Formel1

Ferrari dominiert Formel-1-Tests Leclerc ist Teamkollege Vettel auf der Spur

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Charles Leclerc kommt mit dem Ferrari-Boliden ebenso gut zurecht wie sein Teamkollege Sebastian Vettel.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Für Ferrari läuft es bei den Formel-1-Tests mehr als rund. Nach Sebastian Vettel brilliert auch dessen Teamkollege Charles Leclerc in Barcelona. Einen Schreckmoment erlebt Renault-Neuling Daniel Ricciardo. Und Rückkehrer Robert Kubica muss bei Williams nun auch um die Tests am Mittwoch bangen.

Ferrari hat auch am zweiten Testtag der Formel 1 den Ton angegeben - und das ganz ohne Hilfe von Sebastian Vettel. Charles Leclerc drehte die schnellste Runde auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya und brachte sich damit gleich bei seiner ersten Ausfahrt als teaminterner Rivale des Deutschen in Stellung. Für den 4,655 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs brauchte er 1:18,247 Minuten. Damit lag der Monegasse nur rund acht Hundertstelsekunden hinter der Bestzeit, die Vettel am Montag aufgestellt hatte. "Ich bin mir sicher, dass er schnell genug sein wird und mich unter Druck setzen wird", hatte Vettel gesagt und Leclerc als "echten Rivalen" bezeichnet.

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McLaren-Rookie Lando Norris (Großbritannien/1:18,553) belegte mit rund drei Zehntelsekunden Rückstand den zweiten Rang, dahinter klaffte eine recht große Lücke. Haas-Pilot Kevin Magnussen (Dänemark/1:19,206) war mit fast einer Sekunde Rückstand auf Leclerc Dritter. Nico Hülkenberg belegte im Renault Position acht des Tagesklassements.

Einen Schreckmoment erlebte dessen Teamkollege Daniel Ricciardo. Der Renault-Neuling musste am Vormittag das Training abbrechen. Ihm war bei Tempo 320 der obere Teil des Heckflügels abgeflogen. Dort ist bei Renault ein neuer DRS-Mechanismus angebracht. "Es war, als ob ich mit offenem DRS durch die Kurve gefahren wäre", sagte Ricciardo anschließend.

Williams muss um Mittwochstraining bangen

Mercedes ließ es auch am Dienstag langsam angehen und kam an die Bestzeiten nicht heran. Valtteri Bottas (Finnland) gelang die schnellste Silberpfeilrunde in 1:19,535 Minuten, er war damit Sechster. Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien/1:19,928) lag nur auf Rang zehn - mit rund 1,7 Sekunden Rückstand auf Leclerc.

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Die Rundenzeiten müssen gerade in dieser frühen Testphase noch nicht sonderlich aussagekräftig sein, dennoch machte gerade Ferrari auch am zweiten Tag einen insgesamt starken Eindruck. So war Leclerc mit 157 Runden fleißigster Pilot, der neue SF90 lief offenbar erneut ohne Probleme. Auch der W10 von Mercedes war aber sehr viel unterwegs, Hamilton und Bottas gemeinsam kamen am Dienstag sogar auf 163 Runden. Schon am Montag hatte Vettel mit 169 Runden alle Konkurrenten deutlich hinter sich gelassen und regelrecht geschwärmt. "Ich glaube, das war der beste Auftakt, den ich bis jetzt hatte", sagte der Heppenheimer.

Die nächste ernüchternde Nachricht musste Williams verkünden. Der Traditionsrennstall ist mit der Fertigstellung des neuen Boliden in Verzug, die Tests am Montag und Dienstag gingen schon ohne Williams über die Bühne. Der angepeilte Start von Rückkehrer Robert Kubica und Neuling George Russell am Mittwoch wackelt nun offenbar auch. Wie das Team mitteilte, ist allenfalls nach der Mittagspause mit den einstigen Weltmeistern zu rechnen.

Die Testfahrten dauern bis einschließlich Donnerstag, die Strecke ist mit einer Stunde Unterbrechung zur Mittagszeit von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die zweite Testphase findet vom 26. Februar bis 1. März ebenfalls in Barcelona statt. Die Saison startet am 17. März im australischen Melbourne.

Quelle: n-tv.de, ara/dpa/sid

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