Fußball-EM

Corona-Sorgen im Finalort London München ist "bereit" für weitere EM-Spiele

Eigentlich sollen die letzten Spiele der paneuropäischen Fußball-EM im Londoner Wembleystadion steigen. Doch die Corona-Lage und besonders die strengen Quarantäneregeln lassen die UEFA daran wohl zweifeln. CSU-Chef Söder bringt nun auch München ins Spiel.

Die Stadt München steht im Falle einer Verlegung von EM-Spielen wegen der Corona-Lage in England nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als alternativer Spielort bereit. "Wir würden uns jederzeit freuen, noch ein Spiel zu nehmen", sagte der CSU-Chef nach einer Sitzung der Präsidien und Vorstände von CDU und CSU.

München sei bereit für alles und es wäre angesichts der Corona-Lage gut, wenn die Europäische Fußball-Union (UEFA) einen "Plan B" in der Tasche hätte. In Großbritannien steigen wegen der sogenannten Delta-Variante des Virus die Infektionszahlen wieder deutlich an. Söder betonte aber auch, zunächst müsse "als Plan A" geprüft werden, wie in London die Hygienevorschriften nun besser eingehalten werden könnten. Dies gelte gleichermaßen auch für die noch ausstehenden Spiele in München. Auch hier gelinge die Umsetzung der Maskenpflicht noch nicht bei allen Stadionbesuchern.

Fordert UEFA Ausnahmen für VIP-Gäste?

Vergangene Woche berichtete die Tageszeitung "Times", dass wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante und der strengen Quarantäneverordnung in England das EM-Finale womöglich nicht im Londoner Wembley-Stadion stattfinden könne. Die UEFA soll sich demnach um Ausnahmeregelungen bemühen, damit Spieler, Offizielle und VIP-Gäste problemlos ein- und ausreisen können.

"Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die letzte Woche in London stattfinden wird", teilte die UEFA mit. In Englands Hauptstadt finden am 26. und 29. Juni zwei Achtelfinalspiele statt, zudem steigen im Wembley-Stadion beide Halbfinals (6. und 7. Juli) sowie das Finale (11. Juli). Im "Times"-Bericht hieß es, die UEFA erwäge, die Spiele nach Budapest zu verlegen, wo mehr als 60.000 Fans in die Arena können. Ein offizielles Statement vonseiten des Verbandes gab es dazu nicht. Man müsse die weitere Entwicklung verfolgen.

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Obwohl in England die Corona-Zahlen wieder enorm ansteigen, sollen im weiteren Turnierverlauf mehr Fans ins Stadion dürfen. "Die UEFA ist erfreut, dass die Kapazität in Wembley für die Spiele der K.-o.-Runde auf mindestens 50 Prozent steigen wird. Im Moment sind wir in Gesprächen mit den lokalen Behörden, um zu versuchen, den Fans der teilnehmenden Mannschaften den Besuch der Spiele zu ermöglichen", hieß es im UEFA-Statement: "Dabei wird ein strenges Test- und Bubble-Konzept angewandt, das bedeutet, dass ihr Aufenthalt in Großbritannien weniger als 24 Stunden betragen würde und ihre Bewegungen nur auf genehmigte Transportmitteln und Veranstaltungsorte beschränkt wären."

Aktuell müssen Einreisende je nach Herkunft für zehn Tage in Quarantäne und PCR-Tests absolvieren. Mit einem negativen Testergebnis am fünften Tag nach der Einreise kann man die Quarantäne verlassen.

Quelle: ntv.de, ses/dpa/sid

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