Formel1

Formel 1 in Aufregung um N-Wort Ex-Weltmeister beleidigt Hamilton rassistisch

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Hamilton sorgte im Juli 2021 für einen Unfall Verstappens.

(Foto: dpa)

Die Formel 1 ist in Aufruhr: Lewis Hamilton wird von einem Ex-Weltmeister rassistisch beschimpft. Nelson Piquets Entgleisung ereignet sich schon im vergangenen Jahr, der Brasilianer nutzt das N-Wort, als er sich über den Rekordweltmeister aufregt. Mercedes und die Formel 1 reagieren klar und deutlich.

Eklat in der Formel 1: Der dreimalige Weltmeister Nelson Piquet hat Superstar Lewis Hamilton angeblich rassistisch beleidigt. Das berichten brasilianische Medien wie "CNN Brasil". In seinem Ärger über Hamilton hat der 69-Jährige das N-Wort benutzt, der rassistische Vorfall ereignete sich schon im vergangenen Jahr beim Rennen in Silverstone, kam aber erst jetzt ans Licht.

"Der kleine Neguinho (etwa: Negerchen) stellt das Auto so hin, weil er keine Chance hatte, in dieser Kurve zwei Wagen zu überholen. Es ist ein Witz! Er hat Glück, dass es nur Verstappen erwischt hat", sagte Piquet demnach auf Portugiesisch in einem Interview mit dem Journalisten Ricardo Oliveira. Es ging um den Unfall zwischen dem Mercedes-Piloten und Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. Beim Großen Preis von Großbritannien 2021 schoss Hamilton früh im Rennen Verstappen bei hoher Geschwindigkeit ab, der Niederländer rutschte in die Streckenbegrenzung. Hamilton fuhr später trotz einer Zeitstrafe zum Sieg, der WM-Kampf wurde wieder spannend.

Der Brasilianer Piquet ist der Vater von Verstappen-Freundin Kelly Piquet. Der 69-Jährige hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Zu seiner aktiven Zeit war er immer wieder durch beleidigende Äußerungen über Konkurrenten oder Teamkollegen aufgefallen.

"Zeit, zu handeln"

Hamilton reagierte mittlerweile bei Twitter auf den Eklat: "Dies sind veraltete Sichtweisen, die sich ändern müssen und keinen Platz in unserem Sport haben." Hamilton schrieb, er sei von derartigen Einstellungen sein ganzes Leben umgeben und zur Zielscheibe geworden. "Es war genug Zeit, zu lernen. Jetzt ist es Zeit, zu handeln", twitterte der 37-Jährige. Dies wiederholte er zudem auf Portugiesisch.

Auch Mercedes reagierte mit einem Statement. "Wir verurteilen aufs Schärfste jegliche Verwendung von rassistischer oder diskriminierender Sprache", schrieb das Hamilton-Team. "Lewis hat die Bemühungen unseres Sports zur Bekämpfung von Rassismus angeführt, und er ist ein wahrer Verfechter der Vielfalt auf und neben der Strecke".

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Auch die Formel 1 meldete sich zu Wort. "Diskriminierende oder rassistische Sprache in jeglicher Form ist inakzeptabel und hat keinen Platz in der Gesellschaft", hieß es in einer Mitteilung. "Lewis ist ein unglaublicher Botschafter unseres Sports und verdient Respekt. Seine unermüdlichen Bemühungen, Vielfalt und Inklusion zu steigern, sind für viele eine Lehre und etwas, dem wir uns bei der F1 verschrieben haben."

Ein Jahr nach dem Vorfall kehrt die Formel 1 an diesem Wochenende für das zehnte Rennen der Saison nach Silverstone zurück. Verstappen wurde trotz des Crashs letztlich Weltmeister, auch in diesem Jahr führt er die Fahrerwertung an.

Quelle: ntv.de, ara/rtl.de

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