Fußball

Glatzel-Show rettet den HSV Geheimfavorit SC Paderborn demütigt den KSC

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Julian Justavan jubelt über sein Tor bei der Demütigung der Karlsruher.

(Foto: IMAGO/Ulrich Hufnagel)

Die zweite Liga hat kaum begonnen, da liefert sie wieder wunderbare Geschichten ab. Nach einer torlosen ersten Hälfte in allen Stadien beweist vor allen Dingen Geheimfavorit Paderborn für Tore, Tore, Tore. Auch der HSV gewinnt in Spiel eins nach der vergeigten Relegation.

SC Paderborn - Karlsruher SC 5:0 (0:0)

Der SC Paderborn ist mit einem Schützenfest in die neue Saison in der 2. Fußball-Bundesliga gestartet. Im Heimspiel gegen den Karlsruher SC gewann die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok dank einer starken zweiten Halbzeit mit 5:0 (0:0) und eroberte damit die Tabellenführung. Neuzugang Florent Muslija (56., Foulelfmeter) brachte die Ostwestfalen gegen seinen Ex-Verein in Führung. Robert Leipertz (65.), Julian Justvan (68.), Felix Platte (72.) und Sirlord Conteh (75.) sorgten für den deutlichen Sieg.

Dabei hätte Karlsruhe vor 9399 Zuschauern beinahe einen Start nach Maß erwischt. In der vierten Minute scheiterte Neuzugang Mikkel Kaufmann freistehend vor Paderborn-Keeper Jannik Huth. Beide Mannschaften leisteten sich in der Folge zu viele Unsauberkeiten und taten sich schwer, Chancen zu erarbeiten. Ab Mitte der ersten Halbzeit wurde Paderborn zunehmend dominanter, klare Großchancen blieben jedoch weiterhin Mangelware.

Nach dem Seitenwechsel waren es weiter die Ostwestfalen, die das Spiel bestimmten. Nach einem verunglückten Querpass von Philip Heise brachte Kai Eisele Paderborns Stürmer Platte im Strafraum zum Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Muslija souverän. Beim KSC brachen im Anschluss alle Dämme, Paderborn hatte nur wenig Mühe, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.

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"Mein lieber Scholli", werden sich die Paderborner nach dem Treffer von Glatzel (m.) gedacht haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eintracht Braunschweig - Hamburger SV 0:2 (0:0)

Der Hamburger SV hat beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig nur mit Mühe einen Fehlstart vermeiden können. Zwei Tore von Robert Glatzel in der 67. und 76. Minute sicherten dem Topfavoriten einen schmeichelhaften 2:0 (0:0)-Sieg bei den Niedersachsen. Insbesondere in der ersten Halbzeit wirkte die Hintermannschaft der Gäste ungeordnet. Die Niedersachsen erarbeiteten sich fast ein halbes Dutzend guter Einschussmöglichkeiten.

Vor 21.900 Zuschauern blieb der Favorit hingegen vor dem gegnerischen Tor lange harmlos. Sichtlich unzufrieden marschierte HSV-Trainer Tim Walter nach 45 Minuten in die Kabine und knöpfte sich seine Schützlinge vor. Aber auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig. Die Gastgeber waren dem Sieg deutlich näher, HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandez stand ein uns andere Mal im Blickpunkt des Geschehens. Fast aus dem Nichts traf Glatzel in der Schlussphase gleich zweimal.

Die Eintracht musste kurzfristig auf Mannschaftskapitän und Stammtorhüter Jasmin Fejzic verzichten. Der 36-Jährige wurde positiv auf das Coronavirus getestet, als Ersatz stand Ron-Thorben Hoffmann zwischen den Pfosten.

Hansa Rostock - 1. FC Heidenheim 0:1 (0:0)

Hansa Rostock ist mit einer Heim-Niederlage in die neue Saison gestartet. Gegen den 1. FC Heidenheim verlor das Team von Trainer Jens Härtel mit 0:1 (0:0). Stefan Schimmer (50.) köpfte den Siegtreffer für den Tabellensechsten der vergangenen Spielzeit.

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Im Ostseestadion kam zunächst wenig Spielfluss zustande. Rostock investierte mehr, ohne wirklich gefährlich zu werden. Der früh eingewechselte Haris Duljevic (24.) prüfte FCH-Torwart Kevin Müller. Die Gäste waren offensiv kaum zu sehen, bis Tim Kleindienst (43.) kurz vor der Pause aus spitzem Winkel zum Schuss kam, aber nur das Außennetz traf.

Nach der Pause wurde Heidenheim zwingender. Jan-Niklas Beste fand am langen Pfosten Schimmer, der per Flugkopfball vollstreckte. Gleich danach folgte wieder eine starke Flanke von Beste, die Kleindienst (52.) aus kurzer Distanz nicht richtig erwischte. Hansa wirkte erst einmal etwas überraschend, fing sich aber später wieder. Einen Kopfball von Lukas Fröde (67.) hielt Müller sicher.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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