Formel1

Sorgen wegen Vettel-Team Abgehängte Scuderia fühlt sich benachteiligt

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Für Mattia Binotto droht wieder ein kompliziertes Jahr bei und mit der Scuderia Ferrari.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Für Ferrari ist das Jahr 2020 sportlich fast durchgehend eine lange Katastrophe: Nur vereinzelt kann die Scuderia positive Schlagzeilen produzieren. Teamchef Binotto warnt, dass auch 2021 für wenig Begeisterung sorgen könnte. Der Italiener fürchtet eine Benachteiligung durch das Reglement.

Die Formel-1-Saison 2020 war für Ferrari und Teamchef Mattia Binotto eine Saison zum Vergessen. Im WM-Kampf konnte die Scuderia so gar nichts ausrichten, in der Konstrukteurswertung landeten die Italiener auf einem enttäuschenden sechsten Rang. 2021 muss Binotto liefern - beklagt aber schon vor Saisonstart Nachteile gegenüber Aston Martin, dem neuen Team des bei Ferrari geschassten Sebastian Vettel.

Dass es für die Spitze auch in der neuen Saison kaum reichen wird und gegen Mercedes und Red Bull kein Kraut gewachsen sein dürfte, ist Ferrari bereits klar - zu wenig Entwicklung ist in diesem Jahr an den Autos erlaubt, zu schlecht der Ferrari-Motor. Das Minimal-Ziel: Das Mittelfeld wieder anführen. "Dritter zu werden, ist nicht völlig unmöglich. Das muss unser Minimal-Ziel sein", erklärte Binotto. Beim Motor, in der letzten Saison das große Manko, mache man "gute Fortschritte".

Doch der Kampf um den dritten Rang wird kein einfacher: McLaren, Dritter der Konstrukteurswertung 2020, erwartet sich Fortschritte vom Wechsel zum starken Mercedes-Motor - und Aston Martin, als Racing Point Vierter der vergangenen Saison, will mit Sebastian Vettel auftrumpfen.

Aston Martin und McLaren profitieren

Auch Aston Martin profitiert von der Zusammenarbeit mit Mercedes. Weil es 2020 bereits ein Upgrade auf die aktuellen Versionen von Getriebe und Hinterachse gab, muss das Team für diese Bereiche keine Entwicklungspunkte mehr ausgeben. 2021 ist die Entwicklung der Boliden eingeschränkt, für den Bereich des Chassis dürfen die Teams nur zwei sogenannte Token ausgeben.

Für Ferrari ein klarer Nachteil, moniert der Ferrari-Teamchef: "Wir haben nur zwei Token zur Verfügung und versuchen, die Schwächen anzugehen und zu modifizieren. Es gibt aber Teams, die im Moment nicht durch Token limitiert sind, sie haben freie Token." Neben Aston Martin profitiert hier auch Alpha Tauri, das Schwesterteam von Red Bull. "Diese Teams werden also einen Wettbewerbsvorteil gegenüber uns und anderen Teams haben, was die Entwicklung angeht, dessen wir uns voll bewusst sein müssen", dämpft Binotto die Erwartungen.

McLaren habe vor allem durch den Wechsel zu Mercedes-Motoren einen Vorteil und darf durch den Herstellerwechsel Umbauten im Bereich des Motors vornehmen, die sonst verboten wären. "Die Konkurrenz wird nächstes Jahr wieder sehr stark sein", resümiert Binotto. Dennoch glaube er an sein Team. Er vertraue der Truppe aus Maranello und sei zuversichtlich, dass die Mannschaft einen besseren Job als in der vergangenen Saison mache.

Quelle: ntv.de