Fußball

Er lockte mit Götze und Draxler Boateng bot sich Klinsmanns Hertha an

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Nehmt mich! Das sagte Boateng zu Hertha BSC als er noch in Florenz spielte. Doch aus dem Wechsel wurde nichts.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency)

Bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC beginnt vor 15 Jahren die Karriere von Kevin-Prince Boateng. In Berlin hätte sie offenbar auch enden können. Der mittlerweile 33-Jährige bietet sich im Januar laut eigener Aussage bei Jürgen Klinsmann an - und hat gute Argumente. Doch der Coach lässt ihn hängen.

Fußball-Profi Kevin-Prince Boateng hat zum Jahreswechsel mit der Rückkehr in seine Heimatstadt Berlin geliebäugelt. Bevor der 33 Jahre alte Fußball-Profi im Januar vom AC Florenz zu Besiktas Istanbul gewechselt war, habe er dem damaligen Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann eine Nachricht mit seiner Bereitschaft zur Rückkehr geschickt. "Aber es kam nie eine Antwort", sagte Boateng im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Boateng, der im Sommer 2007 für die damalige Rekordsumme von knapp acht Millionen Euro den Berliner Bundesligisten in Richtung London zu den Tottenham Hotspur verlassen hatte, wollte nach seinem Comeback in Berlin auch dabei helfen, die Mannschaft zu verstärken. "Dann hätte ich im Sommer einfach das Telefon genommen und den Götze angerufen und den Draxler und gesagt: Kommt her, Jungs, lasst uns hier was aufbauen. Das war so mein Plan, dass ich Hertha wieder attraktiv machen könnte", sagte Boateng. Angeblich hatte Klinsmann in seinem kurzen Intermezzo als Trainer der Hertha die beiden Offensivspieler als Verstärkungen vorgesehen.

In der vergangenen Winterpause, bevor Jürgen Klinsmann im Februar nach nur 72 Tagen überraschend vom Trainerposten zurücktrat, war über Transfers der 2014er-Weltmeister Mario Götze (Borussia Dortmund) und Julian Draxler (Paris St. Germain) in die Hauptstadt spekuliert worden.

Pläne mit Berliner Rappern

Auch abseits des Rasens wollte der ehemalige Nationalspieler Ghanas der "Alten Dame" zu neuem Glanz verhelfen: "Wir hätten dann mit Berliner Rappern zusammengearbeitet, die auch den Fußball lieben, und hätten so alle mit reingezogen, wir hätten ein neues "Nach Hause"-Lied geschrieben, einen Remix der Stadionhymne." Wie das bei den Fans in der Ostkurve angekommen wäre ist allerdings fraglich. Seit Jahrzehnten spielt Frank Zander bei den Heimspielen der Berliner seine Stadionhymne "Nur nach Hause gehn wir nicht". Nachdem die Vereinsführung ihren Plan vorstellte, die Hymne durch "Dickes B" von Seeed zu ersetzen, gab es einen regelrechten Zoff bis wieder Zander vor der Tribüne spielen durfte.

Boateng stand nach seinem Abschied aus Berlin bei insgesamt elf Vereinen - in England, Spanien, Italien und der Türkei - unter Vertrag.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid