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Offenbar Wende in Bayerns Plänen Die Gänseblümchen-Story um Jérôme Boateng

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(Foto: Pool via REUTERS)

Eins steht mal fest: Die Abwehr des FC Bayern wird sich in der kommenden Saison verändern. Mutmaßlich kommt Dayot Upamecano von RB Leipzig. Und genauso mutmaßlich verlässt David Alaba den Klub. Aber was wird aus Jérôme Boateng? Haha, gute Frage!

So langsam wird's dann wirklich zur Gänseblümchen-Story im Konjunktiv: Jérôme Boateng könnte beim FC Bayern bleiben, Jérôme Boateng könnte den FC Bayern verlassen, Jérôme Boateng könnte beim FC Bayern bleiben, Jérôme Boateng könnte den FC Bayern verlassen. Tatsächlich ist noch völlig unklar, was die letzte Blüte aussagen wird. Ein nächstes Indiz, ein überraschendes liefert nun der "Kicker". Denn trotz durchaus guter bis sehr guter Leistungen auch in dieser Saison tendieren die Münchner dem Bericht zufolge dazu, ihren Abwehr-Büffel ziehen zu lassen und seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Ganz kleiner Ausweg für einen Verbleib (laut "Kicker"): Boateng arrangiert sich mit der Rolle des Ersatzmanns.

Nun, diese Alles-kann-nichts-muss-Geschichte war tatsächlich schon einmal an einem dramatischeren Punkt. Im Frühsommer 2019, der FC Bayern hatte gerade das Pokalfinale gewonnen, empfahl Uli Hoeneß dem Innenverteidiger höchstfreundschaftlich, aber eben auch höchstdringlich, den Verein zu verlassen. Es war bloß eine, wenngleich die wohl spektakulärste Etappe der Gänseblümchen-Tournee des 32-Jährigen beim Rekordmeister. Wo sollte er nicht schon alles hin: Paris, London, Berlin, Turin, Mailand. Und wo ist er immer noch? Genau, beim FC Bayern.

Und dort hat er nach wie vor einige, oder womöglich mittlerweile sogar noch ein paar Menschen mehr, die sehr gerne mit ihm weitermachen wollen. Zum Beispiel Thomas Müller. Der bekannte zuletzt hinreißend offen, dass er sich freuen würde, wenn der "Jérôme" noch ein bisschen länger auf ihn "aufpasst". Zu den ganz großen Fürsprechern gehört ja auch Trainer Hansi Flick. Immer wieder hatte er betont, wie gut der Hüne dem FC Bayern tut. Und immer wieder hatte der Coach ihm und dem im Sommer wahrscheinlich weggehenden David Alaba den Vorzug gegeben, wenn es darum ging, das Münchner Abwehrzentrum zu besetzen. Einer der Leidtragenden: Niklas Süle. Für den allerdings findet Flick gerade auffallend viele lobende Worte. Nach eher kritischen im Spätherbst.

Womöglich riskante Pläne beim FC Bayern

Tatsächlich ist auch die Geschichte um Süle spannend. Denn auch sie ist eine Gänseblümchen-Story. Über ihn wird mal berichtet, dass er im Klub (vor allem bei den Bossen) einen hohen Stellenwert habe, mal wird berichtet, dass er in den kommenden Wochen und Monaten eher auf Abruf spiele. Laut aktueller Meldung des "Kicker" ist der Stand derzeit so: Süle soll mit Lucas Hernández, mit Dayot Upamecano (er soll von RB Leipzig kommen) und mit dem talentierten Tanguy Nianzou das Stamm-Quartett im Zentrum bilden. Gerüchte, dass sich Süle zum FC Chelsea verabschieden könnte, sie wären damit, nun ja, Gerüchte halt.

Die Pläne des FC Bayern, wenn sie denn so stimmen, wie es der "Kicker" berichtet, wären durchaus mutig. Denn Süle ist gesundheitlich anfällig und kämpfte nach seiner letzten Knieverletzung sehr lange um seine gute Form. Und gänzlich abgeschlossen ist der Kampf nicht. Gleiches gilt für Hernández. Der Rekordmann allerdings kämpft nach wie vor um seinen festen Platz in der Mannschaft. Nachdem er zwischendurch für Alphonso Davies auf links verteidigte, ist der Kanadier mittlerweile wieder gesetzt. Und im Zentrum war bislang auch noch kein (Stamm)-Platz für den französischen Weltmeister frei. Bleiben die beiden anderen Franzosen. Bei Upamecano weiß man, was man bekäme. Und das ist sehr viel. Bei Tanguy Nianzou aber noch nicht. Ihm eilt ein sehr guter Ruf voraus, bislang kommt der lange verletzte 18-Jährige auf lediglich 21 Minuten in der Bundesliga. Eine Bewertung der Tauglichkeit? Unmöglich!

Mit Boateng würde der FC Bayern indes eine sichere Karte ausspielen, denn unter Flick hat er fast immer überzeugende Leistungen angeboten. Und ungeachtet der Frage Stammplatz oder nicht - da würde sich der Trainer indes nicht die Entscheidungshoheit (siehe oben, siehe Theater um mögliche Einsätze für Torwart-Talent Alexander Nübel) abnehmen lassen - wäre der 32-Jährige ein wichtiger Mentor für einen neuen Abwehrchef in Ausbildung. Und weil Madrids Legende Sergio Ramos, dieses Gerücht waberte tatsächlich kurzzeitig durch die internationalen Foren, laut Oliver Kahn "natürlich nicht" als spektakuläre Lösung für den Übergang infrage kommt, wer sollte es denn dann machen?

Auch Kahn liefert ein Indiz

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Übrigens hatte zuletzt auch der Bayern-Vorstand (falls Sie es nicht wissen, es ist Oliver Kahn) ein kleines Indiz genannt, wie es für den Weltmeister von 2014 weitergehen kann: "Wenn man schaut, was Jérôme für Leistungen gebracht hat in der Vergangenheit, was er für den FC Bayern geleistet hat, versteht es sich von selbst, dass wir mit ihm zeitnah auch Gespräche führen. Und dann werden wir eine saubere Lösung finden", sagte er am Sonntag bei Sky90. Er sei ein "Leader" und ein "Führungsspieler", sagte Kahn.

Jérôme Boateng könnte beim FC Bayern bleiben, Jérôme Boateng könnte den FC Bayern verlassen, Jérôme Boateng könnte beim FC Bayern bleiben, Jérôme Boateng könnte den FC Bayern verlassen - die letzte Blüte naht.

Quelle: ntv.de

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