Fußball-EM

Trotz Delta-Variante EM-Finale im Wembley vor 40.000 Fans?

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Über 22.000 Zuschauer sahen den 1:0 Sieg der Engländer gegen Portugal. Zum Finale sollen es noch mehr werden.

(Foto: imago images/Focus Images)

Im Vereinigten Königreich schnellen die Corona-Zahlen wieder hoch. Der Auslöser ist die hochansteckende Delta-Variante. Trotzdem sollen zum EM-Finale 40.000 Zuschauer ins Wembley-Stadion kommen. In Ungarn sind sie sogar noch einen Schritt weiter.

Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Großbritannien bei mehreren großen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen beim Finale der Fußball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden mitteilte. Beim ersten EM-Spiel sahen 22.500 Zuschauer den 1:0 Sieg der Engländer gegen Kroatien.

Auch die finalen Wimbledon-Matches am 10. und 11. Juli dürfen vor einem mit 15.000 Zuschauern voll besetzten Centre Court stattfinden. Vorherige Spiele der Turniere werden den Berichten zufolge noch bei halber Zuschauerkapazität stattfinden. Die Großevents sind Teil einer Testreihe der britischen Regierung, mit denen diese Erkenntnisse über die Sicherheit von Großveranstaltungen in Zeiten der Pandemie sammeln will. Für viele andere Bereiche wurden in England die Corona-Maßnahmen wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante um mehrere Wochen bis voraussichtlich 19. Juli verlängert. Die Variante ließ die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen wieder in die Höhe schnellen, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Land derzeit wieder bei knapp 67.

In Budapest sogar ausverkauft

In Ungarn ist man bereits einen Schritt weiter. Das Spiel zwischen dem Co-Gastgeber und Portugal soll vor vollen Rängen ausgetragen werden. Die Puskas-Arena in Budapest stand bereits in der Vergangenheit als Ausweichort für zahlreiche Champions-League-Partien zur Verfügung und öffnet sich beim Spiel des Co-Gastgebers gegen Portugal nun komplett. Die ungarische Regierung ist während der Corona-Pandemie meist eigene Wege gegangen und befindet sich nach einer zweiten Welle, die mit einer Inzidenz von 670 Ende März ihren Höhepunkt erreichte, auf dem Weg der Besserung. Die Zahlen sind pünktlich zur EM enorm gesunken.

Der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo sieht der voraussichtlich vollen Puskas Arena in Budapest im EM-Auftaktspiel seiner Portugiesen (18 Uhr/ZDF und MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) gegen Co-Gastgeber Ungarn mit Vorfreude entgegen. "Ich wünschte, jedes Stadion wäre voll. Das ist toll für den Fußball und die Fans. Wir sind aber nicht diejenigen, die entscheiden", sagte der 36 Jahre alte Stürmer von Juventus Turin. "Wir als Spieler sehen die Stadien natürlich gerne voll." Die Arena hat bei der EM eine Vollauslastung von 61.000 Fans.

Ausländische Fans müssen am Stadioneingang einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Die ungarischen Fans benötigen für den Besuch der EM-Matches in Budapest einen Immunausweis - für sie reicht ein negativer PCR-Test nicht aus. Einen solchen Ausweis erhält in Ungarn, wer zumindest eine Impfung gegen Covid-19 erhalten hat oder nachweislich eine Corona-Erkrankung überstanden hat.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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