Fußball

Nach Hopp-Schmähungen FC Bayern gründet ''Anti-Hass-Kommission''

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Dietmar Hopp und Karl-Heinz Rummenigge nach dem Skandalspiel der Bayern gegen Hoffenheim.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den Beleidigungen durch Fans gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp zieht der FC Bayern Konsequenzen. Gemeinsam mit der Polizei soll sich eine neue Kommission des Falls annehmen. Der Verein will die Ereignisse aufarbeiten - und die Täter bestrafen.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat als Reaktion auf den Skandal von Sinsheim die Gründung einer "Anti-Hass-Kommission" angekündigt. "Wir können da nicht zur Tagesordnung übergehen. Diese Kommission wird die Vorkommnisse aufarbeiten, dabei auch eng mit der Sonderkommission der Polizei in Mannheim zusammenarbeiten - aber sich auch damit beschäftigen, wie wir in der Zukunft mit dem Thema umgehen", sagte der Bayern-Boss.

Die Täter müssten "natürlich damit rechnen", so Rummenigge, "dass sie nachhaltig von Bayern München bestraft werden. Wir wollen dieses hässliche Gesicht vom FC Bayern nicht mehr wiedersehen."

Schalke 04 drohte vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen die Bayern am morgigen Dienstag (20.45 Uhr im Liveticker n-tv.de) gleich beim ersten Vorfall mit einem Abbruch. "Eine konsequente Haltung von Schalke. Wir werden uns mit Schalke abstimmen, wie wir im Zweifel damit umgehen", sagte Rummenigge dazu.

Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte nach den Schmähungen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp von einem "absoluten Tiefpunkt" gesprochen. Es ist höchste Zeit, jetzt entschlossen zu handeln. Rassismus, Ausgrenzung, Beleidigungen und Diskriminierungen jeglicher Art und egal gegen wen, damit muss nun Schluss sein." Die Bayern, so Hainer, "werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um gegen diejenigen konsequent vorzugehen, die den FC Bayern und den gesamten deutschen Fußball in Misskredit gebracht und unsere Werte mit Füßen getreten haben".

Quelle: ntv.de, mdi/sid