Fußball

Dutzende Profis angeschlagen Dortmund und Schalke leiden synchron

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Kevin Großkreutz hat Probleme mit dem Sprunggelenk.

(Foto: imago/MIS)

Das Fußball-Oberhaus meldet vor dem Start in die Rückrunde fast 60 verletzte Profis. Vor allem beim FC Schalke 04 und der Dortmunder Borussia ist das Lazarett gut gefüllt. Nur ein Bundesligist hat zur Abwechslung einmal etwas Positives zu berichten.

Die Profis müssen wie jedes Jahr in der Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde reichlich schuften, aber auch die Ärzte und Physios der 18 Erstligisten können sich nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Vor allem bei den Revierrivalen Schalke 04 und Borussia Dortmund ist das Lazarett gut gefüllt. Beim Tabellenvorletzten Dortmund setzt sich im neuen Jahr das Verletzungspech der Hinrunde nahtlos fort.

Im Trainingslager in La Manga erlitten in Erik Durm (Muskelfaseriss) und Kevin Großkreutz (Sprunggelenk) gleich zwei Weltmeister Blessuren, auch Ex-Kapitän Sebastian Kehl steht wegen einer Schulterverletzung für das erste Rückrundenspiel am 31. Januar bei Bayer Leverkusen auf der Kippe. Zuvor hatte sich bereits Nationalspieler Sven Bender im Training das Knie verdreht und musste anschließend am Meniskus operiert werden.

Zudem befindet sich beim Vizemeister noch Henrich Mchitarjan im Aufbautraining. Nuri Sahin und Adrian Ramos sind angeschlagen. Dazu fehlen BVB-Coach Jürgen Klopp aktuell Torwart Mitchell Langerak und Shinji Kagawa (beide Asien-Cup) sowie Pierre-Emerick Aubameyang (Afrika-Cup). "Wir haben noch zwei Wochen Zeit", sagte Klopp am Wochenende lapidar zum aktuellen Personalstand.

Neun Schalker Spieler verletzt

Auch sein Schalker Kollege Roberto Di Matteo wird vor dem Rückrundenstart gegen Hannover 96 vom Verletzungspech gebeutelt. Derzeit stehen den Königsblauen neun Spieler nicht zur Verfügung: Torwart Ralf Fährmann (Kreuzbandzerrung), Dennis Aogo (Muskelfaserriss), Leon Goretzka, Joel Matip (beide Aufbautraining), Julian Draxler, Jefferson Farfan, Sead Kolasinac und Chinedu Obasi (alle Reha beziehungsweise Aufbauprogramm) sowie Eric Maxim Choupo-Moting (Afrika-Cup).

"So ist die momentane Situation eben, die können wir nicht ändern. Aber das gibt auch den jüngeren Spielern die Möglichkeit, sich zu zeigen", sagte der Schalke-Coach und gewann der aktuellen Situation sogar noch etwas Positives ab. Da er in dem serbischen Innenverteidiger Matija Nastasic in der Winterpause noch seinen Wunschspieler bekommen hat, ist Di Matteo relativ entspannt. Weit weniger angespannt ist die Situation bei den Konkurrenten, wenngleich diese auch prominente Ausfälle zu vermelden haben.Dabei fallen bei den Bayern nach den Eindrücken aus dem Trainingslager in Katar die Verletzungen von Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm, Javier Martinez und Thiago angesichts der starken Stellvertreter in Reihen des souveränen Spitzenreiters nicht so sehr ins Gewicht.

Bei Hertha BSC wiegen die Ausfälle von Änis Ben-Hatira (Zehen-Verletzung), der gesund allerdings mit Tunesien zum Afrika-Cup gereist wäre, und Alexander Baumjohann (Kreuzbandriss) viel schlimmer. Auch den abstiegsgefährdeten Hamburger SV hat der Schlüsselbeinbruch von Lewis Holtby schwer getroffen, zudem plagen Torjäger Pierre-Michel Lasogga Oberschenkelprobleme.

Bei Eintracht Frankfurt beklagt man unter anderem die Kreuzbandrisse von Stürmer Nelson Valdez und Verteidiger Constant Djakpa. Mittelfeldspieler Ja-Cheol Koo vom Bundesligisten FSV Mainz 05 musste aufgrund eines Bänderrisses am Ellbogen vorzeitig die Heimreise vom Asien-Cup antreten. Ob die Rheinhessen allerdings zum Punktspielauftakt im neuen Jahr wieder auf Koo zurückgreifen können, steht in den Sternen. Während nahezu alle Erstligisten nach Bild-Angaben aktuell insgesamt 57 Verletzte und fehlende Profis zu beklagen haben, gibt es wenigsten vom SC Freiburg mal etwas Positives zu berichten. "Alle fit", meldet das Tabellenschlusslicht.

Quelle: n-tv.de, dsi/sid

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