt", betonte der Nationalcoach. Die Länderspiele in Madrid gegen Spanien und in Nürnberg gegen Italien hatten wegen der weltweiten Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 abgesagt werden müssen.

10:23 Uhr

Coronakrise macht Fußballprofis zu Studenten

Die Corona-Krise bewegt einige der derzeit "beschäftigungslosen" Bundesliga-Spieler offenbar zur Erweiterung ihres außer-fußballerischen Horizonts. Nach Informationen der ARD-Radio-Recherche Sport forcieren viele Kicker derzeit ihr Fernstudium, einige beginnen jetzt zu studieren. Die meisten studieren im Bereich Sportmanagement. Weil bis mindestens 30. April keine Spiele in den deutschen Profi-Ligen stattfinden, nutzen nach den ARD-Recherchen viele die freie Zeit, um online Prüfungen nachzuholen oder Hausarbeiten für ihr Fernstudium zu erledigen. So studiert RB Leipzigs Nationalspieler Lukas Klostermann Wirtschaftswissenschaften, an der privaten Düsseldorfer Hochschule für Management IST in Düsseldorf sollen aktuell rund 200 Fußball-Profis eingeschrieben sein, darunter 25 Erstligaspieler. Auch andere Hochschulen wie die ESM Academy in Nürnberg bestätigen der ARD-Radio-Recherche Sport den Trend.

Nach einer Umfrage der ARD-Radio-Recherche Sport unter den 56 Klubs der Ersten bis 3. Liga hat Zweitligist Jahn Regensburg die meisten Studenten. Elf der 27 Kader-Spieler studieren aktuell, sechs weitere haben ein abgeschlossenes Studium bzw. eine Berufsausbildung.

09:40 Uhr

Zwei Spiele extra: Flick traut Lewandowski mehr als 40 Tore zu

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(Foto: imago images/GEPA pictures)

Bayern-Trainer Hansi Flick traut Torjäger Robert Lewandowski zu, bei einer Fortsetzung der Saison doch noch mal den Torrekord von Gerd Müller in der Fußball-Bundesliga angreifen zu können. Lewandowski führt die Torschützenliste in der aktuell wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit mit 25 Treffern vor dem Leipziger Timo Werner an, der nach 25 Spieltagen auf 21 Tore kommt. "Alles ist machbar", antwortete Flick auf die Frage, ob Lewandowski die 40-Tore-Marke von Müller aus der Spielzeit 1971/72 vielleicht doch noch knacken könnte. Der Coach begründet das auch damit, dass der zuletzt verletzte Bayern-Stürmer wegen der Saisonunterbrechung nun "zwei Bundesligaspiele mehr bestreiten" könnte. Die abgesagten Partien gegen Union Berlin und Eintracht Frankfurt hätte der 31-jährige Pole normalerweise verpasst.

Lewandowski hatte sich Ende Februar in London beim 3:0 der Bayern im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Chelsea einen Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk zugezogen. Auch in der europäischen Königsklasse führt Lewandowski die Torjägerliste mitten im Achtelfinale ebenfalls mit der persönlichen Saisonbestmarke von elf Treffern an.

08:58 Uhr

Spanische Liga plant, Klubs in Isolation spielen zu lassen

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(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Spaniens Fußballligaverband LFP hat offenbar einen Plan für die schrittweise Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs entworfen. Der Radiosender Cadena Cope zitierte am Mittwoch aus einem 19-seitigen Konzeptpapier, laut dem die Klubs aus La Liga in drei Schritten vorgehen sollen: Einzeltraining, Training in Achtergruppen, Mannschaftstraining mit Ball. Die Klubs sollen laut dem bislang noch groben Konzept, das Cadena Cope in Teilen veröffentlichte, weitgehend isoliert werden. Zugleich sollen die Spieler, alle Mitglieder des Trainerstabes sowie die Familienmitglieder, mit denen die Spieler unter einem Dach leben, 72 Stunden vor der Rückkehr zum vollständigen Training und weitere 15 Tage vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf das Coronavirus getestet werden.

07:45 Uhr

Bericht: Bei Bayern gibt es "klaren Trend" gegen Sané-Transfer

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ist der Mega-Deal endgültig vom Tisch? Einem Bericht des "Kicker" zufolge soll der "aktuelle Trend klar gegen" eine künftige Verpflichtung des deutschen Fußball-Nationalspielers Leroy Sané von Manchester City gehen. Dies sei umso mehr so, weil Sanés Lust auf einen Wechsel nach München, "so verlautet aus seinem Umfeld", immer mehr schwinde. Im Sommer 2019 war ein Transfer des 24-Jährigen nicht zustande gekommen. Bei den Bayern sollen laut "Kicker" zudem Zweifel an der Mentalität Sanés immer lauter werden. Eine Quelle nannte das Magazin dafür nicht.

Sané galt vor dieser Saison als Wunschspieler bei den Bayern. Vor der Corona-Krise war mit einer Ablösesumme um 100 Millionen Euro spekuliert worden.

07:05 Uhr

Freude über "einfache Dinge": Fußball-Profi hofft auf mehr Bodenständigkeit

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(Foto: imago images/Matthias Koch)

Fußballprofi Grischa Prömmel von Union Berlin hofft durch die Corona-Krise auf eine positive Veränderung in der Gesellschaft. "Eine Pandemie mit ihren negativen gesundheitlichen Folgen hat nichts Gutes, aber vielleicht bringt es die Menschheit wieder etwas auf den Boden zurück", sagte der 25-Jährige dem "Kicker". "Man lernt, das Leben wieder zu schätzen, ein Stück runterzufahren und sich über einfache Dinge zu freuen."

Seine persönliche Situation mit einem auslaufenden Vertrag zum 30. Juni beunruhige ihn nicht allzu sehr, sagte Prömmel. "Es ist nicht so, dass ich jeden Tag mit Bauchschmerzen aufwache, weil ich nicht weiß, was die Zukunft bringt", sagte der Mittelfeldspieler. Jeder wisse, dass sein Vertrag ausläuft. "Aktuell gibt es in der Welt aber ein größeres Thema. Da ist die Priorität nicht, ob ich einen neuen Vertrag unterschreibe, sondern ob es in der jetzigen Phase genug Beatmungsgeräte für Patienten gibt."

06:28 Uhr

Box-Champion Joshua: "Habe Leute aus dem Gym verloren"

Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua hält in Zeiten der Coronakrise den Verzicht auf Freizeitaktivitäten für wichtig. "Sogar ein Rebell wie ich muss sich an Richtlinien halten und das Richtige machen", sagte der Brite in einem Video auf seinem YouTube-Kanal. Je näher das Virus komme, desto gefährlicher sei es, meinte Joshua: "Ich habe Leute aus dem Box-Gym verloren. Freunde und Freunde von Freunden."

Er hoffe, sagte Joshua in Richtung seiner Fans, dass alle "wohlauf und gesund sind. Wo auch immer ihr in der Welt seid." Der 30-Jährige soll seine Titel der Verbände WBA, IBF, WBO und IBO im Juni gegen den Bulgaren Kubrat Pulew verteidigen. Wegen der Pandemie wird dieser Termin höchstwahrscheinlich verschoben werden.