Fußball

Schalke gewinnt Top-Spiel Bayern München siegt und siegt und siegt

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Startrekord: Bayern München bleibt in der Bundesliga weiter ohne Punktverlust.

(Foto: dpa)

Die Bayern fahren ihren 9. Sieg im 9. Spiel ein. Schalke ist zurück in der Erfolgsspur. Wolfsburg begeistert seine Fans mit einem Torspektakel und Darmstadt verpasst Augsburg eine Heimpleite. Nur im hohen Norden fallen keine Tore - dafür acht Gelbe Karten.

Bayern München hat wie erwartet den Startrekord in der Fußball-Bundesliga ausgebaut. Durch ein 1:0 (1:0) bei Werder Bremen feierte der Rekordchampion am neunten Spieltag den neunten Sieg und verbesserte die Bestmarke aus der Saison 2012/2013. Der Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund beträgt bei nun erreichten 27 Zählern sieben Punkte.

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Thomas Müller haut das runde Leder nach einer kurzen Ansprache des Trainers ins Tor.

(Foto: imago/nph)

Für den Treffer des Tages sorgte Thomas Müller in der 23.  Minute. Der Weltmeister war nach Vorarbeit von Thiago aus kurzer  Distanz erfolgreich, es war das neunte Saisontor des  Nationalspielers. 60 Sekunden zuvor war Torjäger Robert Lewandowski  in aussichtsreicher Position mit einem Kopfball gescheitert.

20 Minuten lang hatten sich die Gäste durchaus schwer getan. Die Hanseaten sicherten ihren Strafraum gut ab, wobei der nominelle  "Sechser" Philipp Bargfrede fast die Position eines Liberos einnahm.  Nach vorne allerdings brachten die Platzherren kaum etwas zustande,  von einem eher harmlosen Schuss des jungen Melvyn Lorenzen (12.) abgesehen.  Bayern-Trainer Pep Guardiola beorderte in dieser Phase Müller zu  sich und nur 180 Sekunden später traf der Bayern-Angreifer. Der SV Werder steckt mit sieben Punkten tief im Tabellenkeller fest.

Schalke wieder in der Spur

Bei Schalke reifen Träume von einer Rückkehr in die Champions League. Mit einem 2:1 (1:0) im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Verfolger Hertha BSC festigte das Team von Trainer André Breitenreiter den dritten Tabellenplatz. Zwei Wochen nach der ernüchternden 0:3-Heimschlappe gegen den 1. FC Köln fand der Revierclub zurück in die Erfolgsspur. In der ausverkauften Veltins-Arena sorgten Weltmeister Benedikt Höwedes (27. Minute) und Max Meyer (90.+2) für den am Ende glücklichen Sieg.

Dagegen konnten die Berliner ihren überraschenden Höhenflug nicht fortsetzen: Das Warten auf den ersten Sieg beim Angstgegner Schalke seit 2004 geht trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs von Salomon Kalou (73.) weiter. Zudem verlor Hertha Angreifer Vedad Ibisevic, der bereits in der 18. Minute die Rote Karte sah. Nach tagelangen Spekulationen über den angeblichen Abschied von Manager Horst Heldt, der laut unbestätigten Medienberichten zur neuen Saison durch den Mainzer Christian Heidel ersetzt werden soll, stand zumindest für 90 Minuten das sportliche Geschehen im Mittelpunkt.

Der Mut von Hertha-Coach Pal Dardai, die Angreifer Kalou und Ibisevic als Doppelspitze in die Startelf zu berufen, machte sich nicht bezahlt. Nach dem mit einem Platzverweis geahndeten groben Foul von Ibisevic an Schalkes Mittelfeldspieler Max Meyer mussten die Berliner lange 72 Minuten in Unterzahl spielen.

