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Corentin Tolisso feiert sein Tor wie einen wichtigen Sieg.
Corentin Tolisso feiert sein Tor wie einen wichtigen Sieg.(Foto: imago/Ulmer)
Sonntag, 04. März 2018

Streich dementiert Anfrage: FC Bayern siegt sich souverän durch die Liga

Der deutsche Rekordmeister gibt sich keine Blöße: Beim SC Freiburg erspielt sich der FC Bayern am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen lockeren Sieg. Aufregender ist da fast schon, dass Freiburg-Trainer Christian Streich jeglichen Kontakt zu den Bayern dementiert.

Der FC Bayern München hat seinen Hochgeschwindigkeitskurs auf die 28. deutsche Meisterschaft beim SC Freiburg fortgesetzt. Die vom angeblich umworbenen Trainer Christian Streich betreuten Breisgauer waren gegen den Fußball-Rekordmeister chancenlos und unterlag klar mit 0:4 (0:2). Ein Eigentor von Torhüter Alexander Schwolow (25. Minute), Corentin Tolisso (28.) mit einem traumhaften Distanzschuss und die Nationalstürmer Sandro Wagner (55.) und Thomas Müller (69.) sorgten für den lockeren Bayern-Sieg.

"Ich habe mich so ein bisschen anstacheln lassen. Gestern Abend ist mein erstes Fohlen der Saison auf die Welt gekommen, also ich bin praktisch frisch Papa geworden", sagte Müller. "Wir haben ein überragendes Spiel in allen Belangen gemacht", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. "Ich war sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Das war eins unser besten Spiele der Saison." Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes hat neun Spiele vor Saisonende weiter 20 Punkte Vorsprung vor dem zweitplatzierten FC Schalke 04.

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Die Mannschaft von Christian Streich dagegen hängt nach der ersten Heimpleite seit Anfang November weiter im unteren Drittel der Tabelle fest. "Wir haben das die ersten 25 Minuten gut gemacht, dann aber zwei unglückliche Gegentore kassiert. Das hat uns den Stecker gezogen", sagte SC-Sportvorstand Jochen Saier beim Bezahlsender Sky. Dass er als möglicher Heynckes-Nachfolger laut einem Medien-Bericht von den Bayern kontaktiert wurde, dementierte Saier genauso wie der Freiburger Coach vor dem Anpfiff. "Alles was da geschrieben wurde - ich habe es nicht gelesen, ich habe es mir erzählen lassen - entbehrt jeglicher Realität", sagte der 52-Jährige bei Sky. "Es gab keine Anrufe, es gab keinen Kontakt."

Seine Mannschaft zeigte vor 24.000 Zuschauern nur anfangs, warum die Arbeit ihres Trainers seit Jahren über den Schwarzwald hinaus geschätzt wird. Anstatt sich zurückzuziehen, agierte der abstiegsbedrohte Sport-Club mutig. Nach zwölf Minuten hatte SC-Angreifer Lucas Höler sogar die erste große Chance der Partie, scheiterte aber freistehend an Bayern-Torhüter Sven Ulreich. Anschließend übernahm der Rekordmeister die Kontrolle.

Lewandowski darf sich auf der Bank ausruhen

Top-Torjäger Robert Lewandowski und Flügelstürmer Arjen Robben saßen zwar nur auf der Bank. Stattdessen durfte Nationalstürmer Sandro Wagner in der Sturmspitze mal wieder von Beginn an spielen, fiel aber nur bei seinem Abstaubertor auf. Der auf Linksaußen aufgebotene Juan Bernat suchte den 1,94 Meter großen Wagner zwar immer wieder mit Flanken, für Gefahr sorgte das aber nicht.

Gegen die aggressiven Freiburger tat sich der FCB zunächst schwer. Der SC attackierte die Gäste früh und schenkte ihnen wenig Raum. Dass sich der enorme Aufwand von Streichs Team aber nicht in Toren auszahlte, wurde dann von Müller bestraft. Einen langen Ball von Nationalmannschaftskollege Mats Hummels wollte Müller von der Torauslinie in die Mitte des Strafraums spielen. Da der Ball von Freiburg-Verteidiger Caglar Söyüncü zurückprallte, versuchte es Müller erneut - und fand den Oberschenkel von Torhüter Schwolow, der den Ball unglücklich ins eigene Tor beförderte.

Anstatt sich darauf auszuruhen nutzte der Rekordmeister auch die anschließende Freiburger Unsicherheit schnell aus. Nur drei Minuten später traute sich Tolisso aus rund 30 Metern - und traf. Bei dem perfekt getroffenen Distanz-Hammer hatte Schwolow keine Abwehrchance. Anschließend führten die Münchner die nun klar unterlegenen Gastgeber vor. Wagners Abstaubertreffer sorgte für die Vorentscheidung. Anschließend schoss Müller nach einer Ecke von Joshua Kimmich aus der Drehung das 4:0.

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Quelle: n-tv.de