Fußball

"Liverpool spielt wie einst der BVB England liegt "King Klopp" zu Füßen

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Ob es an den Parallelen zwischen Dortmund und Liverpool liegt, dass "King Klopp" sich so schnell so gut eingefügt hat?

(Foto: imago/BPI)

Dass er zu Liverpool passen würde, hatte man schon vermutet. Dass Jürgen Klopp jedoch so schnell in Englands Fußball heimisch wird, überrascht dann doch. Und auch Bastian Schweinsteiger fühlt sich in der Premier League wohl - trotz Kritik der Statistiker.

Erfolg Made in Germany: Am Tag nach dem sensationellen 4:1 (3:1) des FC Liverpool beim Spitzenklub Manchester City gehörten Trainer Jürgen Klopp die Schlagzeilen im Fußball-Mutterland England. Und auch für Manchester Uniteds Matchwinner Bastian Schweinsteiger gab es Lob von allen Seiten. "Jetzt ist offiziell, Jürgen Klopp ist in England angekommen", titelte der "Mirror" und lobte den ehemaligen Coach von Borussia Dortmund fast schon überschwänglich: "Dieses Spiel war seine große Ansage, dieses Spiel war sein Statement, dieses Spiel hat seine Inspiration in aller Deutlichkeit und Schönheit zum Ausdruck gebracht."

Am Samstag hatte Liverpool den Vizemeister förmlich überrollt. Nach einem Eigentor von Eliaquim Mangala (9.) sowie Treffern von Philippe Coutinho (24.) und des Ex-Hoffenheimers Roberto Firmino (33.) stand es nach einer knappen halben Stunde 3:0. Wie schon in Dortmund ließ Klopp sein Team früh und vehement angreifen, mit dem ständigem Gegenpressing kam City überhaupt nicht zurecht.

Fans lieben Klopp längst

"Liverpool hat gespielt wie Dortmund in seinen besten Zeiten", sagte Liverpools Ex-Profi Mark Lawrenson daher, und auch die "Daily Mail" ist sich sicher: "Liverpool gehorcht ihm jetzt." Tatsächlich sind die Parallelen zwischen Dortmund und dem Klub aus der Arbeiterstadt deutlich zu sehen: Der emotionale Klopp und der Kultverein aus Liverpool, das passt einfach zusammen.

"Der Klopp-Effekt scheint in Liverpool schon viel früher zu greifen, als viele Leuten angenommen hätten", schrieb der "Guardian". Seit knapp sechs Wochen ist Klopp im Amt, und schon jetzt liegen ihm die Fans zu Füßen. Die Gazetten tauften ihn unlängst "King Klopp". Mit 20 Punkten ist Liverpool weiter nach vorne geklettert, und Leicester City an der Tabellenspitze (28) nur noch acht Zähler entfernt.

Auch Schweinsteiger fühlt sich wohl

Auch Nationalmannschaftskapitän Schweinsteiger kommt bei United immer besser zurecht. Zwar schrieben ihm die Statistiker des englischen Verbandes FA dem Weltmeister das Tor in der Schlussminute nicht gut, beim schwer erkämpften 2:1 (1:0) des Rekordmeisters beim FC Watford war der Weltmeister dennoch der umjubelte Matchwinner. Aus spitzem Winkel schoss Schweinsteiger aufs Tor und zwang Watfords Troy Deeney damit zum entscheidenden Eigentor. "Was für ein großartiger Tag", schrieb Schweinsteiger bei Twitter. "Er hat das Mittelfeld kontrolliert, und im entscheidenden Moment war er am richtigen Ort", urteilte die "Daily Mail".

Nur die Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker hatten keinen Grund zur Freude, das 1:2 (1:2) des FC Arsenal gegen West Bromwich Albion war ein herber Rückschlag - nicht nur in der Liga, sondern auch mit Blick auf die Champions League. Dort geht es für die Londoner am Dienstag gegen Dinamo Zagreb um alles. "Unsere Verteidigung war sehr, sehr schlecht", mahnte Teammanager Arsène Wenger und schlug Alarm: "Das ist ein schwerer Schlag, und deshalb sind wir absolut enttäuscht!"

Quelle: ntv.de, Andreas Asen, sid