Fußball

Schluss mit Fußball-Transfers Briten klotzen, Drittligisten kleckern

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Pierre-Emerick Aubameyang tauscht künftig das gelbe Trikot gegen ein rotes.

(Foto: dpa)

Am letzten Tag der Transferperiode rafft die Premier League die Millionen zusammen und leistet sich teure Fußballer wie Pierre-Emerick Aubameyang. In Deutschland ist dagegen Sparen angesagt. Besonders die dritte Liga kauft so wenig wie lange nicht mehr.

Die Fußballklubs aus der englischen Premier League haben in der Wintertransferperiode erneut das meiste Geld ausgegeben. Insgesamt investierten die 20 Vereine 464 Millionen Euro für neue Spieler - bei Einnahmen in Höhe von etwa 372 Millionen. Am letzten Tag der Frist, dem Deadline Day, kauften der FC Arsenal und Co. am Mittwoch für 170 Millionen Euro ein.

Beide Summen stellen einen Rekord dar. Allein für Pierre-Emerick Aubameyang zahlten die Londoner 64 Millionen Euro an Borussia Dortmund. Im Vergleich der europäischen Topligen hielten sich die Bundesligisten dagegen vornehm zurück. Mit Ausgaben von etwa 75,5 Millionen Euro bei Einnahmen von knapp 113 Millionen liegen die deutschen Klubs auf Rang drei hinter den Spaniern, die 277 Millionen zahlten und 166 Millionen kassierten.

Dritte Liga hat Sparstrümpfe an

In der spanischen Primera Division zahlte allein der FC Barcelona mindestens 120 Millionen Euro für Philippe Coutinho an den FC Liverpool. Zudem wurde in Frankreich deutlich mehr investiert als in Italien. Die Klubs der Ligue 1 zahlten etwa 57,3 Millionen Euro für neue Spieler und nahmen 72,4 Millionen ein. In der italienischen Serie A wurden Verstärkungen für knapp 30 Millionen geholt bei Einnahmen von 83 Millionen.

Sparsam waren die deutschen Drittligisten. Sie haben in diesem Winter so wenig transferiert wie noch nie seit Einführung der eingleisigen Spielklasse in der Saison 2008/2009. Bis zum Mittwoch gab's nur 62 Wechsel - 35 Zu- und 27 Abgänge. Vor vier Jahren waren es mit 128 noch mehr als doppelt so viele Transfers.

Drei Drittligisten blieben ohne Transfers: der Hallesche FC, der SC Preußen Münster und die SpVgg Unterhaching. Am meisten zu tun hatte der SC Paderborn. Weil Topangreifer Dennis Srbeny nach einem überragenden halben Jahr vom englischen Zweitligisten Norwich City für beachtliche 1,5 Millionen Euro verpflichtet wurde, musste der Tabellenführer reagieren und holte unter anderem Philipp Klement vom 1. FSV Mainz 05 und leihweise Kwame Yeboah von Borussia Mönchengladbach.

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Quelle: n-tv.de, lsc/sid/dpa

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