Sport
Thomas Müller trifft zum Saisonauftakt mit seinen Bayern auf die Werkself aus Leverkusen.
Thomas Müller trifft zum Saisonauftakt mit seinen Bayern auf die Werkself aus Leverkusen.(Foto: dpa)
Donnerstag, 29. Juni 2017

Köln und Gladbach haben Fieber: FC Bayern eröffnet Saison gegen Leverkusen

In 50 Tagen ist es so weit: Die 55. Bundesliga-Saison startet. Eröffnet wird der erste Spieltag traditionell vom Deutschen Meister. Bayer Leverkusen darf sich als erster Gegner auf die Reise nach München machen. Heiß her geht es in Mönchengladbach.

Rekordmeister und Titelverteidiger Bayern München eröffnet die 55. Bundesliga-Saison am 18. August gegen Bayer Leverkusen. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) bei ihrer Spielplan-Präsentation für die 1. und 2. Liga bekannt. Die Partie zwischen den Bayern und der Werkself unter ihrem neuen Trainer Heiko Herrlich wird um 20.30 Uhr (im n-tv.de Liveticker und bei Eurosport und ZDF) angepfiffen.

Datenschutz

Der Titelverteidiger genießt bei der Saisonauftaktpartie traditionell (noch) Heimrecht. Und einen Heimvorteil: Zuletzt gaben die Münchner 2008 bei einer Liga-Auftaktpartie Punkte ab. Damals endete das Spiel gegen den Hamburger SV 2:2. Trotz dieser Super-Bilanz der Münchner freut sich Leverkusen-Geschäftsführer Michael Schade über die Ansetzung: "Das wird eine tolle Party. Aber wir fahren sicher nicht nur dahin, um Teil der Eröffnungsfeierlichkeiten zu sein. Irgendwann muss man ja gegen die Bayern spielen."

Schade sieht sogar ein gutes Omen. "Ich kann mich noch an die Premiere unseres letzten Trainers erinnern: Die war in Dortmund, und wir haben 2:0 gewonnen", sagte er. "Nun startet auch Heiko Herrlich mit einem echten Kracher. Und er freut sich darauf."

Gleich richtig heiß her geht es am ersten Spieltag in Mönchengladbach: Die Borussen empfangen ihren Lieblingsgegner aus Köln zum Rheinischen Derby. Vizemeister RB Leipzig muss zu Schalke 04 reisen, Borussia  Dortmund gastiert beim VfL Wolfsburg.

Fernsehvertrag bringt neue Spieltermine

Der erste Clásico im Ligabetrieb zwischen dem BVB und den Bayern steigt am 11. Spieltag (3. bis 5. November) in Dortmund, gegen Vizemeister RB Leipzig treten die Münchner eine Woche zuvor an.

Aufgrund des neuen Fernsehvertrags, der künftig rund 1,5 Milliarden Euro pro Spielzeit in die Kassen spülen wird, sind in der Bundesliga weitere Spieltermine hinzugekommen. Zwar wird wie bisher am Freitag (20.30 Uhr), am Samstag (15.30 und 18.30) und Sonntag (15.30) gespielt. Das späte Sonntagsspiel beginnt künftig aber erst um 18.00 Uhr. Zusätzlich rollt der Ball je fünfmal am Sonntag schon um 13.30 Uhr und am Montag (20.30) - für die Montagsspiele optionierte die DFL einen Spieltag in der Hin- sowie 14 in der Rückrunde. Wann genau die Partien stattfinden, hängt vom Abschneiden der jeweiligen Teams in den internationalen Wettbewerben ab.

Eine neue, von der DFL entwickelte Software macht es möglich, beim Spielplan auf regionale und überregionale Feiertage Rücksicht zu nehmen. Wichtig sind auch parallele Großveranstaltungen sowie Sonderwünsche der Klubs , deren Arenen durch andere Events belegt sein können. So wird Dortmund mit dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg beginnen, weil der Revierrivale Schalke 04 am zweiten Spieltag wegen eines Rockkonzerts in seiner Arena kein Heimspiel bestreiten kann - die beiden Nachbarn dürfen nicht am selben Spieltag zu Hause antreten. Wie Schalke (gegen Leipzig) wird auch Hertha BSC im eigenen Stadion (gegen Aufsteiger VfB Stuttgart) in die Saison starten, da eine Woche später im Olympiastadion das Leichtathletikmeeting ISTAF stattfindet.

Aufgrund der WM-Endrunde in Russland dauert die Winterpause nur vom 17. Dezember bis zum 12. Januar, die Saison endet demnach etwas früher am 12. Mai und hat auch insgesamt nur zwei englische Wochen. Einen Tag später geht in der 2. Liga die reguläre Spielzeit zu Ende. Die Relegation zum Oberhaus ist für den 17. und 21. Mai 2018, zum Unterhaus jeweils einen Tag danach angesetzt.

Bochum gegen St. Pauli zum Zweitliga-Auftakt

Datenschutz

Die 2. Liga startet noch vor dem Supercup zwischen Pokalsieger Borussia Dortmund und den Bayern (5. August): Das erste Duell im Unterhaus bestreiten am 28. Juli die ehemaligen Erstligisten VfL Bochum und der FC St. Pauli (ab 20.30 Uhr im n-tv.de Liveticker).

Die Erstligaabsteiger SV Darmstadt 98 (gegen SpVgg Fürth) und FC Ingolstadt (gegen Union Berlin) starten jeweils mit Heimspielen. "Zum Auftakt ein Heimspiel zu haben, freut uns wahnsinnig", verkündete Darmstadts Cheftrainer Torsten Frings via Twitter.

Von den drei Zweitligaaufsteigern hat nur Holstein Kiel gegen den SV Sandhausen zunächst Heimrecht, der MSV Duisburg beginnt bei Dynamo Dresden und Jahn Regensburg bei Arminia Bielefeld. Zudem stehen am 1. Spieltag noch die Partien der Traditionsclubs Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Braunschweig und 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Der FC Heidenheim empfängt Erzgebirge Aue.

In der neuen Zweitligasaison finden am Freitag nur noch zwei Spiele statt, dafür mindestens drei am Samstag. Am Sonntag stehen nur noch drei Spiele auf dem Programm. Sollte in der Fußball-Bundesliga am Montag gespielt werden, finden am Samstag vier Zweitligaspiele statt.

Quelle: n-tv.de