Fußball

Haaland pulverisiert alles Die heißeste Aktie des Milliarden-Business

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Trifft Erling Haaland auch zum Auftakt der Champions League?

(Foto: imago images/Team 2)

Wenn Borussia Dortmund gegen Besiktas Istanbul in die Champions-League-Saison startet, macht sich Stürmer Erling Haaland bereit, die nächsten Rekorde zu brechen. Der Wunderstürmer wird bald eine Transferschlacht auslösen und nur noch dieses Jahr den BVB verzaubern.

Beim letzten Bundesliga-Spieltag wurde Erling Haaland mal wieder extrem auffällig: Der Mittelstürmer von Borussia Dortmund hatte für seinen momentanen Arbeitgeber beim spektakulären 4:3-Auswärtssieg in Leverkusen gerade das entscheidende Tor geschossen und feierte das Erfolgserlebnis mit seinem Kollegen Jude Bellingham gewohnt überschwänglich in der gegnerischen Fankurve, als von oben jede Menge Bierbecher herunterprasselten. Der junge Norweger und der noch jüngere Brite fingen einige der halbgefüllten Behältnisse auf, alberten mit den Getränken herum und hatten ihren Spaß. In den sozialen Netzwerken wurden sie dafür gefeiert, doch die Chefetage des börsennotierten Fußballunternehmens war von der provokanten Aktion allenfalls semi-begeistert und ließ die Youngster zum Rapport antreten.

Bei all der Aufregung geriet fast in Vergessenheit, dass Haaland so ganz nebenbei mal wieder neue Rekorde aufgestellt hatte: Mit nunmehr 45 Bundesliga-Toren ist der 21-Jährige der Spieler, der diese Marke mit den wenigsten Spielen erreichte. Zudem ist er der jüngste Akteur, der so oft traf. Die Spieler, die er abgelöste, genießen hierzulande Legendenstatus: Uwe Seeler vom Hamburger SV und Klaus Fischer von Schalke 04.

Haaland pulverisiert alles, was es bislang gegeben hat. Wenn der BVB am heutigen Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) bei Besiktas Istanbul seinen ersten Auftritt in der diesjährigen Champions-League-Kampagne bestreitet, wackeln die nächsten Bestmarken. Dortmunds Sturmwunder hat seine ersten 20 Tore in der Königsklasse in nur 14 Spielen geschossen. Damit benötigte Haaland zehn Partien weniger als der bisherige Rekordhalter Harry Kane. Legenden wie Ruud van Nistelrooy, Raul Gonzalez Blanco, Cristiano Ronaldo und Messi reihen sich demütig hinten ein.

Eine regelrechte Transferschlacht

Erling Haaland ist die mit Abstand heißeste Aktie, die das weltweit boomende Milliarden-Business Fußball derzeit zu bieten hat. Vor allem in der Champions League wird der Skandinavier ins Schaufenster gestellt, weil er in Dortmund zwar einen langfristigen Vertrag hat, der jedoch eine Ausstiegsklausel enthält, die es Mitbewerbern ermöglicht, ihn im kommenden Sommer für kolportierte 75 Millionen Euro zu verpflichten.

Eine Summe, die auf den ersten Blick exorbitant erscheint, mutet angesichts dieses unglaublichen Stürmers wie ein Schnäppchen an, das den europäischen Geldadel zu einem nie dagewesenen Wettbieten veranlassen wird. Der ehemalige Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge erwartet eine regelrechte Transferschlacht: "Die Vereine stehen bereits Schlange, um ihn und seinen Berater von einem Wechsel zu überzeugen", sagte der 65-Jährige in einem Interview mit der spanischen Sportzeitung "AS". Weil der Gewinn des abgebenden Vereins festgeschrieben ist, werden vor allem der Spieler und sein Berater profitieren. Rummenigge ist sich ziemlich sicher, dass Haaland nicht mehr in Deutschland auf Torejagd geht: "Da wird kein Bundesligist mithalten können. Auch der FC Bayern nicht."

Den großen Fisch werden andere an Land ziehen. Es wird berichtet, dass Haaland ebenso umtriebiger wie mächtiger Manager Rino Raiola in Sondierungsgesprächen mit dem Champions-League-Gewinner FC Chelsea ein jährliches Salär von 50 Millionen Euro gefordert hat. Hinzu kämen die in England üblichen fünf Prozent des Gehalts, die an den Berater gezahlt werden. Das entspräche weiteren 2,5 Millionen Euro.

"Da ist er absolut einzigartig"

Obendrauf käme noch das Honorar für Raiola, das 40 Millionen Euro betragen soll. Alles in allem würde das Paket bei einer Vertragslänge von fünf Jahren also rund 380 Millionen Euro umfassen. Gerade in Coronazeiten, in denen die Klubs erhebliche Verluste hinnehmen müssen, eine geradezu gigantische Summe.

Ob solche Investitionen gerechtfertigt sind, ist und bleibt diskutabel. Andererseits beflügelt ein Stürmer wie Erling Haaland weltweit die Fantasie von Fans und Experten. Jüngst sagte Ex-Nationalstürmer Mario Gomez im Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" über den Norweger: "Ich glaube, er ist bereits ein Weltstar. Von der Professionalität und vom Willen her ist er mit Ronaldo vergleichbar. Dieses Gesamtpaket, das er in so jungen Jahren zu bieten hat, wird es so schnell nicht noch einmal geben. Da ist er absolut einzigartig."

Quelle: ntv.de

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