Fußball

Nach Desaster gegen FC Bayern Barças Trainer Setién wird heute entlassen

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Das war's.

(Foto: REUTERS)

Diese Entscheidung ist keine Überraschung: Der FC Barcelona setzt in Zukunft nicht mehr auf Trainer Quique Setién. Die Demütigung durch den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League kostet den umstrittenen Coach den Job. Das Aus des 61-Jährigen soll noch heute offiziell verkündet werden.

Klub-Präsident Josep Maria Bartomeu hat dem Sender Cope das Aus für Trainer Quique Setién beim FC Barcelona bestätigt. Die Trennung solle noch heute offiziell verkündet werden, meldete der Sender unter Berufung auf Bartomeu, der nach einem Treffen der Klubführung mit einem Journalisten gesprochen haben soll. Bereits zuvor hatten spanische Medien nach der brutalen 2:8-Demütigung im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern berichtet, Setién stehe bei den Katalanen vor dem Aus.

Der Coach selbst hatte sich nach der historischen Niederlage bereits auf entsprechende Konsequenzen eingestellt. "Natürlich minimieren sich die Chancen für mich", hatte der 61-Jährige am Freitagabend laut deutscher Übersetzung bei der Video-Pressekonferenz im Estádio da Luz gesagt. Seine Situation sei aber jetzt gerade nicht wichtig. Setién hatte den demütigenden Fußballabend für die Katalanen, die erstmals acht Tore in einem Europacupspiel kassierten, auch nicht beschönigen wollen. "Wir haben uns überrollt gesehen von einer sehr guten Mannschaft."

Berichten zufolge soll der niederländische Nationaltrainer Ronald Koeman neuer Favorit auf die Nachfolge von Setién sein, der erst ein halbes Jahr im Amt ist. Koeman hatte von 1989 bis 1995 für den FC Barcelona gespielt und war mit den Katalanen viermal spanischer Meister und 1992 Europapokalsieger geworden. Die Wahrscheinlichkeit für eine Verpflichtung des ebenfalls gehandelten Ex-Tottenham-Coachs Mauricio Pochettino sinke dagegen wegen der Ablehnung durch die Fans, hieß es in mehreren spanischen Medien.

Für Aufregung sorgte derweil auch die Meldung, dass Superstar Lionel Messi den Klub verlassen wolle. Der brasilianische Sender Esporte Interativo hatte am Sonntag berichtet, dass der frustrierte 33-Jährige dem Verein seinen Wechselwunsch mitgeteilt habe. Das allerdings wurde umgehend dementiert. Keinem der Verantwortlichen beim FC Barcelona sei eine entsprechende Absicht kommuniziert worden, schrieb die Zeitung "Mundo Deportivo" unter Berufung auf vereinsnahe Quellen.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid