Fußball

Statt "bizarrer" Transfer-Videos AS Rom sucht nach vermissten Kindern

Verpflichtungen neuer Stars geben Fußballvereine oft mit viel Tamtam bekannt. Heraus kommen dabei nicht selten skurrile Videos, die keiner so recht verstehen will. AS Rom geht neue Wege und macht auf ein soziales Problem aufmerksam.

Der mehrfache italienische Fußballmeister AS Rom hat sich für die laufende Transferperiode eine ungewöhnliche Aktion einfallen lassen: Wann immer die Verpflichtung eines neuen Spielers bekanntgegeben wird, will der Verein auf vermisste Kinder aufmerksam machen. In Social-Media-Videos des Vereins werden dazu Fotos und Details der gesuchten Kinder gezeigt. Zu sehen war das bereits bei den verkündeten Verpflichtungen von Leonardo Spinazzola und Amadou Diawara.

"2017 und 2018 hat der Trend zugenommen, dass viele Teams respektlose oder bizarre Inhalte für die Verkündung ihrer Einkäufe produziert haben. 2019 haben wir uns für einen völlig anderen Ansatz bei der Bekanntgabe neuer Spieler entschieden, um mit der Reichweite unserer sozialen Netzwerke die soziale Sache zu unterstützen", heißt es in einer Mitteilung des Klubs aus der italienischen Hauptstadt.

*Datenschutz

Der in amerikanischem Besitz befindlichen AS Rom folgen bei Twitter 1,78 Millionen Nutzer auf dem italienisch-sprachigen Kanal und 445.000 Nutzer in der englischen Variante. Das soll jetzt auch den beiden Kinderhilfe-Netzwerken "Telefono Azzurro" aus Italien und dem US-amerikanisches "National Center for Missing and Exploited Children" zugutekommen, die die Aktion auf die Beine gestellt haben. Vermisste Kinder aus beiden Ländern sollen auf den Roma-Social-Media-Seiten ihren Platz bekommen.

Die Aktion wird weitgehend positiv aufgenommen. Möglicherweise auch, weil die AS Rom in der Vergangenheit selbst eher mit Transfer-Videos aufgefallen ist, die beim Betrachter ein Fragezeichen hinterlassen.

Quelle: n-tv.de, ali/dpa