Fußball

Ermittlungen gegen Blatter Fahnder durchsuchen Fifa-Zentrale in Zürich

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(Foto: dpa)

Die Schweizer Ermittlungsbehörden werden erneut in der Zentrale des Fußball-Weltverbands Fifa vorstellig. Hintergrund der Razzia sei das Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Blatter und den früheren Generalsekretär Valcke, bestätigt die Bundesanwaltschaft.

Die Schweizer Ermittlungsbehörden haben erneut die Zentrale des Fußball-Weltverbands Fifa in Zürich durchsucht. Hintergrund der bereits am Donnerstag veranstalteten Razzia sei das laufende Verfahren gegen den ehemaligen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter und den früheren Generalsekretär Jérôme Valcke, bestätigte die Bundesanwaltschaft. "Konkret wurden Dokumente und elektronische Daten sichergestellt, die nun auf ihre Relevanz zum laufenden Verfahren geprüft werden", hieß es in der Mitteilung.

Die beschlagnahmten Unterlagen sollen die bisherigen Erkenntnisse im Strafverfahren bestätigen und ergänzen. Im vergangenen September hatte die Schweizer Justiz ein Strafverfahren gegen Blatter wegen des Verdachts der Untreue eröffnet. Hintergrund ist der fragwürdige Millionen-Deal mit dem früheren Uefa-Präsidenten Michel Platini aus dem Jahr 2011. Blatter und Platini wurden deshalb für alle Aktivitäten im Fußball gesperrt. Im März dieses Jahres folgte das Strafverfahren gegen Valcke wegen des Verdachts der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie weiterer Delikte. Der Franzose war im Januar von der Fifa entlassen worden, er ist von den Ethikhütern des Weltverbands für zwölf Jahre gesperrt.

Präsident Gianni Infantino gehöre nicht zu den Personen, gegen die ermittelt werde, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Die Fifa war für eine Stellungnahme vorerst nicht zu erreichen. Die Zeitung "Die Welt" hatte unter Berufung auf mehrere für die Fifa tätige Personen berichtet, dem vor drei Monaten gewählten Präsidenten drohe wegen Verdunkelungsgefahr eine Sperre durch die verbandseigene Ethikkommission. Die Kommission hat nach eigenen Angaben kein formelles Verfahren gegen Infantino eingeleitet.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa

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