Fußball

250 Millionen Euro von Puma BVB hechelt nun etwas schneller hinterher

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2018 bejubelten die Dortmunder den Pokalsieg im Dress des alten und neuen Ausrüsters.

(Foto: imago images / Norbert Schmidt)

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund darf jubeln: Eine Vertragsverlängerung soll die jährlichen Zuwendungen des Ausrüsters verdreifachen. Die neuen Zahlen dürften der Konkurrenz in Europa jedoch kaum mehr als ein Schulterzucken entlocken, international ist sogar der große FC Bayern abgehängt worden.

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund wird ab der kommenden Saison den Abstand auf den Serien- und Rekordmeister FC Bayern München verringern - zumindest, wenn es um die Zahlungen des Ausrüsters geht. Der BVB und Sportartikel-Hersteller Puma haben sich nämlich auf einen neuen, langjährigen Ausrüstervertrag geeinigt. Der Kontrakt zwischen den Westfalen und der Firma aus Herzogenaurach sei bis zum Jahr 2028 verlängert worden, teilte der Klub mit. Der Deal bringt den Dortmundern nach Medienberichten etwa 30 Millionen Euro pro Jahr, insgesamt sollen es 250 Millionen Euro bis 2028 sein.

Zuvor hatten der "Kicker" und die "Ruhr-Nachrichten" über die Einigung berichtet. Wirklich in Sichtweite zum FC Bayern kommen die Dortmunder damit aber noch nicht. Die Münchener hatten 2015 ihren Vertrag mit dem Puma-Konkurrenten Adidas bis 2030 verlängert - und kassieren dafür kolportierte 900 Millionen Euro.

"Puma ist seit langer Zeit nicht bloß Ausrüster und Sponsor des BVB, sondern auch ein bedeutsamer Aktionär unseres Klubs", wurde Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zitiert. "Unsere Partnerschaft ist gewachsen und geht weit über eine normale Geschäftsbeziehung hinaus." Vor sieben Jahren hatten Borussia Dortmund und der Sportartikel-Hersteller ihre Zusammenarbeit begonnen. Mit Puma-Chef Björn Gulden sitzt auch ein Vertreter des Ausrüsters im Aufsichtsrat, Puma hält fünf Prozent der Anteile an der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA.

International kleine Lichter

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Lionel Messi hat einen privaten Ausrüstervertrag mit Adidas.

(Foto: imago images/Action Plus)

International sind die Dortmunder trotz der gewaltigen Aufstockung der jährlichen Zuwendungen dennoch weiterhin ein kleines Licht und teilen dieses Schicksal sogar mit dem Ligakonkurrenten FC Bayern. Real Madrid darf sich über jährlich 120 Millionen von Adidas freuen, der FC Liverpool ab der kommenden Saison 90 Millionen Euro vom US-Sportartikelgiganten Nike fest einplanen. Immerhin mit dem FC Arsenal bewegt sich der FC Bayern international auf Augenhöhe, der Premier-League-Klub soll von Adidas bis 2024 insgesamt 285 Millionen Euro kassieren.

Den ersten Milliarden-Deal zwischen einem Klub und einem Ausrüster im Fußball hatte der FC Barcelona 2016 eingetütet: Für die Verlängerung der seit 1998 bestehenden Partnerschaft zwischen den Katalanen und den US-Amerikanern werden bis 2026 1,35 Milliarden Euro in die Kassen des Klubs fließen. Barcelonas Superstar Lionel Messi übrigens soll einen auf Lebenszeit gültigen Vertrag mit Adidas besitzen - mit einem Volumen von mehreren Hundert Millionen Euro.

Quelle: ntv.de, ter