Fußball

Nach Katar-Chaos, Müller, Pavard FC Bayern verschärft seine Corona-Regeln

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Thomas Müller und Co dürfen nun wohl nicht mehr selbst einkaufen gehen.

(Foto: ec2f31022a013dceec69dc64589f31da.jpg)

Thomas Müller fliegt infiziert im Privatjet aus Katar nach München, dann steckt sich Benjamin Pavard an: Der FC Bayern reagiert auf das jüngste Corona-Chaos und justiert die vereinseigenen Corona-Regeln. Angeblich dürfen die Profis nun nicht mal mehr selbst einkaufen gehen.

Nach einer Reihe von Corona-Fällen in seiner Mannschaft hat der FC Bayern seine Corona-Regeln noch einmal angepasst. "Es ist wirklich verschärft worden. Wir sind jeden Tag in der Testung, am Spieltag gibt es morgens um 7 Uhr eine Testung", berichtete Trainer Hansi Flick vor der Abreise zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Lazio Rom.

"Damit müssen wir leben, das sind die Dinge, die uns begleiten, und vielleicht noch eine längere Zeit begleiten", sagte Flick. Zuletzt war der französische Fußball-Weltmeister Benjamin Pavard positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zuvor mussten Thomas Müller, Leon Goretzka und Javi Martínez nach positiven Corona-Tests in Quarantäne.

"Es kann keiner voraussehen oder voraussagen, ob da noch irgendwas kommt oder ob es bei dem bleibt. Das wäre super, weil wir wollen, dass wieder ein bisschen Ruhe einkehrt. Das ist auch für die Mannschaft und alle drumherum keine schöne Situation", sagte Flick. Es gelte, Maske zu tragen, Abstand zu halten und Hände zu waschen. Jeder lebe in Sorge, sagte der 55-Jährige. Zudem gebe es im Betreuerstab auch Menschen, die zu "einer gewissen Risikogruppe" gehörten und die man schützen müsse.

"Mannschaft ist besonders motiviert"

Laut "Bild"-Zeitung sollen die Stars auch nicht mehr selbst einkaufen, dazu nur zwischen ihrem Zuhause, dem Vereinsgelände, Klub-Terminen und Spielen pendeln. Die Zahl der Tests wurde erhöht. Um Kontakte zu minimieren, wurden aufschiebbare Aktivitäten etwa für Sponsoren erst einmal ausgesetzt. "Es gibt sehr viele Regeln und sehr viele Vorschriften. Wir haben sehr viele Tests, manchmal mehrmals am Tag", sagte Flügelspieler Kingsley Coman. "Aber das ist Teil des Lebens. Wir müssen all diese Vorkehrungen treffen, um weiter spielen zu können, um Spiele bestreiten zu können. Wir machen alles, was notwendig ist dafür."

Die Bayern-Bosse träumen derweil schon von einer "Ära" in der Champions League und sehen eine "sehr gute Chance" auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Und auch Hansi Flick wischte die vielfältigen Alltagssorgen vor der Reise in die "ewige Stadt" beiseite. "Die Champions League ist für uns eine besondere Sache, das sind besondere Spiele. Da erwarte ich auch, dass die Mannschaft besonders motiviert ist", sagte der Trainer vor dem Lazio-Hinspiel bestimmt.

Formschwäche hin, personelle Probleme her: Der italienische Spitzenklub um den Ex-Dortmunder Ciro Immobile soll beim neuerlichen Gipfelsturm nur ein Zwischenschritt sein. Vorstand Oliver Kahn sieht "eine sehr gute Chance, dass wir in dieser Saison sehr weit kommen". Und auch Sportchef Hasan Salihamidzic hat schon das Finale am 29. Mai in Istanbul im Blick, wenn er sagt: "Diese Mannschaft ist in der Lage, eine Ära zu prägen."

Quelle: ntv.de, dbe/dpa