Fußball

Gedanken zur Fußball-Mega-WM "Für die anderen 163 Länder ist das scheiße"

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Willkommen, willkommen, alle sind wilkommen!

(Foto: dpa)

Gianni Infantino hat einen Plan, und er hat ihn durchgesetzt. Der Chef des Fußball-Weltverbands Fifa gönnt der Welt ab dem Jahr 2026 noch mehr Fußball-Spaß. 80 statt bisher 62 WM-Spiele gibt's ab 2026. Doch kaum einen freut's. Hoffentlich macht Infantino das nicht traurig. Gedanken zum XXL-Turnier.

Beim Aufstieg vom Le Morne fällt der Blick auf die Lagune vor der Halbinsel. Foto: Lea Sibbel

Schöne Strände, aber von der Fifa dennoch nicht berücksichtigt: Mauritius wird trotz Aufstockung wohl auch 2026 nicht zur WM fahren.

(Foto: dpa-tmn)

"Boah, was muss das für die 163 Fifa-Länder scheiße sein, die sich nicht qualifiziert haben werden. Kann man da nicht was machen? Wildcard?"
Ben Redelings, Fußball-Komiker und n-tv.de-Kolumnist, fühlt mit den Verlierern der Fifa-Entscheidung

"Uiuiui, das scheinen mir aber ganz schön viele zu sein."
Benjamin Konietzny, Newsdesk-Redakteur und vermutlich einziger Mensch, der jemals in Dortmund gewohnt hat und nicht weiß, wie viele Spieler bei Anpfiff auf dem Rasen stehen.

"Gute Nachrichten für Holland!"
Felix Meininghaus, BVB-Reporter, findet, dass Holland ab 2026 wieder teilnehmen darf, weil Arjen Robben dann in Rente ist.

"Ach, die Fifa. Handelt wieder halbherzig bis zum Gehtnichtmehr. Was soll der Quatsch mit 48 Mannschaften? 211 müssen es sein. So viele Mitgliedsländer hat der Weltverband. Dann fällt die Qualifikation weg - und wir haben immer WM. Jeder spielt gegen jeden. Und ist das eine Turnier zu Ende, beginnt auch schon das nächste. Herrlich!"
Stefan Giannakoulis, Sportler bei n-tv.de und im Herzen immer noch Grieche.

"Liechtenstein kommt damit als Ausrichter wohl nicht mehr in Frage."
Sportinspektor Tobias Nordmann deckt die Schwachstelle im neuen WM-System auf.

"Die Technik-Branche freut sich über das WM-Upgrade, da Fans in Technik für den mobilen Empfang investieren werden, um alle Spiele überall zu jeder Zeit verfolgen zu können. Wir erinnern nur an den enormen Schub für die Flachfernseher-Branche durch die WM 2006! Kaufen statt Jammern!"
n-tv.de-Technik-Chef Klaus Wedekind liebäugelt mit einem Job als Technischer Leiter beim Fußballweltverband.

"Yeah, noch mehr WM-Parties!"
Sonja Gurris, Reise-Redakteurin, verschickt jetzt schon Einladungen.

"Es ist eine verdammte Katastrophe und jeder, der an dieser Entscheidung beteiligt war, soll in einer besonders grausigen Ecke der Hölle schmoren, in der bis in alle Ewigkeit die EM-Vorrundenspiele 2016 in einer Dauerschleife laufen."
Christian Bartlau, journalistische Allzweckwaffe, pöbelt aus Österreich und widmet sich jetzt noch stärker seiner einzig wahren Liebe Hansa Rostock.

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Wird gut, 2026!

"Ich finde die Fifa inkonsequent. Das Turnier sollte mit 128 Mannschaften und vier Monate lang ausgetragen werden, damit auch San Marino, Gibraltar und die Seychellen WM-Luft schnuppern können."
Philipp Köster, 11Freunde-Chefredakteur, will noch mehr Spektakel.

"Weiter so! Dann ist der HSV bald endlich auch dabei."
Jan Gänger, n-tv.de-Wirtschaftsrealist und Fußballtraumtänzer.

"Fußball ist eine Droge. Und die Welt ist ein Junkie. Das war's eigentlich schon. Wer wundert sich da noch, wenn der Dealer Fifa weitere Absatzmärkte schaffen möchte. Denn mit kaum etwas lässt sich besser Geld verdienen als mit der Sucht."
Axel Witte, wechselt mit sofortiger Wirkung vom Ratgeber ins n-tv.de-Philosophie-Ressort.

"Hauptsache, nicht schon wieder in die Wüste."
n-tv.de-Geschäftsführer Hanno Hall fürchtet erneut Sand im Getriebe.

"Müsst ihr ja wissen, aber 80 Spiele in einer Tabelle sehen in der App nicht gut aus. Ich sag's nur."
Samira Lazarovic, n-tv.de-Alleskönnerin und App-Tante, kannte Fußball bis vor kurzem nur vom Hörensagen, hat sich aber 'nen Wolf gelernt und glänzt mittlerweile mit Fachkompetenz in allen Disziplinen.

Quelle: ntv.de