Fußball

Bayerns Sorgenkind befreit sich Ein spektakuläres Statement von Serge Gnabry

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Serge Gnabry meldet sich mit einem Dreierpack bereit für die WM.

(Foto: IMAGO/Eibner)

Dreimal Serge Gnabry, einmal Jamal Musiala und einmal Leon Goretzka. Bayern Münchens Fußball-Nationalspieler schießen sich für die WM in Katar warm. Besonders bemerkenswert: Die Gala von Gnabry, der in den vergangenen Wochen zum Form-Sorgenkind geworden war.

Hansi Flick hatte es in den vergangenen Tagen nicht immer leicht. Kurz vor der Nominierung seines endgültigen WM-Kaders an diesem Donnerstag flatterten zahlreiche schlechte Nachrichten rein. Während sich die Sorgen des Bundestrainers um Kapitän und Torwart Manuel Neuer mittlerweile erledigt haben dürften und er auch positiv auf die Genesung von Thomas Müller blicken kann, muss er auf Timo Werner verzichten. Und vermutlich auch auf den Dortmunder Ewigkeits-Pechvogel Marco Reus. Umso entspannter und zufriedener wird Flick registriert haben, was sich am Dienstagabend in München abgespielt hatte.

Dort hatte der FC Bayern den Aufsteiger Werder Bremen mit 6:1 (4:1) amtlich zerlegt. Und auffälligster Mann beim Rekordmeister war Serge Gnabry. In der Nationalmannschaft ist der Flügelstürmer für die WM in Katar als fixe Größe eingeplant, doch in den vergangenen Wochen mehrten sich die Zweifel, ob er die angedachte Rolle würde ausfüllen können. Denn der 27-Jährige steckte in einem veritablen Formtief. Sowohl im Trikot seines Vereins als auch im DFB-Dress war er kaum wiederzuerkennen. Der Mann, der so schnell laufen, so toll dribbeln und so wunderbar schießen kann, war ein Mann, der jedes Selbstvertrauen vermissen ließ.

Sechs-Minuten-Spektakel erlegt Bremen

Doch die Dinge haben sich geändert. Und das Spiel gegen Bremen war schließlich die wuchtige Explosion nach dem langen Weg zurück zu einer starken Verfassung. Drei Tore steuerte Gnabry zum Sieg bei. Ein Schlenzer zum 2:1 (22.) leitete furiose sechs Minuten des Rekordmeisters ein. In denen stellte er von 1:1 auf 4:1. Nach dem Tor des Flügelstürmers schickte Joshua Kimmich seinen Mittelfeld-Kumpel Leon Goretzka - 3:1. Und schließlich legte der für den verletzten Sadio Mané eingewechselte Leroy Sané nach einem Steilpass des formstarken Eric Maxim Choupo-Moting für Gnabry ab - die Vorentscheidung. Später scheitert er noch per Heber an Bremens Keeper Jiri Pavlenka (58.), ehe der überragende Mann dieses Abends und Joker Tel zum Endstand trafen.

Um die Liste der Torschützen und Nicht-Torschützen noch komplett zu machen: Deutschlands Supertalent Jamal Musiala traf nach sechs Minuten zum 1:0. Anthony Jung (10.) glich für Werder zum zwischenzeitlichen 1:1 aus. Choupo-Moting scheiterte mit einem Foulelfmeter an Bremens Torhüter Jiri Pavlenka (17.), nach sieben Spielen mit neun Treffern riss damit die spektakuläre Tor-Serie des Neuners.

"Jetzt ist er es wieder"

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Thema des Abends aber war Gnabry. Und seine Auferstehung rechtzeitig vor dem Katar-Turnier: "Das freut mich auch für den DFB. Ich glaube, Serge ist ein wichtiger Spieler für Hansi", sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann. "Ich hoffe, dass er diesen Flow mitnehmen kann in das Spiel auf Schalke und dann natürlich auch zur WM", so der Münchner Übungsleiter. "Er glaubt an sich." Das war zuletzt nicht immer so. Wie Nagelsmann dann auch durchblicken ließ. "Ich kann ihm offen sagen, was ich sehr gut finde und was nicht. Das, was ich ihm gesagt habe, hat er sehr stark verbessert", lobte der Coach seinen hochbegabten Außenstürmer. "Dann kommt er zu mehr Aktionen. Er ist ein außergewöhnlich guter Fußballer, sehr beidfüßig, hat eine gute Torgefahr und eine sehr gute Ruhe, das hat man bei seinem dritten Tor sehr gut gesehen."

Nagelsmann bekannte, er halte "extrem viel" von seinem Angreifer. "Er hatte mal eine Phase, wo er nicht ganz bei hundert Prozent war. Jetzt ist er es wieder." Bayern- und Nationalmannschaftskollege Leon Goretzka sagte nach Gnabrys Dreierpack: "Serge ist, egal wo er auf dem Platz steht, ein sehr torgefährlicher Spieler." Hansi Flick gefällt das. Ganz sicher.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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