Fußball

Leverkusen geht auf Angriff "Bayern werden noch mehr Spiele verlieren"

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Peter Bosz (rechts) sieht keine Über-Bayern mehr.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Leverkusen-Coach Peter Bosz hält Bayern München in diesem Jahr für anfällig wie selten: "Das sind nicht die Bayern wie im Vorjahr", sagt der Trainer, die Münchner wäre nicht mehr "unantastbar". Am Dienstag steigt für die Werkself das Top-Verfolgerduell mit dem BVB, der auch noch mal angreifen will.

Trainer Peter Bosz vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen hält den Triple-Sieger FC Bayern München in dieser Saison für verwundbar, will aber noch nicht zur Jagd auf die Bayern ausrufen. "Ich denke, die Bayern werden in dieser Saison noch mehrere Spiele verlieren", sagte Bosz auf einer Pressekonferenz: "Aber es macht nur Sinn, darauf zu schauen, wenn wir selbst unsere Spiele gewinnen." In das direkte Duell am 13. Spieltag (1:2) war Leverkusen noch als Tabellenführer gegangen, vor dem Verfolger-Duell mit Borussia Dortmund am Dienstag (20.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) liegt Bayer nun sieben Punkte hinter den schon als Hinrunden-Meister feststehenden Münchnern.

Man habe aber gesehen, "dass es nicht mehr die gleichen Bayern sind wie im Vorjahr", sagte Bosz: "Das ist deutlich, das sehen wir alle. Und das nicht nur, weil sie gegen Kiel verloren haben. Im Vorjahr waren sie unantastbar, unglaublich stark. Nun haben sie immer noch gute Spieler und eine gute Mannschaft. Aber sie sind anfälliger geworden." Dennoch mache es für seinen Verein "Sinn, nun auf uns zu schauen. Es bringt uns nichts, wenn oben alle Punkte verlieren und wir auch. Das haben wir in den letzten Wochen gesehen."

Auch der BVB will angreifen

Ob Ausnahme-Talent Florian Wirtz (17) nach zuletzt drei Pflichtspielen Pause wegen einer Überlastungsreaktion wieder spielen kann, ist derweil noch offen. "Er hat am Sonntag zum ersten Mal wieder trainiert", sagte Bosz: "Da muss man abwarten, ob er eine Reaktion zeigt." Sven Bender und Karim Bellarabi befinden sich wieder im Einzeltraining, sind laut Bosz aber noch keine Option für den Kader. Neuzugang Timothy Fosu-Mensah von Manchester United stieß am Montag zum Team, auch er wird bestenfalls im Aufgebot sein.

Borussia Dortmund brennt vor dem Topspiel auf Wiedergutmachung. Drei Tage nach dem dürftigen 1:1 gegen den Vorletzten FSV Mainz 05 will der Revierklub Boden im Titelkampf gutmachen und könnte mit einem Sieg am punktgleichen Tabellendritten vorbeiziehen. "Das Gute ist, dass es sofort weitergeht. Wir waren uns schnell einig, dass wir es besser machen wollen. Wir wollen die Hinrunde mit einem Sieg abschließen", sagte Trainer Edin Terzic.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa