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"Heißer" Jérôme, KP zur SGE? Boateng-Brüder fachen Transfer-Gerüchte an

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Kehrt Kevin-Prince Boateng (rechts) zurück zur Eintracht während sein Bruder Jérôme beim FC Bayern bleibt?

(Foto: imago/Schüler)

Die Abreise von Jérôme Boateng aus den USA sorgt für Wechsel-Spekulationen, FC Bayern-Coach Niko Covac geht nach guten Leistungen in den USA aber von einem Verbleib aus. Bruder Kevin-Prince könnte derweil zurückkehren zu Eintracht Frankfurt - am Doppelpack-Transfer-Gerücht ist wohl aber nichts dran.

Jérôme Boateng wirke wie "ein Fremdkörper". Es wäre für den Verteidiger besser, "sich einen neuen Verein zu suchen", sagte Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß in aller Deutlichkeit. Acht Wochen ist das her, ein Abschied des Rio-Weltmeisters galt damals als sicher. Und jetzt? Boateng ist immer noch beim deutschen Fußball-Rekordmeister - und ein Verbleib scheint inzwischen realistisch. Das Thema sei "noch nicht final entschieden", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Rande eines Besuchs der Bayern im Space Center der NASA in Houston. Man werde nun "in aller Ruhe abwarten, wir müssen auch schauen, was noch auf dem Transfermarkt passiert. Dann werden wir mit ihm besprechen, wie wir weiter vorgehen."

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So radikal wie bei Hoeneß klang dies längst nicht mehr. Auch Trainer Niko Kovac war plötzlich voll des Lobes für Boateng, den er zum Ende der vergangenen Saison weitgehend ignoriert hatte: "Das war so, wie wir ihn alle kennen. Sportlich gesehen bin ich mit ihm sehr zufrieden. Großes Kompliment." Boateng hatte in der Nacht auf Sonntag beim 3:1 der Bayern gegen Real Madrid 90 Minuten gespielt - und überzeugt. Dass er unmittelbar danach aus Texas nach Deutschland zurückflog, sorgte sofort wieder für Spekulationen über einen bevorstehenden Wechsel. Die spontane Abreise habe jedoch "exklusiv private Gründe", betonte Rummenigge.

"Jérôme macht es bisher sehr gut"

Beim finalen Test gegen Milan in der Nacht auf Mittwoch (3 Uhr/DAZN und SPORT1) wird Boateng also fehlen. Kovac äußerte sich aber noch einmal positiv über die Leistungen von Boateng in der Vorbereitung und hält einen Verbleib des 30-Jährigen in München für durchaus möglich. "Jérôme macht es bisher sehr gut. Sollte er bleiben, wovon wir im Moment auch ausgehen, hat er dieselben Möglichkeiten und Chancen wie jeder andere Spieler. Er hat noch einen Zweijahresvertrag. Wenn er bleibt, wird er ein Bestandteil der Mannschaft sein", sagte Kovac.

Boateng selbst schweigt zu seiner Zukunft, zuletzt hatte er aber seine Ambitionen unterstrichen. "Ich möchte keinesfalls meine Karriere ausklingen lassen, im Gegenteil. Gerade nachdem ich in dieser Saison so oft gebremst wurde, will ich zeigen: Ich bin noch voll da. Ich brenne immer noch. Ich bin heiß", betonte er im "Kicker". Dabei überraschte er auch mit der Aussage, sich "klar" vorstellen zu können, "dass es auch beim FC Bayern" weitergehen könne. "Ich werde hier bestimmt nicht wegrennen. Situationen verändern sich schnell", sagte Boateng, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft.

Kevin-Prince zurück zur Eintracht?

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Eintracht Frankfurt beschäftigt sich währenddessen offenbar mit einer Rückkehr von Kevin-Prince Boateng. Das berichten die "Bild" und der "Kicker". Der 32-Jährige steht noch bis 2021 beim italienischen Erstligisten US Sassuolo Calcio unter Vertrag, bei dem er auch die Vorbereitung mitmacht. Ein erneutes Engagement bei den Hessen ist aber durchaus vorstellbar, denn Frankfurt ist nach den Abgängen der Stürmer Luka Jovic (Real Madrid) und Sebastién Haller (West Ham United) auf der Suche nach Verstärkungen. Die Eintracht selbst hielt sich zunächst bedeckt: "Wir geben zu Gerüchten keine Stellungnahme ab", sagte Mediendirektor Jan Strasheim am Dienstag.

Gestern kursierten auch wilde Gerüchte um eine gemeinsame Zukunft der beiden Boateng-Brüder bei der SGE, aber einen Doppelpack-Transfer wird es wohl nicht geben. Der ältere Bruder hatte die Eintracht nach dem Pokalsieg 2018 Richtung Italien verlassen und gilt bei den Hessen als Kultspieler. Doch nach wenigen Monaten wurde Boateng an den FC Barcelona ausgeliehen. Der spanische Meister verzichtete trotz Kaufoption aber auf eine feste Verpflichtung.

Quelle: n-tv.de, dbe/sid

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