Dreierpack von Wolfsburgs Kruse

Dreifach-Torschütze Max Kruse und ein starker Julian Draxler führten den VfL Wolfsburg aus der sportlichen Krise und zu einem 4:2 (2:1) gegen 1899 Hoffenheim. Nach zuvor vier sieglosen Pflichtspielen am Stück gewann der Werksverein durch Tore von Kruse (1. Minute/62./83.) und Bas Dost (7.) verdient, machte es aber unnötig spannend. Jeremy Toljan (30.) und Jonathan Schmid (54.) hatten für anfangs schwache Hoffenheimer zeitweilig noch ausgeglichen.

Durch den vierten Saisonsieg im neunten Spiel hat das Team von Trainer Dieter Hecking mit nun 15 Punkten wieder Anschluss an die Champions-League-Ränge gefunden. Hoffenheim dagegen wartet weiter auf den zweiten Saisonsieg und bleibt mit sechs Zählern im Tabellenkeller. Am Sonntag droht der Sturz auf einen Abstiegsrang.

Die Gäste agierten zu Beginn seltsam emotionslos und schwach in den Zweikämpfen - sofern sie in diese überhaupt reinkamen. Vor allem Draxler bekamen sie anfangs nicht in den Griff. Der zuletzt nicht für die Nationalmannschaft nominierte ehemalige Schalker bereitete die ersten beiden VfL-Tore mustergültig vor und war auch sonst Dreh- und Angelpunkt bei den Niedersachsen.

Adler rettet HSV einen Punkt

Bayer Leverkusen hinkt den eigenen Erwartungen weiter hinterher. Trotz einer bärenstarken ersten Halbzeit und mehrerer Großchancen musste sich der ambitionierte Champions-League-Teilnehmer beim Hamburger SV mit einem torlosen Unentschieden zufrieden geben und rangiert weiter nur im Tabellen-Mittelfeld.

Im nicht ganz ausverkauften Volksparkstadion avancierte der ins Tor zurückgekehrte HSV-Schlussmann René Adler zum Garanten des Punktgewinns. Der frühere Leverkusener rettete gegen seinen Ex-Club mehrmals großartig und verhinderte die durchaus mögliche dritte HSV-Niederlage in Serie. 

HSV-Trainer Bruno Labbadia nahm den vielfach erwarteten Wechsel im Tor vor. Anstelle des Tschechen Jaroslav Drobny, der die jüngsten fünf Partien bestritten hatte, stand wieder Ex-Nationalkeeper René Adler zwischen den Pfosten. Bei Bayer 04 saß der bei der Begrüßung lautstark ausgebuhte Ex-Hamburger Hakan Calhanoglu beim Anpfiff überraschend nur auf der Bank.

Darmstadt verschärft FCA-Krise

Für eine weitere Überraschung sorgte Aufsteiger Darmstadt 98 durch das 2:0 (2:0) beim FC Augsburg. Sandro Wagner (7.) und Peter Niemeyer (29.) schossen die Tore für die Lilien, die jetzt schon starke 13 Punkte auf dem Konto haben.

Während die "Lilien" auch im vierten Ligaspiel der Saison in der Fremde punkteten, kassierte Augsburg Pleite Nummer sechs in neun Partien. Stuttgart und Hannover können das letztjährige Überraschungsteam am Sonntag auf den 18. Tabellenplatz verweisen. Und am Donnerstag ist der FCA in der Europa League in Alkmaar gefordert. Dabei hatte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl nach dem verpatzten ersten Saisonviertel noch einen "kleinen Neuanfang" anvisiert und Punkte gefordert, zur Not auch ohne schön zu spielen.

Phasenweise zeigten die Fuggerstädter dann auch ihr bislang unansehnlichstes Gesicht in dieser Spielzeit: Abspielfehler zuhauf, keine Ideen aus dem Mittelfeld, kaum Durchschlagskraft im Angriff, Halbherzigkeiten in der Abwehr und große Schwächen bei gegnerischen Standards.

Quelle: ntv.de, dsi/dpa/sid

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