Fußball

Von Deutschland gedemütigt Dante klagt über Folgen der 1:7-Niederlage

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Nach dem Abpfiff war Dante nicht der einzige, der fassungslos zurückblieb.

(Foto: picture alliance / dpa)

So schnell wird dieses Spiel nicht vergessen: Deutschland demontiert die brasilianische Nationalelf bei der Fußball-WM 2014 mit 7:1. Bayern-Star Dante erzählt, welche Auswirkungen die Niederlage hatte - und warum auch Neymar nicht hätte helfen können.

Belo Horizonte, der 8. Juli 2014: Dieses Spiel ist für ewig in das Gedächtnis von Millionen Fußball-Fans eingebrannt. Gastgeber Brasilien tritt bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Halbfinale gegen Deutschland an. Nach 29 Minuten steht es bereits 5:0 für die DFB-Elf - und niemand kann sich erklären, was da eigentlich gerade auf dem Platz passiert. Das Spiel endet 7:1 zugunsten der Deutschen, die Brasilien an diesem Abend jegliche Fußball-Ehre zerschossen haben.

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Ziemlich genau ein Jahr ist dieses Spektakel nun her, für so manchen nicht annähernd genug Zeit, das zu verdauen, was auf dem Platz passiert ist. Bayern-Star Dante zum Beispiel sagt der "Bild am Sonntag" über die "92 schlimmsten Minuten seines Lebens": "Zwei Jahre lang war ich derjenige, der in der Innenverteidigung des FC Bayern den Ton angegeben hat. Aber nach der WM haben einige angefangen, mir den Rücken zuzudrehen und nicht mehr so mit mir zu sprechen wie davor."

Sein Ansehen sei am Boden gewesen, obwohl er in den Jahren davor mit dem FC Bayern einiges geleistet habe, sagt der 31-Jährige. Er habe den fehlenden Respekt der Presse und einiger Personen gespürt, die sich über ihn lustig gemacht hätten. Dazu kommt noch, dass die Niederlage gegen Deutschland das einzige WM-Spiel in Dantes Karriere ist - bis zum Halbfinale wurde er nicht eingesetzt, und auch beim Spiel um Platz drei blieb er auf der Bank.

Dante ist zudem der Überzeugung, dass auch Neymar, der bei der Partie verletzt fehlte, die Niederlage nicht hätte verhindern können. "Wir müssen die Niederlage umfassender sehen. Auch wenn alle, inklusive Neymar, auf dem Platz gestanden hätten, wäre wegen unserer fehlenden Organisation und taktischen Disziplin das Gleiche passiert", sagt er.

Quelle: n-tv.de, fma