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Fifa dementiert Medienberichte Blatter soll WM in Katar angezweifelt haben

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Katar oder nicht Katar, das ist hier die Frage - Blatter bei der Bekanntgabe des WM-Austragungsortes 2022.

(Foto: picture alliance / dpa)

Katar und Fußball - das passt für viele nicht zusammen. Selbst Fifa-Boss Blatter glaubt laut Medienberichten nicht, dass die Weltmeisterschaft 2022 im Wüstenstaat stattfindet. Doch der Weltverband dementiert.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 soll in Katar stattfinden - so ist zurzeit der Stand der Dinge. Doch gegen die Vergabe des Turniers in das Emirat gibt es großen Widerstand. Fans und Spieler haben sich gegen die Spiele in der arabischen Hitze ausgesprochen. Und nun scheint sich das Lager der Katar-Gegner um einen höchst prominenten Kopf erweitert zu haben.

Wie der "Spiegel" berichtet, soll sich Fifa-Boss Sepp Blatter persönlich gegen die WM in Katar ausgesprochen haben. "Die Weltmeisterschaft wird nicht in Katar stattfinden", soll Blatter am 13. Oktober bei einem Essen des norwegischen  Fußballverbandes gesagt haben. Außerdem habe er die Araber als arrogant bezeichnet, die glaubten, sich "mit ihrem Geld alles leisten zu können". Er habe den Kataris zudem vorgeworfen, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen.

Die Fifa dementiert jedoch. "Die von den Quellen  aufgestellten Behauptungen sind unzutreffend. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 wird in Katar stattfinden", teilte der Weltverband mit: "Nicht im Ansatz hat der Fifa-Präsident Katar mit dem IS in Verbindung gebracht." Vielmehr seien an jenem Abend unter anderem über das Projekt "Handshake for Peace" - eine gemeinsame Initiative des norwegischen Verbandes, des Nobel Peace Centers und der Fifa - sowie das bevorstehende EM-Qualifikationsspiel zwischen Norwegen und Bulgarien gesprochen worden.

"WM nur am Rande behandelt"

Blatter war auf Einladung des norwegischen Verbandes Ehrengast bei dieser Partie. Das Thema Katar und WM 2022 sei nur "am Rande" erwähnt worden, so die Fifa: "Es ging dabei um die Spieldaten, da es derzeit Gespräche darüber gibt, wann das Turnier im entsprechenden Kalenderjahr am besten auszutragen ist."

Auch der Emir wurde erwähnt, der den Fifa-Präsidenten einige Tage zuvor in Zürich besucht hatte. Laut Weltverband berichtete der Fifa-Chef, "wie er dem Emir zu den deutlichen Worten gratuliert hatte, die dieser tags zuvor bei  einem Staatsbesuch in Deutschland in Anwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel gefunden hatte". Auf die Frage eines Journalisten, ob Katar den Islamischen Staat finanziere, "habe der Emir dies beim Besuch in Deutschland mit deutlichen Worten dementiert". Dafür habe Blatter dem Emir in Zürich Lob gezollt und dies beim Tischgespräch in Oslo erwähnt, so die Fifa.

Quelle: n-tv.de, vpe/sid

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