Fußball

Die Geburt eines Weltstars? Der "neue Neymar" zaubert bei den Bayern

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Kurz nach seiner Einwechslung gegen Leipzig kann Musiala bereits über einen Treffer jubeln.

(Foto: imago images/Karina Hessland)

Er ist erst 18 Jahre alt, doch langjährige Nationalspieler nehmen ihn sich bereits zum Vorbild. Jamal Musiala ist der Shooting-Star des deutschen Fußballs. Seine Darbietungen auf dem Platz lassen die härtesten Kritiker ins Schwärmen geraten. Wird er Deutschlands nächster Weltstar?

Eigentlich, meinte Thomas Müller, sei er "ja nur Jamals Platzhalter". Das war auf die Interview-Situation gemünzt, in der Müller seinen Kollegen Musiala nach dem Kracher bei RB Leipzig (4:1) als "Spieler des Spiels" vertrat. Doch auch auf dem Rasen besetzt der Routinier derzeit noch die Planstelle, die perspektivisch dem wohl größten Talent des deutschen Fußballs zufallen könnte.

"Irgendwann", sinnierte Müller, der am Montag 32 Jahre alt wurde, könne Musiala seinen Stammplatz beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft haben. Ein bisschen will er selbst noch mitspielen, klar - doch auch Müller sind die herausragenden Fähigkeiten des 18-jährigen "Zauberers", wie er ihn in Leipzig nannte, nicht verborgen geblieben.

Was Müller und viele andere begeistert, sind nicht nur Musialas spielerische und technische Qualitäten, die ihn zum Spielmacher der Zukunft machen - sondern "das Gesamtpaket". Das Besondere an Musiala sei ja neben seinem außergewöhnlichen Talent sein herausragender Charakter: "Er läuft nicht Nase hoch durch die Kabine, sondern arbeitet fleißig und hört zu." So hole sich Musiala auch im Spiel Tipps von den Stars in Sachen Laufwege und Pressing.

Musiala als Vorbild

Das schätzt auch Trainer Julian Nagelsmann an seinem Schützling. "Er ist sehr demütig, will arbeiten und hört zu", sagte er begeistert: "Du hast nie das Gefühl, dass er abgehoben sei." So hat auch Bundestrainer Hansi Flick Musiala kennengelernt, dem er im Juni 2020 beim FC Bayern zum Bundesliga-Debüt verholfen hatte. Fußballerisch, meinte Flick, zeichne Musiala "vor allem seine Unbekümmertheit" aus: "Er ist einer, der sehr gut im Eins-gegen-eins ist, der mutig Fußball spielt."

Davon, berichtete DFB-Mitspieler Timo Werner zuletzt, könnten sich in der deutschen Auswahl sogar die Arrivierten noch was abschauen. "Er geht aufs Feld, hat seinen Spaß und spielt, worauf er gerade Lust hat", schwärmte Werner: "Vielleicht sollten wir anderen auch wieder dahin zurückkommen. Wir spielen Fußball, weil es Spaß macht. Da kann man sich von seiner jugendlichen Lockerheit was abschneiden."

"Unglaubliche Qualitäten"

Musiala sei in den vergangenen Monaten richtig "durch die Decke gegangen", staunte der Profi von Champions-League-Sieger FC Chelsea. Lothar Matthäus verglich Musiala sogar schon mit einem ganz Großen: Der Münchner, meinte der Rekordnationalspieler, "kann ein zweiter Neymar werden".

Weltstar Musiala? Sein Ballgefühl und sein Mut im direkten Duell steht dem des Brasilianers von Paris St. Germain jedenfalls in nichts nach. "Er hat einen Magnet eingebaut, der Ball flippert immer wieder zu ihm zurück", staunte Nagelsmann über den Teenager und betonte: "Er hat offensiv unglaubliche Qualitäten."

Und zwar so große, dass selbst "Platzhalter" Müller mitunter verblüfft zurückbleibt. Dass er Musiala noch Tipps in puncto Dribbling geben müsse, verneinte Müller bei besagtem Interview und meinte lächelnd: "Das frag ich eher ihn..."

Quelle: ntv.de, sue/sid

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