Fußball

Stuttgart stark - und chancenlos FC Bayern müht sich zum klaren Pflichtsieg

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Nach seinem Doppelpack zum Rückrundenstart traf Bayerns neuer Torjäger Leon Goretzka auch gegen Stuttgart, diesmal zum vorentscheidenden 3:1.

(Foto: dpa)

Pflicht erfüllt ohne zu glänzen: Gegen Abstiegskandidat Stuttgart muss der FC Bayern trotz früher Führung lange leiden. Dann hat der VfB vorne Pfosten- und hinten Eigentorpech, was die Münchner trotz Elferfauxpas eiskalt ausnutzen. Die Bundesliga-Hatz auf den BVB geht weiter.

Der FC Bayern München hat seine Jagd auf Tabellenführer Borussia Dortmund mit einem standesgemäßen Pflichtsieg fortgesetzt: Gegen den krisengeplagten VfB Stuttgart kam der deutsche Fußball-Rekordmeister nach Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zu einem deutlichen 4:1 (1:1). Auf dem Weg dorthin hatten die Münchner aber lange Zeit mehr Mühe als erwartet. Durch den siebten Ligasieg in Folge hält der FC Bayern den Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund konstant. Der Abstand zum BVB, der sich auch am Samstag beim 5:1 gegen Hannover 96 keine Blöße gegeben hatte, beträgt nach wie vor sechs Punkte.

Für die Schwaben war es hingegen die vierte Niederlage in Folge und bereits die neunte im zwölften Spiel unter Trainer Markus Weinzierl. Für den VfB bleibt die Lage im Abstiegskampf kritisch, mit 14 Punkten liegt Stuttgart auf Relegationsrang 16.

Blitzstart, Glück, starker Endspurt

Die Bayern-Mannschaft von Coach Niko Kovac erwischte vor 75.000 Zuschauern einen Blitzstart und ging bereits in der fünften Minute durch Thiago in Führung. Anastasios Donis (26.) glich mit einem gefühlvollen Schlenzer überraschend aus. In der 55. Minute benötigten die Bayern die Hilfe des VfB zum 2:1: Kapitän Christian Gentner fälschte einen Schuss des zur Pause eingewechselten Serge Gnabry ins eigene Tor ab. Leon Goretzka gelang das 3:1 (71.), Robert Lewandowski setzte den Schlusspunkt (85.). In der 65. Minute hatte der polnische Torjäger noch einen Foulelfmeter an den Pfosten gesetzt.

Die Bayern zeigten nicht nur in dieser Szene Schwächen. Immerhin verhinderten sie eine weitere Heimblamage wie in der Hinrunde gegen Augsburg (1:1), Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3) am Ende aber in überzeugender Manier.

Bayern-Stammelf kristallisiert sich heraus

Kovac vertraute der Mannschaft, die zum Rückrundenstart in Hoffenheim 3:1 gewonnen hatte. Beim VfB feierte der von Galatasaray Istanbul für elf Millionen Euro verpflichtete Ozan Kabak sein Debüt in der Innenverteidigung. Im Sturm verzichtete Weinzierl auf Torjäger Mario Gomez.

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Das schönste Tor in München schoss ein Stuttgarter: Anastasios Donis schlenzte in der 26. Minute zum Ausgleich ein.

(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Dies fiel erst einmal kaum ins Gewicht. Der VfB, der den Münchnern im Mai mit einem 4:1 die Meisterfeier verdorben hatte, geriet gleich mächtig unter Druck. Und schon früh war der Plan von Weinzierl, möglichst lange die Null zu halten, Makulatur. Die Bayern bauten die bis dahin harmlosen Stuttgarter aber nach gut 15 Minuten mit ihrer nachlässigen Spielweise auf. Nachdem Nicolas Gonzalez (23.) das Ziel noch verfehlt hatte, zirkelte Donis den Ball unhaltbar für Manuel Neuer neben den Pfosten. In der 33. Minute hätte Donis sogar die Führung erzielen müssen, schoss freistehend aber Neuer an. Die Bayern erhöhten wieder das Tempo. Doch Kingsley Coman scheiterte erst an Zieler (37.) und traf dann das Außennetz (44.).

Nach dem Wechsel reagierte Kovac und verstärkte mit der Hereinnahme von Gnabry für Javi Martinez die Offensive. Die Bayern drängten den VfB nun zurück, hatten bei der erneuten Führung aber Glück - genauso wie beim Pfostentreffer von Gonzalez (64.). Kurz vor Schluss kam auch noch Neuzugang Alphonso Davies zu seinem bundesliga-Debüt.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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